Victims – Sirens

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Victims - SirensCrust/Hardcore-Fans aufgepasst! VICTIMS haben nach fünf Jahren endlich ein neues Album am Start: „Sirens“! Empfehlung kann ich aber nur an Fans der Band und bedingt an Genre-Anhänger geben….

Denn bereits „A Dissident“ hinterließ einen eher fahlen Beigeschmack bei mir. Ordentlich gemachter Crustcore. Schicke Hadrcore-Riffs, nette Wolfbrigade– und Maiden-Leads. Aber insgesamt eher zahnlos. Und da knüpft „Sirens“ leider direkt an.

Einige Leads dürften den Wolfbrigade-Fans immer noch gefallen. Ja, gar werden Songs wie „Reverse“, „Storm“ oder der Titeltrack durch dieses Trademark sogar hervorragend in Szene gesetzt. Doch fehlt es den VICTIMS leider etwas an hervorstechenden eigenen Merkmalen.

Zuweilen erinnern mich einige Leads und Riffs auch an Winds Of Genocide – die wiederum auch stark von Wolfbrigade beeinflusst wurden. Nur schafft es die brittische Band irgendwie dreckiger und abgefuckter zu klingen. Bei „Sirens“ merkt man leider etwas zu stark, dass VICTIMS langsam nicht mehr so bissig sind, wie noch vor fünft Jahren, respektive zu „A Dissident“-Zeiten.

Doch soll das nun keine vernichtende Kritik sein. Nach fast 17 Jahren Bestehen liefern VICTIMS immer noch ordentlichen Crustcore/Hardcore ab. „Sirens“ läuft gefällig rein, hat durchaus seine prägnanten Momente, wie es auch seine generischen Passagen hat. Doch insgesamt ist das Album durchaus passabel und wird neben „Live The Storm“, „Damned“ oder der „The Arrival of Apokalyptic Armageddon“-EP auch mit in die Crust/HxC-Playlist wandern. Vielleicht nicht an prominentester Stelle, aber dazwischen passt es immer noch gut.

(Tankcrimes / 2016)