Paragon Belial – Necrophobic Rituals

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Nach neun Jahren melden sich das Urgestein PARAGON BELIAL mit einem neuen Album zurück. Nach einigen Holrigkeiten in der Vergangenheit, diversen Auflösungen, findet sich nur noch Gründungsmitglied Andras an Bass und Gesang. Mittlerweile aber komplementiert durch zwei neue Mitglieder, ist das Trio wieder bereit für ordentlich Rabbatz!

Und so ist „Necrophobic Rituals“ ein meist schnelles, grobschlächtiges Album. Der Promo-Zettel spricht von Parallelen zu Archgoat und Beherit, und die in der rohen Ruppigkeit stehen PARAGON BELIAL den wohl bekannteren finnischen Archaen in wenig nach.
Zugegeben, etwas vielschichtiger sind die Mönchengladbacher doch. Gerade das eröffnende „Perverted Homage In The Trails Of Satan“ hat deutliche Einflüsse aus dem Death Metal. Durch den Wechsel- und Doppelgesang darf man zuweilen auch an frühe Deicide denken. Aber schnell kehren PARAGON BELIAL wieder den Black und War Metal in den Vordergrund und holzen sich in Höchstgeschwindigkeit fast permanent durch die knapp vierzig Minuten von „Necrophobic Rituals„.

Trotz aller Reduktion und zuweilen deutlich punkigen Attitüde, darf man diesem Quasi-Comeback keine Eindimensionalität vorwerfen! Denn PARAGON BELIAL haben auch genug Mumm für kleine Details. Beispielsweise darf „Demonic Christian Holocaust“ auch schon mal mit einem dicken Keyboard-Teppich die Atmosphäre etwas mehr ausbauen. Oder „Circle Of THe Satanic Breed“ mal etwas mehr mit klassichem Proto-Black Metal spielen, thrashy Riffs und derbe Slow-Downs gleichermaßen einbauen.

Größte Überraschung ist allerdings „Verdelet„, das ungewöhnlich ruhig und atmosphärisch ist. Dadurch kommt die frostige Atmosphäre noch besser zur Geltung und gibt dem Album einen weitere Dimension, gleichzeitig auch einen wunderschönen Abschluss. Denn beendet wird „Necrophobic Rituals“ mit einem Tribut an Sodom, dem Cover „Witching Metal„, das freilich deutlich mehr Thrash Metal in den Sound bringt, aber auch gut die rohen, ursprünglichen Einflüssen von PARAGON BELIAL zeigt.

Kurzum sind PARAGON BELIAL wieder da. Und zwar mit einem beachtlichen ersten Lebenszeichen nach fast einer Dekade. Roh, direkt und grobschlächtig, aber keinesfalls stumpf oder gar dumpf. Dafür ist „Necrophobic Rituals“ doch in den kleinen Details zu abwechslungsreich, bringt Elemente aus Death und Thrash mit und kann an der ein oder anderen Stelle gar überraschen. Mit „Verdelet“ sogar ordentlich überraschen. Respektabel.


8 Lieder / 38:40 Min.
CD – 29.09.2017 / Northern Fog Records

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