Regurgitated Innards – Feeding the Abominable

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Regurgitated Innards - Feeding the AbominableIn Sachen Veröffentlichung war es eine Zeitlang recht still bei Sille von Vulgar Rec., aber jetzt hat es Sille wieder gepackt, und so steht aktuell dreckiger, abgedrehter Death/Grind auf dem Menüplan. Obwohl es REGURGITATED INNARDS schon seit 1998 zu geben scheint, habe ich bis dato noch nichts von denen vernommen.

Mit „Feeding the Abominable“ serviert man dem Krachfetisch-geeigneten Hörer 12 brutale, saftige Happen, die es echt in sich haben. Obwohl der Grindcore, der hier gar ordentlich aus dem Boxen schallt und wummert, mit einer gewissen Metalschlagseite gefüttert wird, weiß er zu überzeugen und lässt einen ordentlich im Dreieck springen, da das Gaspedal schön durchgetreten wird, was den Songs gut zu Gesicht steht.

Bei den Jungs aus Uppsala toben sich zwei Burschen von Usurpress aus, die für ihren recht eigenwilligen Death Metal bekannt sein dürften, und so vernimmt man hin und wieder ein paar musikalische Querverweise zu ihrer Hauptband, was die Sache noch ein Stück aufwertet.

Mit „Severe Visceral Fulimination“ geht es ohne Vorankündigung gleich derbe, gorig zur Sache, dass es eine wahre Freude ist, den drei Bekloppten bei ihrem Chaos zuzuhören. Die zwölf Songs verfügen über ein gesundes Maß an Abwechslung, so dass die Songs keineswegs vorhersehbar sind, und dennoch bleibt man seiner brutalen Death/Grind-Schiene treu, was man von einigen Bands ähnlicher metallisierter Grindversionen nicht unbedingt behaupten kann. Aber eines haben die Songs aus dem Grindcore-Bereich zu 100% auf der Habenseite, sie sind schnell, verdammt kurz und enorm aggressiv, so wie man es aus diesem Genre kennt und auch erwartet.

Verglichen werden die Schweden mit Repulsion, Machetazo und ihren Landsmännern Regurgitate, was ich aber nur teilweise so stehen lassen kann, eher kommen mir alte Hemdale und alte Exhumed in den Sinn, hier und da erinnert es stellenweise (wenn es richtig krank wird) auch an die kultigen Impetigo, yeah.

Beim Gesang setzt man ebenfalls auf ein herrliches chaotisches Durcheinander, denn von Keifen, Growlen und vor allem Kreischen ist alles vertreten, und man kann ohne zu übertreiben sagen, dass dies das gewisse Etwas in ihren Songs ausmacht.

Der Sound ist, wie die Mucke selbst, tief im Underground verwurzelt, sprich, roh, ungeschönt, aber zum Glück weit weg vom ollen Rumpelsound à la Unholy Grave oder gar Sete Star Sept, womit man auch hier Pluspunkte sammeln kann.

Alles in allem eine lohnenswerte und natürlich schön kaputte Scheibe, die sowohl Death Metallern als auch aufgeschlossenen Grindcore Freaks gefallen sollte. Der coole Siebenzoller ist auf 500 Stück limitiert, das heißt: 100 in Weiß und der Rest in Schwarz. Schnelles Zugreifen lohnt sich, und wer ein Undergroundfreak ist, der sollte sich das Teil nicht entgehen lassen. TIPP: schaut mal auf Silles Homepage vorbei, da gibt’s noch so einige Killerscheiben abzugreifen, und die Preise sind ebenfalls im UG verankert, was will man mehr?

Es lohnt sich, diese Schweden im Auge zu behalten, denn von diesen abgefuckten, ranzigen, perversen Prügelsongs dürfen es gerne noch viel mehr sein bzw. werden. Beide Daumen nach oben!

Infos:
Vulgar Rec.
7″ EP, 12 Songs

https://www.facebook.com/pages/Regurgitated-Innards/439202826194378

http://www.vulgarrecords.com/