Sardu – Standing At The Precipice


Sardu – Standing At The PrecipiceSchon mal was von den Kanadiern SARDU gehört? Nicht? Solltest du aber, denn SARDU spielen einen richtig geilen Mix aus Black Metal, Thrash, ein bisschen Speed und Crust, das Ganze mit einer Kelle Punk versehen, und fertig ist ein echt endgeiles Debütalbum, was sich verdammt gewaschen hat.

SARDU besteht aus drei coolen Typen, die ein Faible für Horrorfilme haben, was zum einen das Cover zeigt und zum anderen ihre Filmintros, die hier vorzüglich zur Musik passen. Als Fan von Undergroundmusik braucht es wirklich nicht lange, um mit dieser Kassette warm zu werden, denn die Kanadier sind voll in den 80ern/Anfang der 90er Jahre hängen geblieben, und dennoch klingt es zu keiner Sekunde künstlich auf alt getrimmt. SARDU sind ungeschliffen, hoffnungslos der DIY-Schiene verfallen und rödeln gleich nach dem Intro mit dem ersten Hammersong „The Vagrant“ ordentlich und wüst drauf los, dass man sich regelrecht verpflichtet fühlt, fortan die Anlange auf Maximal zu drehen und seine Bude nur zum Spaß kurz und klein zu schlagen, als Alternative gern auch die vom Nachbarn.

Neben allerlei rabaukenhaftiger Herangehensweise zeigen sie einem, dass sie sehr wohl in der Lange sind, ein paar richtig coole, lässige Nummern zu schreiben. Alleine die boshaften Schreie sind schon einen Kauf dieses Tapes wert, hört selbst!

Neben einem rotzig fauchenden, leicht okkulten Gesang, gibt’s hier und da ein paar richtig coole, einfache Riffs um die Ohren gehämmert, die auch im Nachhinein im Gedächtnis bleiben. Baron, seines Zeichens garstiger Growler, hat eine verdammt verrauchte/versoffene Stimme, die den Songs ordentlich Pfeffer verpasst. Die Songs bewegen sich eher im mittleren Tempo, und das passt hier perfekt zum Material. Aufgewachsen scheinen die Jungs mit Kassetten von Lemmy und Co zu sein, sicher waren auch Venom Platten ebenfalls mit dabei. Ihre punkige Art lässt erahnen, dass auch Toxic Holocaust in der Sammlung stehen, denn die höre ich hier ebenfalls raus.

Beim Song „Oppressor“ fühlt man sich für ein paar Sekunden zurück in den wilden 70er Jahren, der Anfang hätte auch von Black Sabbath und Co stammen können. Hey Mann, geiler Scheiß. Ich kann nur hoffen, dass es bis zur nächsten Attacke nicht allzu lange dauert, denn von diesen heavy Songs kann man gar nicht genug bekommen, denn sie haben echt was Ansteckendes.

Jeder Undergroundfreak mit gutem Geschmack kommt hier auf seine Kosten. Für mich nach langer Zeit wieder mal ein Demo aus dem Metalbereich, was mich echt begeistern kann. Jeder Titel tritt einen gehörig in den Allerwertesten, und glaub mir, wenn du wieder mal einen Tag hast, wo einem alles auf den Sack geht, leg SARDU auf, und deine schlechte Laune verflüchtigt sich von alleine. Denn es gibt in der Tat keinen einzigen schwachen Song, und wie viele Bands können das heute von sich behaupten?

Also, bestellt umgehend dieses geile Tape, entweder bei Ralf von Kink Rec. (wo ich es her habe) oder eben beim Label selbst, unter Fuck The Mainstream.

PS: Übrigens, das wäre genau die richtige Band fürs nächste Raging Death Date. Wer jetzt immer noch herum überlegt, dem kann auch nicht mehr geholfen werden, bzw. der hat einfach keine Ahnung. Absolut essentiell für jeden Metalfreak und jeden, der im Underground mitreden will.

Infos:
Fuck The Mainstream, We Are The Mainstream Records – 2014
Tape – 9 Songs / 21:48

https://www.facebook.com/sardudeathgang
https://sardu.bandcamp.com/

http://shopfuckthemainstreamrecords.blogspot.de/