Serpent Spells – Mantras Within Ascending Fire

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serpent-spells-mantras-within-ascending-fire„Mantras Within Ascending Fire“ ist die Debüt-EP der recht jungen SERPENT SPELLS aus Bangladesch. Dafür hat Godz Ov War direkt ein sehr stimmiges Rundherum spendiert. Mit Golddruck verziert, ist das Booklet auf angenehm schwerem Papier gedruckt, präsentiert alle Texte und die Danksagungen in einem sehr gutem Layout, das mit entsprechend düster-morbiden Grafiken verziert wurde. Insgesamt also eine hochwertigere Aufmachung für dieses erste Lebenszeichen, als manch gestandener Band zuteil wird. Dass die Identität der drei Musiker ohne jedwede Nennung bleibt, ist wahrscheinlich der musikalischen Ausrichtung geschuldet; immerhin kokettiert der Black Metal gerne mal mit Anonymität.

Nach einem Intro, das zunächst mit Samples um Choräle und Feuerknistern beginnt und dann in leicht orientalischem Geklimper endet, legen SERPENT SPELLS auch direkt voll los. Rasende Doublebass, schnelle Säge-Gitarren, rohes Gebolze mit mehreren Hakenschlägen und leicht verhallter Gesang. Zwar ein wenig Genre-orthodox, aber mit durchaus guten Ideen. Spätestens bei dem Upstroke-Riff überzeugt „Piercing The Cervix Of Nehemah“. Danach bleibt die Gitarre schön frostig und zum Ende hin bekommt die Nummer ordentlich Feuer unterm Hintern. Ein guter Auftakt, dessen Qualität auf den restlichen 10 Minuten nicht ganz gehalten werden kann.

Das Solo zum Beginn von „Scourge Heretic Consecration“ ist zwar nett, aber nicht besonders hervorstechend. Weiterhin sind die Ideen zwar nett, aber nichts Besonderes. Trotz loderndem Feuer fehlt irgendwie der Funke, der überspringt. „Mantras Within Ascending Fire“ hat da schon eher so Momente, beispielsweise nette Melodien, brutal vorwärts breschende Passagen und diese leichte Tendenz ins Chaos auszubrechen. Vielleicht noch eher unfreiwillig, aber den richtigen Weg haben SERPENT SPELL eingeschlagen. Schon mit dem nächsten Release vermag das Trio kontrolliert in die musikalische Eskalation zu führen.

Solange ist „Mantras Within Ascending Fire“ ein netter Blick über den regionalen Tellerrand, dass Black Metal aus Asien durchaus mehr Potential hat, als der ein oder andere vielleicht denken mag. Bei Interesse empfehle ich „Piercing The Cervix Of Nehemah“ auf Bandcamp mal anzuhören. CD gibt es, wie bereits geschrieben, mit netter Aufmachung direkt beim Label Godz Ov War.

4 Lieder / 19:20 Min / Godz Ov War Production / 2016

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