Wifebeater – Misogynist

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Wifebeater - MisogynistBock auf schmutzige Sachen? Dann bleibt dir verdammt nochmal nichts anderes übrig, als diese abgefuckten Zeilen weiter zu lesen. Diese asozialen Stumpfbeutel aus NRW (nicht zu verwechseln mit gleichnamiger Thrashband, gääähn!) habe ich vor ein paar Wochen auf einem Sampler entdeckt und tatsächlich geglaubt, die unehelichen Söhne von Motörhead, GG Allin und Blizzard hätten sich in einem versifften Proberaumbunker verschanzt, um einen ekelhaften Wut- und Hassklumpen in die Welt zu setzen. Ich bin mir sicher, sollte GG Allin ein paar Meter tiefer jemals von diesen Bekloppten Wind bekommen, wird er sich vor Freude einen runterholen, so viel ist sicher!

Okay, okay, Bandname und Titel bedienen den Klischeehammer bis ins Unermessliche, aber hey, scheiß die Wand an, wer das alles todernst nimmt, ist erstens selbst schuld und zweitens der Falsche für diese Art von Musik. Ich höre schon die Moralapostel inkl. Alice Schwarzer fluchen und wild aufschreien. Auf dieser gottverdammten Platte bekommst du genau 9x dermaßen dreckig aufs Maul gehauen und die Ohren angebrüllt, dass du glaubst, du befindest dich mitten in einem Wrestlingkäfig voller nackter 150Kg Carpathian Forest Bühnenweiber.

WIFEBEATRER sind laut einem Interview schon mit GG Allin, Motörhead und ähnlichen Konsorten aufgewachsen, und wer nun denkt, hey, das heißt noch gar nichts, der hört sich mal diesen abartig geilen Shit namens „Misogynist“ an. Ganz ehrlich, so eine dermaßen versiffte, alkoholgetränkte Stimme habe ich schon ewig nicht mehr gehört. So klingt man nur, wenn man entweder eine verdammt harte Kindheit hinter sich hat oder nur mit Bier und Whisky statt Muttermilch groß gezogen wurde. Nun könnte man diesem Dreiergespann vorhalten, hey, alles schon da gewesen, es gibt zur Genüge dreckigen Stoff. Das stimmt wohl, aber hier ist nichts aufgesetzt, und es gibt in der Tat keinen einzigen schlechten oder gar schwachen Song, jeder Track ist eine regelrechte Gewaltorgie für deine Löffel. Du glaubst, ich übertreibe? Vergiss es einfach und höre dir z.B. „Beat Her To The Shelter„, „Rock’n’Roll Patriarchy“ oder auch „Raw As Fuc Slut“ bzw. irgendeinen anderen bekloppten Song auf der Scheibe an, und du wirst mir Recht geben müssen, dass dies abgefuckte Mucke ist, bei der sich aus Rock’n’Roll, dreckigst stinkigstem Heavy Metal, barbarischem Speedmetal, rotzigem Blackthrash, der dazu mit viel Punk-Einflüssen gewürzt wurde, ein giftiges Konglomerat ergibt, was trotz seiner unflätigen Herangehensweise kein billiger Hinterhof-Bullshit ist.

Wenn du auf obengenannte Bands stehst, nebenher finnische Ziegenwemser-Mucke Killer findest und den Underground verinnerlicht hast, na hey, dann ist das genau deine Scheibe und ich befehle dir, dich dieser angepissten, versifften Scheibe anzunehmen und nackt mit Patronengurt und Bierdose bewaffnet diese Songs in deiner Bude lauthals mitzugrölen.

Wer immer noch der Meinung ist, Lemmy ist in Sachen kratzig kauziger Stimme das Maß aller Dinge, der hat die Rechnung definitiv ohne WIFEBEATER gemacht. Alle, die sich hier angesprochen fühlen: Kauft euch diesen Bastard eines musikalischen Kotzbrockens in Form einer CD oder viel besser als Vinyl, und hört selbst, wie dreckig METAL wirklich sein kann. Wirklich geiler kranker Shit, was uns diese drei Bierdosenvernichter hier um die Ohren hämmern. Danke an die Jungs von Evil Spell, die sich dieser Typen angenommen haben, um ihre „Stumpf ist Trumpf“-Orgien unters Metalvolk zu bringen.

Misogynist“ verbreitet eine wahrhaft bösartige Atmosphäre und genau so soll es sein. Yeah, this is fuckin Rock’n’Roll Scum. Cooles, derbes Gerödel, Pflichtstoff für alle wahren Underground Dogs.

Infos:
Evil Spell Rec.(CD) – 2015
CD, LP – 9 Songs / 27:51 Min.

http://wifebeaterscumfukk.bandcamp.com/releases
https://www.facebook.com/wifebeaterscumfukk/

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