Cryptae – Cryptae

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What the Fuck? Das wird wohl das abgefuckteste Stück Death Metal sein, was 2018 hervorbringen wird. In knapp 15 Minuten zerkloppen CRYPTAE mal eben sämtliche Normen, Konventionen und Strukturen – und in einem auch ordentlich das Hirn des Zuhörers.

Dabei präsentieren die beiden Niederländer keinen ordinären Death Metal. Es ist viel mehr eine abstrakte Herangehensweise, experimentell und mit einigen Bezügen zum Drone/Doom. Das Ergebnis ist eine widerwärtige Lärmwand, die definitiv nicht jedem schmecken wird. Man kann es sich irgendwie vorstellen wie eine Mischung aus der Abscheulichkeit von Pissgrave gemischt mit dem Horror von Portal, reduziert und eingekocht auf Beherit, Blasphemy, Conqueror und gestreckt mit Sunn O))) auf Koks. Abartig, verstörend, beklemmend und dennoch faszinierend. Wie ein Blick in den Abgrund, der eindringlich zurück starrt.

Alles klingt irgendwie verzerrt, wie ein surreales Bild durch weißes Rauschen. Selbst die Drum-Fills zerren und tragen zur abstrakten Atmosphäre bei. Die Riffs mag man häufig gar nicht als solche bezeichnen. Manche Stakkatos sind schlicht eine dichte Wand aus Krach, repetitiv, mürbend. Dazu tiefe, teilweise gezogene Vocals. Immer wieder im hypnotischen Stop’n Go, meist im ruppigen Geschepper, gelegentlich in fiesen und unheilvollen Slowdowns. Dazu ganz selten noch schwerer greifbare Leads, schwammig im Hintergrund. Nie so wirklich präsent, außer im abschließenden „Maze“, das durchaus auch so was wie prägnante Gitarrenlinien offenbart. Zumindest im Gesamtkonzept der selbstbetitelter betrachtet.

So ungewöhnlich und entrückt CRYPTAE agieren, so unbequem und verstörend ihre EP auch ist, irgendwie sind so Songs wie „Ventrum“ oder „Maze“ doch interessant, faszinierend und irgendwie ergreifend. Es ist eine abgefuckte, nihilistische und finstere Scheiße, die Sentient Ruin Laboratories uns hier um die Ohren haut. Die meisten Leute werden dahinter wohl kaum Musikalität erkennen. Doch wie sagten bereits Dissection? „For only a black heart will find beauty in darkness“…


4 Lieder / 14:25 Min.
Sentient Ruin Laboratories (Tape) – 2017

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