Skeletal Remains – Condemned To Misery


Skeletal Remains - Condemned To Misery

 

Drei Jahre nach ihrem Debüt „Beyond The Flesh melden sich SKELETAL REMAINS zurück. Im Underground hat die Band mit ihrem Demo und ersten Full-Length bereits für etwas aufsehen gesorgt. Und mit dem neuen Werk „Condemned To Misery“ werden sie sicherlich einschlagen wie eine Bombe!

Der bisher bekannte Weg wird konsequent fortgesetzt. Gleichzeitig zeigen sich die Musiker aber auch ordentlich gewachsen. Sowohl an ihren Instrumenten, wie auch ihren Einflüssen und dem Songwriting. So ist die Basis unverkennbar immer noch die Frühphase von Death mit einigen Einflüssen von alten Pestilence, alten Gorguts oder Morgoth. Gerade der Einfluss von „Leprosy“ oder „Spiritual Healing“ auf „Condemned To Misery“ ist unverkennbar! Doch findet man, wenngleich vereinzelt, auch Anspielungen auf Obituary, Slayer, die grandiose frühe Phase von Cannibal Corpse, etwas aus den ersten Morbid Angel-Scheiben oder sogar einen Hauch von Suffocation in „Viral Haemophagic Pyrexia„.

Als Ergebnis ist „Condemned To Misery“ vielleicht kein innovatives Album. Im Gegenteil, direkt beim ersten Hördurchlauf meint man das Album bereits ewig zu kennen. Dafür ist es aber authentisch, abwechslungsreich und voller Hits, die auch nach mehrmaligen Hören nicht abnutzen.

Spontane Tempowechsel scheinen ebenso dem typischen Groove früher Death-Alben entliehen. Die Riffs sind größtenteils böse und morbide, zusammen mit den gelegentlichen Blastbeats nahe an „Blessed Are The Sick“ oder „Altars Of Madness„. Dazu der Gesang, der irgendwo zwischen Schuldiner und Van Drunen liegt. Und immerzu richtig gute Soli! Mal eher pointiert, mal exzessiv, bis zum beinahe ausufernden und streckenweise sehr melodischen Instrumental „… Still Suffering„; gelegentlich polyphon oder gar zweistimmig. Ab und zu unterstreichen Synthies dezent die düstere Atmosphäre.

Da ist es egal, dass „Euphoric Bloodfeast“ schon ziemlich nach „Spiritual Healing“ klingt. Wo Gruesome mit ihrem Debüt eher eine solide Huldigung hingelegt haben, zaubern SKELETAL REMAINS scheinbar mühelos lauter Hits aus dem Ärmel, versprühen die düster-aggressive Stimmung früher Death Metal Alben, sind verspielt aber dennoch direkt und eingängig.

Wie bereits beim Vorgänger: All Killer, No Filler. Und das sogar noch etwas besser als auf dem Debüt. Im langsam übersättigten Retro-Hype ziehen SKELETAL REMAINS weiterhin konsequent ihr Ding durch und machen dabei immer noch mächtig Spaß. Für mich ein echtes Highlight und definitiv eine der besten Scheiben des Jahres!

Dazu gibt es ein wunderschönes Artwork, mit einem Touch vom Meisterwerken von Dan Seagrave im Hintergrund. Auf LP sieht das sicher bombe aus! Dazu gibt es die Schallplatte sowohl im regulären schwarz, wie auch limitiert auf gelben (200 Exemplare) und blauen (100 Einheiten) Vinyl. Nur muss sich der Plattenfan leider noch etwas gedulden. Denn die LP erscheint erst am 04.09.2015. Auf CD gibt es „Condemned To Misery“ fast einen Monat früher, am 07.08.2015.

Solange kann man bereits Viral Haemophagic Pyrexia“ auf Youtube anhören. Ein weiterer Song soll nächste Woche folgen. Und passend zum Release wird es das komplette Album auch auf der Bandcamp-Seite von FDA Rekotz geben. Doch meiner Meinung nach, kann man das Teil auch ungehört direkt kaufen, wenn man auch heute noch die frühen Sachen von Death, Gorguts, Pestilence oder Morgoth liebt.

Infos:
FDA Rekotz – CD 07.08.2015 / LP 04.09.2015
CD/LP/Download – – 8 Lieder / 37:02 Min.

https://fda-rekotz.bandcamp.com/
https://www.facebook.com/FDAREKOTZ
http://www.fda-rekotz.com/