Razors / Yacøpsæ – Live-Split


Razors - Yacopsae - SplitDieses Mal scheinen es Tom und Fabio von Power It Up ziemlich gut (obwohl gut hier unterschiedlich ausgelegt werden kann) mit mir zu meinen: Erst bekomme ich eine Ladung Promos in Vinylform zugeschickt, und jetzt vor ein paar Tagen gibt es eine erneute Promosendung, dieses Mal mit CDs, wo ein zweites Mal genau diese Split-Scheibe hier vertreten ist. Oh Mann, ich sage es ganz offen, ich tue mich mit beiden Bands ENORM(!!!) schwer, denn beide Bands treffen nicht ansatzweise meinen Geschmack.

Den Anfang machen die alten Punkersäcke von RAZORS, allein schon das Livefoto aufm Frontcover ist schon grauenhaft, denn welcher Kerl stellt sich bitte in so einer Pose auf die Bühne? Sieht leicht schw… aus, aber lassen wir das. RAZORS spielen Straßenköter-Punk, und der ist ganz schön schrullig, so dass meine Ohren regelrecht Schimmel ansetzen. In der Regel kann ich mit dem Großteil, was aus dem Hause PIU kommt, zu 90% echt was anfangen, da es eben genau mein Metier ist, aber warum man diese Livesongs unbedingt veröffentlichen muss, keine Ahnung. Ist wohl wieder so eine Biertresenidee oben vom Deich. Vielleicht weil beide Bands nicht so oft spielen? Ist mir auch ehrlich gesagt vollkommen egal.

Na ja, wie dem auch sei, RAZORS kredenzen uns zum Glück nur vier Songs, auch wenn der Sound für einen Livemitschnitt ganz brauchbar klingt, haben die Songs irgendwie keine Power, sprich, da kommt nichts rüber und langweilt mich von vorne bis hinten. Öder, nerviger Gesang trifft auf altersschwache Songs, und zu alledem kommt der vorgetragene Mumpitz nicht wirklich in die Puschen. Was soll das sein? Ach, Punk? In Hamburg mag man das sicher aufm Fischkutter ganz dufte finden, aber anderswo? Eher nicht.

Ab Song Nummer fünf geht es dann mit YACØPSÆ weiter. Mit dem Song „Schacht“ geht man sehr gemächlich in die erste Runde, was so gar nichts mit dem gemein hat, womit man die Band sonst in Verbindung bringt, aber dann bricht endlich mal das derbe Chaos mit „Gift“ los. Während mich YACØPSÆ aufm GHRN in Trier regelrecht langweilten und nervten, bleibt hier wenigsten etwas hängen. Auch wenn ich den Gesang nach wir vor gewöhnungsbedürftig finde, mag ich gerade die aberwitzige Schnelligkeit. Der Sound ist echt gut, die Liveatmosphäre wird eigentlich ganz gut umgesetzt, da gibt’s jetzt nicht viel zu mosern.

Aber ich bin hier der falsche Ansprechpartner, denn zum einen mag ich generell kein Livemitschnitte, und zum anderen kann ich halt mit beiden Bands NICHTS, aber rein gar nichts anfangen. Wem die beiden Bands was sagen und schon ältere Veröffentlichungen sein Eigen nennt, der wird sicherlich den Kram eh schon haben.

An sich finde ich die Idee, eine alte Punkkapelle und eine stressige Grindcore/HC Band auf eine Split zu packen, irgendwie schon wieder originell, aber ob das das jeweilige Genrepublikum genauso sieht, sei mal dahin gestellt. Sorry, ich werde mir hier ganz bestimmt nichts aus den Fingern saugen, einfach nicht mein Ding, und ich hoffe, dass ich in Zukunft von solch einen Kram verschont bleibe.

So, Ende der Durchsage. Diese Scheibe wird es kein weiteres Mal in die Anlage schaffen. Fischmusik sollte einfach in der Dose bleiben.

Infos:
Power It Up – 2014
CD/10″ – 9 Lieder / 20:51 Min.

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