Ghoul – Dungeon Bastards

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Ghoul - Dungeon BastardsHeute strömt viel zu viel Musik auf einen ein. Und natürlich bewegt man sich immer in seiner eigenen kleinen Filterbubble. Ich war nie ein großer Thrash Fan und habe mich wohl aus diesem Grund auch knapp 15 Jahre irgendwie vor GHOUL verschlossen. Dabei ist das Konzept eigentlich schon cool: Musiker von Impaled ziehen sich Masken über, machen einen auf Troma-Film und spielen Crossover-Thrash Metal. Party Faktor ist garantiert. Und dennoch ist „Dungeon Bastards“ mein erster Kontakt mit der Band. Mea culpa. Mea maxima Culpa!

Denn das Teil fetzt! Ohne große Schnörkel, ohne großen Anspruch macht das Album schlichtweg kurzweiligen Spaß. Wehrmacht und D.R.I. treffen auf diesen typischen Impaled/Carcass-Vibe. Thrash Metal mit vielen Gangshouts. Immer treibend, immer tanzbar, meist mit mitsingbaren Refrains. Immer mit kurzweilig-unterhaltsamen Songs. Und dazwischen der Überhit „Ghoulunatics“. Death-Thrash mit Sachertorte-Qualität.

Sorry, es mag absolut kein hervorragendes Album mit Langzeiteffekt sein. Aber „Dungeon Bastards“ macht einfach Spaß. Auf den Player, ab zum Laufen, Spülen, Zwiebelnschneiden. In die Anlage, das gute Büchsenbier auf. Alleine oder mit dem besten Kumpel. Und ich bin mir sicher: Im Moshpit macht der ganze Rotz noch mehr Spaß. Warum habe ich die auf der erst kürzlich abgeschlossenen Tour verpasst? Weil ich ein Trottel bin. So einfach ist das! Doch gerade ist mir das egal, denn die Scheibe läuft locker immer nebenher. Selbst meine Katze tanzt schon den Boogie Woogie, wenn sie „Shred The Dead“ hört. Also solltest Du auch mal in die fesche Mutanten-Party reinhören!

(Tankcrimes – 2016)

https://maniaxe.bandcamp.com/
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