Adversarial – Death, Endless Nothing and the Black Knife Nihilism


Adversarial - Death, Endless Nothing and the Black Knife NihilismJunge, Junge, für dieses Gerät braucht man wahrhaft einen Waffenschein! Es muss wohl an der kanadischen Luft liegen, dass man imstande ist, solch nihilistische Musik zu fabrizieren, ohne sich selbst bzw. andere in Gefahr zu bringen. Ich habe schon viele krasse, abgefahrene, kranke Sachen aus den dunkelsten Kellern gehört, aber das, was ADVERSARIAL hier entfachen, lässt ihre mit allen Klischees beladenen Landsmänner Blasphemy rein musikalisch gesehen wie Lehrlinge aussehen. Kein Witz, hier herrscht die totale Dunkelheit, der akustische morbide Wahnsinn wird dir regelrecht ins Ohr einzementiert. Man muss von etwas viel höherem besessen sein, um so höllisch rabiaten Black/Death in einer so asozialen, aber genialen Blastbeat-Geschwindigkeit kreieren zu können, das alles mit einer wahrhaft mystischen Aura versehen, dass man teils das Gefühl hat, einem gefrieren währenddessen die Adern ein.

Es sind neun Songs, die dich einkesseln und aus denen es kein Entkommen gibt. Das ist Metal aus den tiefsten, verlassensten, aber auch morbidesten Grüften Kanadas, neben fiesen Blastbeat-Attacken trumpft man mit einem wahren, barbarischen Koloss an Sänger auf, der einen dermaßen abgefahren eisigen, brutalen Gesang auskotzt, der scheinbar nie zuvor das Tageslicht gesehen hat.

Das Hauptaugenmerk liegt hier beim hyperaktiven, permanent auf dich einprasselnden Schlagzeug, dem man sicher ein bisschen zu viel Aufmerksamkeit widmete, aber irgendwie passt es hier auch zur abartigen Grundstimmung dazu. Die Hölle spuckt einen neuen Namen aus, ADVERSARIAL, und es ist ums Verrecken nicht übertrieben, wenn ich behaupte, dass diese Scheibe hier eine der sickesten ist, die zur Zeit im Umlauf sind. „Death, Endless…“ raubt dir aufgrund der unbändigen Wut und Aggression richtig Kraft, aber es verhilft dir auch zu neuer Kraft, wenn du die Musik auf dich wirken lässt und mit dem Sound klarkommst. Dieses Album ist bedrohlich, extrem, höllisch aggressiv und einfach nur wahnsinnig abgedreht. Ich meine, Blasphemy haben schon so einiges an krassen Sachen aufgefahren, aber das hier toppt es um Längen.

Anspieltipps? Im Grunde genommen alle Songs, da jeder einem Inferno gleichkommt. Eine abartige, gefährliche Reise in die entlegensten Gewölbe des dreckigen Black/Death Metals. Das ist wirklich nur Futter für Underground-Blastbeat-Verehrer, eben für welche, die Blasphemy, Deiphago, Ritual Combat oder auch Necrowretch in ihrer Sammlung haben und dementsprechend huldigen.

Infos:
Dark Descent Rec./ 2015
LP/ 9 Songs – 36:56 Min.

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