Purtenance – Sacrifice The King

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Purtenance - Sacrifice The King

Zwanzig Jahre lang war es still um PURTENANCE. Die finnische Death Metal Legende hat sich nach ihrem Debütalbum 1992 aufgelöst. “Member Of Immortal Damnation” wurde erst unlängst von Xtreem Music, zusammen mit der ersten und einzigen EP “Crown Waits The Immortalneu aufgelegt. So schließt sich der Kreis, denn der Vorgänger von Dave Rottens Label, Drowned Productions, war seinerzeit auch für die Erstauflage beider Scheiben verantwortlich. Da war es auch nur logisch, dass PURTENANCE das erste Lebenszeichen nach 20 Jahren Ruhe auch wieder dort veröffentlichen werden.

Mittlerweile zum Trio geschrumpft, sind nur noch Drummer Harri Saro und Gitarrist Juha Rannikko aus der ursprünglichen Besetzung übrig. An Bass und Gesang findet sich mit Ville ein neues Mitglied in der Familie. In dieser neuen Konstellation haben PURTENANCE nun vier neue Lieder, zuzüglich In- und Outro in 17 Minuten eingezimmert.

Auf “Sacrifice The King” hört man sicherlich den Band-eigenen Stil noch heraus. Immer wieder kommen finstere und typisch finnische Melodien, Leads und Soli durch und erzeugen die richtige Atmosphäre. Gerade “Demon Gods” gewinnt durch diese griffigen Momente deutlich. Doch leider fehlt es auf dieser EP ein wenig an den irren Ideen, die “Member Of Immortal Damnation” zu etwas speziellem, ja, besonderem gemacht haben.
Fast würde ich das neue Material “stumpf” nennen. Das ist aber nur bedingt ein schlechtes Attribut. Denn trotz einer gewissen Grobschlächtigkeit sind PURTENANCE immer noch brutal und irgendwie unterhaltsam. “Sacrifice Of Your Life” wechselt schön zwischen Groove und brachialem Geholze und der bereits erwähnte Schnitzelhammer “Demon Gods” macht gerade durch seine plumpe Simplizität ordentlich Spaß.

An die alten Glanztage kann “Sacrifice The King” dennoch nicht anknüpfen. Und auch gegen die aktuelle Konkurrenz aus dem eigenen Land, Stench Of Decay, Krypts, Swallowed, um nur ein paar zu nennen, sehen PURTENANCE eher schwach aus. Bleibt abzuwarten, wie das nächste Material klingt. Kommt die Band wieder in ihre alte Form? Oder stagnieren sie in guter Durchschnittlichkeit? Eine spannende Frage in die Zukunft…

Infos:
Xtreem Music – 2012
MCD – 6 Lieder / 17:05 Min.

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http://www.xtreemmusic.com/