Sick of Stupidity – One Shot, One Kill


Sick Of Stupidity - One Shot, One KillEs ist Grind-Time! Der durchgeknallte, verrückte Sauhaufen aus Rotterdam kommt mit einer geballten Ladung alte Schule Grindcore/Powerviolence um die Ecke und präsentiert uns sein aggressives Geschoss in Form einer 10-Inch, die es nicht nur enorm in sich hat, sondern auch im Wust der heutigen massigen Grindcore-Veröffentlichungen hervor sticht. Cooler Scheiß. Das hat man nicht aller Tage!

Ganze 11-mal geht es in rotziger, abgefuckter Art extrem angepisst zur Sache, und man merkt dem Vierertrupp an, dass sie diese Mucke nicht erst seit gestern hören/spielen. SICK OF STUPIDITY verlieren sich nicht im Einheitsbrei, sondern setzen auf ein gewisses Maß an Abwechslung, sprich, doppelter Schrei-/Kreisch-Gesang im hohen Tempo, der deine Ohren permanent anbrüllt, aberwitzige Blast-Beat-Attacken bis zum Abwinken, und nebenher gibt’s auch an der tiefer getunten Klampfe mörderisch schnelle Flitzefinger-Arbeit, die sich hören lassen kann.

Vom Sound und der Produktion bin ich recht überrascht, denn obwohl man vom ersten Takt an hört, dass hier Undergroundfreaks am Werk sind, sind sie Holländer zum Glück Meilenweit vom bratzigen Hinterhofsound entfernt. Hier knallt und rappelt es ordentlich im Karton, und du wirst von diesen nach vorne preschenden Songs regelrecht an die Wand gedrückt, yeah! Genau so soll es sein, und nichts anderes erwartet man als Grindcore Hörer.

Die Songs sind wie im Genre allseits bekannt alle extrem kurz, und demnach genau auf den Punkt gespielt. Hier gibt es keinen unnötigen Firlefanz, keine dämlichen schwafelnden Intros, einfach nur pure Aggression und Energie in Masse, das alles auf einem hohen Level. Und was ebenfalls hervorzuheben wäre, ist, es gibt keinen einzigen Song, der als halbgar durchgeht bzw. als Lückenfüller auf die Platte gesch(m)issen wurde.

Bei der Coverauswahl war man allerdings etwas einfallslos, denn das verwendete Foto mit dem Kopfschuss hat man in den letzten Jahren schon zu Genüge bei anderen Death Metal bzw. Grind Bands entdeckt. Aber sei es drum, es geht am Ende nicht ums Optische, sondern schlichtweg um die Musik, und die überzeugt. Wer auf Grindcore (natürlich ohne Gore, alles andere ist Mumpitz), Powerviolence, Fastcore steht, der sollte unbedingt diese Jungs antesten. Also, nicht lange rum überlegen, reinhören, überzeugen lassen und ab dafür.

Wer keinen Plattenspieler hat (was ich mal nicht hoffe), der kann sich das Teil auch als CD ans Ohr nageln. Fazit: Brachiales und mörderisch rabiates Teil, was uns diese holländischen Fucker hier vorlegen. Es wird also höchste Zeit, diese Chaoten mal auf Bühne zu erleben.

Infos:
Rödel Rec. – 2015
10″ LP , 11 Attacken

https://www.facebook.com/sickofstupiditygrindcore/
https://sickofstupidity.bandcamp.com/

https://givepraiserecords.bandcamp.com/album/one-shot-one-kill