Fredag den 13:e – Domedager

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Fredag den 13:e – DomedagerNenn es Crust, Hardcore, oder einfach nur D-Beat, am Ende passen alle drei Begriffe. Die ollen Schwedenkrusten hauen derweil ihr drittes Album raus und bleiben ihrem störrischen, mit leichtem Rock’n Roll getränkten Krustensound treu. Dass die Jungs aus Skandinavien kommen, würde man auch merken, wenn sie ihre Texte in Englisch heraus plärren würden, denn gerade die leicht verfiedelten, teils melodischen Einschübe, diese manische Wut, die einen regelrecht verfolgt, aber eben auch die furztrockene Herangehensweise, all das sind Merkmale, die unter anderem den Schwedensound ausmachen.

Was mir positiv auffällt, ist, dass FREDAG den 13:e echt was an der Klampfe reißen können, was die Songs interessanter, aber eben auch eingängiger macht, ohne sie zu glattgebügelt oder gar melodisch wirken zu lassen. Ich könnte fast jeden zweiten Song heraus picken, wo einem der lässige Motörhead Gitarren-Sound entgegen rollt, denn die Riffs, die mal so locker aus dem Ärmel geschüttelt werden, haben reichlich Potential und bleiben auch nach zigmaligem Hören interessant und im Ohr. Cooler Shit.

Vor allem Songs wie „Alla mar skit“ oder „Själviskt helvete“ knallen ordentlich und machen tierischst Laune, und man kann sich nur zu gut vorstellen, was bei diesen zwei Berserkern live vor der Bühne abgeht!

Was mir allerdings missfällt, ist der leider immer noch vorhandene zu eindimensionale Keifgesang, und das, obwohl teils bis zu drei Mannen ins Mikro bellen und schreien (man hört geradezu kaum einen Unterschied, und das ist echt schade und blöd zugleich!), ich finde, daran sollte definitiv gearbeitet werden.

Abgesehen vom Gesang kommt „Domedager“ in der Tat recht variabel daher, ohne dabei ziellos oder verfahren zu wirken. Das Grundgerüst ist im Grunde genommen denkbar einfach: rotziger D-Beat trifft auf metallische Midtempopassagen und coole, lässige, hingerotzte Heavyriffs, die von einer „Leck mich am Arsch“-Einstellung untermalt werden. Ich denke, wer auf Disfear, Skitsystem, Wolfbrigade steht, aber sich auch aggressives Gerödel wie Dödsdömd reinpfeift bzw. generell ein Faible fürs aggressiven Schweden-Crust/Punk hat und sich demnach auch nicht von metallischen Einflüssen verjagen lässt, der sollte auf der nächsten Crustparty „Domedager“ einfach mal mitbringen, und der Abend kann beginnen.

Fazit: Klar, ein Hammeralbum klingt anders, aber eines, wo man gut nach abgehen kann und der gestreckte Mittelfinger allgegenwärtig ist, ist es allemal.

Infos:
Everydayhate-2015
CD – 13 Lieder / 36:06 Min.

http://fredagden13e.bandcamp.com/
https://www.facebook.com/fredagden13e
http://www.fredagden13e.blogspot.se/

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