Damage Source – Come Heresy…

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Damage Source - Come Heresy...Zwei Jahre nach dem ersten Lebenszeichen melden sich DAMAGE SOURCE wieder mit einem neuen Demo zurück. Diesmal standesgemäß auf Kassette, aber auch zeitgenössisch als Download. Mit vier neuen Songs im Gepäck knüpfen die kölner Thrasher nahtlos an „Raise Hell“ an – selbst das leidige Thema mit dem Schlagzeuger scheint nach wie vor vorhanden.

Bereits die erste Demo wurde von Session-Drummer Hannes Feder eingespielt. Doch auch mit dem nachfolgenden Trommler Ulas Saglam scheint man kein besonderes Glück gehabt zu haben. Dieser hat zwar noch „Come Heresy…“ eingespielt, wird im offiziellen Line-Up aber nun durch einen Dominik ersetzt. Neben Infos zur Aufnahme und den Kontaktdaten, ist dies die einzige Information, die man aus der einseitig bedruckten J-Card in schwarz/weiß entnehmen kann. Puristisch und geradlinig. Passend zur Musik und für den fairen Preis von 3 Euro, sowohl für den Download wie auch die physische Kassette, durchaus angemessen.

Nach einem kurzen Schlagzeug-Auftakt rollt „Streams Of Blood“ direkt los, verknüpft reitenden Thrash mit punkigem D-Beat-Uptempo. Der trockene Sound, der schnelle Refrain und die aggressive Attitüde machen hier schnell klar: DAMAGE SOURCE bleiben dem eingeschlagenen Weg von „Raise Hell“ treu.

Die bedrohliche Atmosphäre Slayers trifft abermals auf punkige Kreator und den knarzigen Vibe von Scornage. Doch diesmal fließt noch etwas mehr Death Metal in die Songs und erweitert den Sound durch eine angenehm subtile Nuance. Alleine der morbide Schluss von „Punishment In Lies“ ist schön finster. Aber auch die Lead-Gitarren aus „Down In The Depth“ fügen der wütenden Grundstimmung noch mehr Bedrohlichkeit hinzu.

Wieder sind die Songs stripped-to-the-bone und doch straight-in-your-face. Unnötigen Ballast gibt es keinen. Die Riffs sind manchmal geradlinig bis zum umfallen – aber keineswegs Stumpf. Im Gegenteil, sie gehen eigentlich direkt ins Ohr und von da aus weiter in den Nacken. Die Walgesänge und Gitarren sind wohl platziert und auf den Punkt. Keiner der Musiker muss sich als Solo-Künstler profilieren, sondern DAMAGE SOURCE funktioniert als eine direkte Einheit. Das macht die ohnehin kurze Spielzeit von gut 14 Minuten abermals kompakter und die Kassette wird zum wiederholten Male umgedreht.

Trotz der reduzierten Herangehensweise wirkt „Enlightment“ dennoch fast irgendwie verspielt. Nach sehr druckvollem Auftakt und reitender Strophe, die auch ein wenig von frühem Death/Thrash Metal hat, dürfen der Bass auch mal etwas prominenter im Song agieren, Breaks punktierte Zäsuren streuen und die Gitarren groovige Läufe spielen. Ein sehr cooler Abschluss für die EP.

Eingängig, wütend, auf den Punkt und schön kompakt. DAMAGE SOURCE haben mit ihrem zweiten Output alles richtig gemacht. Das EP-Format steht der Band äußerst gut zu Gesicht, bleibt doch kein Raum für Langatmigkeit, sondern lediglich die Lust auf mehr, wenn das Teil vorbei ist.

Wer selber reinhören mag, kann das direkt dem Bandcamp-Profil der Band. Dort kann man die vier Lieder auch für 3 Euro direkt runterladen. Wer hingegen eine Kassette zum gleichen Preis haben mag, muss der Band eine Nachricht schreiben. Doch das ist nun auch nicht so schwer…

Infos:
Eigenproduktion – 2015
Demo-Tape – 4 Lieder / 14:26 Min.

http://damagesource.bandcamp.com/
https://www.facebook.com/damagesource