Myteri – Ruiner

Windrauschen, Donnergrollen. Eine melancholische, getragene Gitarre kündigt einen schwermütigen Auftakt an. Ein leichtes Aufbegehren – und dann die Explosion. Nach knapp zwei Minuten sind MYTERI der Lethargie überdrüssig und lassen all ihrer Wut und Hoffnungslosigkeit freien lauf, brettern konsequent im schnellen D-Beat durch die restlichen 35 Minuten von „Ruiner“. Immer ungezügelt und ungehobelt. Aber zu jeder Sekunde melodisch und melancholisch.

Es ist das zweite Album der schwedischen Crust-Band und schlichtweg grandios.… weiterlesen

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Exhumed – Death Revenge

Mit ihrem sechsten Album versuchen sich EXHUMED an einem Konzeptwerk. „Death Revenge“ handelt um die Grabräuber aus Edinburgh, Schottland, die in den 1820ern Leichen plünderten und für medizinische Zwecke verhökerten. Eine makabere Epoche, die auch andere Künstler zuvor fasziniert und beeinflusst hat. Doch so morbid kauzig, wie beispielsweise Strange Facts In The Scalpel Case werden die Leute um Matt Harvey keineswegs. Wollen sie auch gar nicht.… weiterlesen

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Haemorrhage – We Are The Gore

HAEMORRHAGE melden sich mit ihrem siebten Album zurück. Nachdem „Hospital Carnage“ eher einen fahlen Beigeschmack hatte, zu sehr nach Selbstwiederholung und Handbremse geklungen hat, war ich nicht gerade gespannt auf „We Are The Gore„. Dazu ein Cover-Artwork, dass deutlich an die „Severed Survival“ von Autopsy erinnert, und ich war zusätzlich skeptisch. Teilweise sollten meine Zweifel bestätigt werden. Doch gleichzeitig überraschten die spanischen Pathologen doch wieder.… weiterlesen

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Gravesite – Neverending Trail Of Skulls

Eigentlich klingt das doch ganz spannend: „Horror Death Metal“ mit Mitgliedern von Undead Creep, Assumption, Haemophagus oder Morbo. Alles Bands, die mich durchaus überzeugen konnten. Warum sollte GRAVESITE da nicht auf meinen Geschmack treffen? In einer klassischen Mischung aus Exhumed/Carcass, Autopsy, Death und etwas Slayer, ist „Neverending Trails Of Skulls“ auch ein durchaus nettes Album geworden.… weiterlesen

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Dråp – Rotten Till Allt Ont

DRÅP hauen mit ihrem zweiten Album „Rotten Till Allt Ont“ ein überraschendes Brett heraus. Es ist intensiv, es ist direkt, es ist extrem vielseitig. Und es ist verdammt gut!

Das Cover ist zum einen bereits ein erster Hinweis auf die Musik. Doch wird es gleichzeitig dem Gesamtbild nur annähernd gerecht. Die schwarz-weiße Collage huldigt definitiv dem Grindcore der frühen Tage. Das ist durchaus auch ein essentieller Bestandteil auf dem Album.… weiterlesen

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Blackevil – The Ceremonial Fire

BLACKEVIL sind ein Anachronismus; aber ein wunderbarer. Wo unter dem Deckmantel der „old school“ heute viele Generika agieren, ist die Band mit ehemaligen Mitgliedern aus Under That Spell und Nocturnal mitreißend anders. Nicht zu räudiger, wilder und wunderbar erfrischend abwechslungsreicher Black/Thrash zwischen traditionellen Heavy-Metal-Harmonien und angeschwärzter Raserei ist auf „The Cermeonial Fire“ Programm. Für die Spikes-&-Leather-&-Dosenbier-Fraktion unverzichtbar!

Klar, dieses Debüt tropft nur so vor Klischees. Alleine Bandname und Logo sprechen deutliche Sprache.… weiterlesen

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Khmer – Larga Sombra

„Larga Sombra“ ist das Debüt-Album von KHMER, die bereits seit 2012 im Untergrund rumlärmen. Faul waren die Spanier in den letzten fünf Jahren allerdings nicht! Seit Bandgründung gab es bereits ein Demo, eine EP und zwei Splits, eine davon mit den wunderbaren Crust-Punks von Livstid. Dennoch ist mir die Band bisher nicht aufgefallen. Und wer sie auf der kürzlich absolvierten Tour mit den ebenfalls großartigen Teething nicht bereits kennengelernt hat, sollte sich schleunigst das erste Full-Length zulegen.… weiterlesen

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Casket – Ghouls Of Filth

CASKET. Was ein schöner Klischee-Name. Deswegen sollte man diese hier nicht mit der gleichnamigen Band aus Reutlingen verwechseln, die gerade im süddeutschen Raum schon mal Konzerte geben und seit 1990 bereits ihr Unwesen treiben. Nein, hier handelt es sich um das erste Lebenszeichen von Marco Brinkmann, der seine CASKET seit 2016 komplett im Alleingang betreibt. Gut, für das Einspielen der Drums bekam er Unterstützung von S.… weiterlesen

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The Trollmusic Herald No.3 – A Friendzine

Da musste Thor mit der heißen Nadel stricken, wollte er seinen Trollmusic Herald doch noch rechtzeitig zum Prophecyfest fertig bekommen. Als Ergebnis ist ein vergleichsweise dünnes Heft zum vergleichsweise hohen Preis entstanden. Gerade mal vierzig Seiten, Cover und zwei ganzseitige Flyer inklusive. Für sechs Euro inklusive Porto innerhalb der BRD. Dies ist alleine den Herstellungskosten von 4,50 pro Ausgabe geschuldet. Denn, wie gesagt, das Heft musste rechtzeitig zum Prophecyfest in Kleinauflage manuell in einem Copyshop hergestellt werden.… weiterlesen

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Possession – Exorkizein

Nachdem POSSESSION bereits mit ihrem Demo und der „Anneliese“-EP im Untergrund ordentlich auf sich aufmerksam gemacht haben, und seit Bandgründung jedes Jahr kontinuierlich kleine Appetithappen unter’s Volk geworfen haben, wurde es letztes Jahr vergleichsweise Still. Der Grund war scheinbar die Arbeiten am ersten Full-Length „Exorkizein“, das im April diese Jahres veröffentlicht wurde. Und Die Belgier setzten konsequent den bisher eingeschlagenen Weg fort.

An nicht wenigen Stellen wird die Band ihrem Namen mehr als Gerecht!… weiterlesen

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