Total Fucking Destruction / F.U.B.A.R. – Split 7″ EP


Total Fucking Destruction - Fubar - SplitEines vorweg, mit dieser Split kann das norddeutsche Label Power It Up endlich wieder ein paar Pluspunkte verbuchen, denn gerade die letzten Veröffentlichungen waren wahrlich nicht der Bringer. Auf dieser Split-Scheibe trifft Holland auf die USA, und beide Bands passen genremäßig bestens zueinander, und überhaupt sind die Freaks schon lange keine Unbekannten mehr.

Los geht’s mit den Holländern F.U.B.A.R., die seit Jahren für ihren schnellen, ruppigen Blast Beat Grindcore mit allerhand Crustanleihen bekannt sind. Fünf Songs wurden eingeprügelt, mal geplärrt, mal gebrüllt, das alles in einer rasanten Geschwindigkeit runtergenudelt, dass man sich nur zu gut vorstellen kann, dass bei dieser Mucke der Mob vor der Bühne regelrecht am Durchdrehen ist.

Gerade die zwei Songs „Niet Gezaaid, toch geoogst“ und „Klokkenluiders“ fetzen total, da die in den Keller gestimmten Klampfen schön bratzig zu hören sind und die Songs einen richtig fetten Drive inne haben, dass sie einem regelrecht die Beine wegfegen.

F.U.B.A.R. steht für rohe, ungezügelte Energie und Wut, der man sich einfach nicht entziehen kann, denn wenn eine Band mit zwei Gitarren und bis zu drei Sängern zur Tat schreitet, dann sollte klar sein, dass hier die Hölle brennt. Cooles, rabiates Teil, und ich hoffe, dass demnächst endlich ein neues Album folgt.

Auf der anderen Seite geht es dann mit den kaputten Amis weiter, und die beehren uns hier mit vier Songs, und wer die Mannen dahinter kennt, weiß, dass die Herren ordentlich kranken Shit von sich geben, der sicher nicht für jedermann gemacht ist. Wer früher bei Exit 13, Brutal Truth und Co seine Finger im Spiel hatte, der kann ja nur chaotischen Grindcore fabrizieren, leuchtet ein, oder?

Auch wenn TOTAL FUCKING DESTRUCTION jetzt nicht immer meinen Geschmack treffen, muss man ihnen zu Gute halten, dass deren abgedrehte Songs schon irgendwie was haben, was sie vom Gros der Szene unterscheidet. Auch hier agiert man mit drei unterschiedlichen kauzigen Sängern, wobei einer bekloppter ist als der andere und hier mächtig Druck aufbaut, dass einem hören und sehen vergeht.

Mit „Push“ geht es gleich ungebremst los, eingebaut werden nach wie vor nur verrückte Ideen und schräge Melodien. TOTAL FUCKING DESTRUCTION sind sozusagen die Birdflesh auf Speed, haha. Kein Song ist vorhersehbar und so ist irgendwie immer für eine Überraschung mit allerlei schroffen Ecken und Kanten gesorgt.

Was mir nicht so behagt, ist der bescheuerte, teils zu mechanisch wirkende Schlagzeugsound, der macht leider einiges kaputt. Jungs, das ist total uncool!! Und da die Pennsylvania Boys Grindcore der alten Machart zocken, sind die Tracks natürlich ruckzuck vorbei, so dass man ständig am neu auflegen ist.

Fazit: Für die Grindcore-Fraktion genau das richtige Futter. Die Scheibe gibt’s wahlweise in klassischem Schwarz, oder als Die Hard Version im grauen Splatter-Vinyl. Wer auf neuere Napalm Death, Phobia oder eben Birdflesh steht, der soll sich diese Scheiblette gleich verhaften, nicht dass am Ende das Gejammer wieder groß ist. Geiles Gedöns, bitte mehr davon.

Infos:
Power It Up / Give Praise Records – 2015
7″ EP – 9 Songs

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