PEST HOLE – räudiger und schneller Thrash Metal ohne viel Schnickschnack


Pest Hole - Logo
Wer auf schnellen und räudigen Thrash steht, sich im Underground zuhause fühlt und als Metaller auch offen für andere Einflüsse ist, der ist bei PEST HOLE sehr gut aufgehoben. Das Trio aus Finsterwalde teilt dermaßen derbe aus, dass man als Liebhaber aggressiver und schneller Undergroundmucke regelrecht süchtig wird. Also, coole Platte auflegen, Klappe halten und einfach etwas Zeit mitbringen, denn es gab einiges zu erzählen. Los geht’s.


Hi Porsche, ich hoffe, bei dir und dem Rest der PEST HOLE Jungs ist soweit alles gut und du hast keinen Kater, so dass wir loslegen können. Was treibt ihr gerade in Finsterwalde außer Bierdosen leeren? Und vor allem: was liegt gerade in der Anlage, während du mir diese Fragen beantwortest?

Rupi: Inepsy – „Rock n Roll Babylon“
Porsche: Toxic Holocaust – „Evil Never Dies“

Mit eurem Debüt-Album namens „Perdition“ habt ihr mich nicht nur umgehauen, sondern auch schwer beeindruckt. Aber lass uns mal ein wenig Geschichtsstunde betreiben. PEST HOLE besteht aus drei jungen Typen. Wie habt ihr zusammengefunden und habt ihr, bevor PEST HOLE entstand, in anderen Krachcombos gespielt? Denn das, was ihr auf „Perdition“ vorlegt, klingt keineswegs nach plumpen Amateuren.

Klar, jeder von uns war damals in Krachcombos zu Gange. Das ging von Punkbands bis zu irgendwelchen Cover-Truppen. Unsere Vorgängerband hieß Mold Infestation, aus der Truppe ist dann später Pest Hole entstanden. Porschi und ich hatten damals schon zusammen gespielt. Das Projekt ist mehr oder weniger aus unserer damaligen WG-Zeit entstanden. Gewechselt haben immer nur unsere Schlagzeuger. Ein paar Lieder auf der „Perdition“ Platte sind noch aus der Zeit.

Wie kam es eigentlich zum Bandnamen? Als ich den Bandnamen zum ersten Mal las, ordnete ich euch eher in die Schwarzwurzelecke ein.

Als wir den ersten Drummer-Wechsel hatten, haben wir entschieden, uns umzubenennen. Eines Tages stieß ich auf die Toxic Holocaust Textzeile „Unleashing a pest on the world…“ Das Wort Pest hatte damals den Anstoß gegeben. Und so bin ich auf Pest Hole gekommen, was Seuchenherd bedeutet. Dass passte definitiv zu unserer Musik.

Euer Mix aus vermodertem Metal-Punk, altem, rotzigem Thrash Metal, einer Schaufel voll Dreck und Crust, hier ein wenig Motörhead inspiriert, dort etwas „Drugs and fucking Rock’n Roll“ ist ein verdammt wildes Soundgebräu, was mich schon beim ersten Durchlauf abgehen ließ. Aus welchen Zutaten setzen sich eure musikalischen Einflüsse zusammen, dass am Ende so ein Bastard herauskommt?

Wir verzichten generell auf zu viel Schnickschnack. Auch bei unseren Instrumenten ist eher alte Schule angesagt: Gitarre, Kabel, Verstärker, fertig. Weniger ist eben immer mehr, was wir auch beim Songs Schreiben beachten. Wichtig ist aber, dass die Riffs ordentlich nach vorne gehen. Inspirationen kommen auch von Bands wie Hellshock, Inepsy und Toxic Holocaust. Sicher sind auch unsere Wurzeln, die im Punk Bereich liegen, maßgeblich an der Geburt dieses Bastards beteiligt.

Pest Hole - Band 1

Dass ihr im Underground verwurzelt seid, hört man nicht nur am Sound, sondern sieht man auch bei der Aufmachung eurer LP. Von der Gestaltung und Idee, sprich, simpler bedruckter Karton, erinnert es mich ein wenig an die Bornholm/Corrosive Split EP. Die LP ist auf gerademal 100 Stück in Weiß limitiert. Kleine Auflagen sind in der Tat wirklich cool, aber sind nicht gerade solche Kleinstauflagen sehr teuer? Wie verkauft sich eure Scheibe und vor allem wie wird das Teil angenommen?

Klar, je kleiner die Auflage ist, desto teurer ist die ganze Sache. Aber wir haben nicht den Gewinn vor Augen, sondern, dass sich unsere Musik verbreitet. Wenn wir dieses noch als limitierte Auflage mit handgedrucktem Cover tun können, freut uns das umso mehr. Das Cover wurde per Linolschnitt gedruckt. Da steckt noch echtes Handwerk dahinter. Besondere Sachen sind nun mal mehr „Wert“ als Massenproduktionen. Auf Konzerten geht die Platte gut weg, bis jetzt kam noch keine negative Resonanz zu dem Teil. Im Sommer 2014 hatten wir die Ehre, dass ein Song von der Platte in der Radiosendung „Stahlwerk“ auf Fritz gespielt wurde. Es sind nur noch eine Hand voll Platten da, also haltet euch ran, wer ein Stück Pest Hole will!

Die LP erschien über das kleine Einmann-Label Angry Voice, was ebenfalls in Finsterwalde ansässig ist. Steckt da vielleicht einer von euch dahinter oder ist es eine Freundschaftsgeschichte?

Von uns steckt keiner hinter Angry Voice. Hocki betreibt das Label, er ist ein guter Kumpel von uns. Er unterstützt uns immer, wo er nur kann!

Wenn man sich im Internet etwas nach Pest Hole umschaut, ist schnell fest zu stellen, dass ihr live gut unterwegs wart, aber auch 2015 schon einige feste Termine anstehen. Die Bands, mit denen ihr spielt, sind genremäßig recht unterschiedlich, das reicht von teilweise Black Metal, Crust, HC, Thrash bis hin zu Grindbands. Kommt euch dies eigentlich entgegen, oder nimmt man einfach alles an Möglichkeiten mit, eben weil Livespielen für eine Band essentiell ist und im Grunde genommen die beste Art von Werbung darstellt?

Ganz so eng sehen wir das mit dem Genre nicht, solang die Bands in Ordnung sind. Sicher sollte es schon einigermaßen zusammen passen. Irgendwie ist es auch so, dass Leute uns immer in unterschiedliche Genres packen. Es gab schon die wildesten Bezeichnungen für uns auf Flyern. Wir wollen auch keinem Genre nacheifern, Pest Hole ist eben das, was es ist. Wir hatten auch ein paar Benefizkonzerte und da ist natürlich klar, dass das ganze breiter gefächert ist. Sollte auch so sein, Vielfalt ist bei so etwas immer eine gute Sache.

Was mir bei eurem Sound als erstes durch den Kopf ging, ist die Frage, bei welchem Publikum vor der Bühne mehr abgeht: seitens der Metaller oder eher bei den Crustis/Punks? Ich frage deshalb, weil ich seit längerem beobachte, dass gerade die „ach so aufgeschlossene“ Metal-Fraktion eher verschlossen rumsteht und sich nahezu kaum vom Fleck rührt, wohingegen das Grind-, HC- und Punk-Publikum schon eher unbekannte Bands abfeiert und somit einer Band auch ein Stück weit Respekt entgegenbringt. Oder ist das eher Nebensache und somit unwichtig für euch und ihr konzentriert euch aufs Wesentliche, nämlich auf der Bühne die Dreck-SAU rauszulassen?

Dass wir ein gutes Konzert abliefern, ist uns natürlich sehr wichtig. Es gibt Konzerte, wo es im Publikum ordentlich zur Sache geht und manchmal auch Shows, wo sich der größte Teil in die letzte Ecke verkriecht und Wurzeln schlägt. Vielleicht ist das auch tages- und uhrzeitabhängig. Aber mit den Leuten, die der DIY Szene angehören, macht es definitiv mehr Spaß, als mit denen, die nur die „Big Four of Thrash“ abfeiern. (Wie Recht du hast!,Anm. Rayk)

Pest Hole - Band 2Tag für Tag wird man mit neuen kranken, aber auch sinnlosen Extremen konfrontiert, ganz egal, wo man hinschaut, es brodelt nahezu an jeder Ecke. Ein Blick auf eure Texte zeigt, dass ihr nicht nur stumpf irgendwelche Klischees runternudelt, sondern auch auf gewisse gesellschaftliche wie auch politische Fehlentscheidungen und Missstände ein Auge werft und nicht blindlinks durch die Welt marschiert. Gerade die Texte zu „Desiccated ground“ und „Fatal energy“ finde ich interessant. Gab es zu dem Zeitpunkt, als ihr die Texte hierzu verfasst habt, gerade einen aktuellen Anlass oder geht es um die Gesamtscheiße auf diesem Planeten an sich?

Rupi: Dass es in meinen Texten um wichtige Themen für die Erde und Menschheit geht, ist mir sehr wichtig. Man bekommt im alltäglichen Leben schon genügend Schwachsinn und Halbwahrheiten zu hören.
Es gab ja leider die zwei Fälle in der Geschichte, die uns gezeigt haben, dass Atomkraft alles andere als sicher und sauber ist. Wenn die ganze Sache einmal außer Kontrolle geriet, hat es niemand mehr in der Hand. Und was dann passiert, sollte jedem bewusst sein. Deshalb „Fatal energy“.

In „Desiccated ground“ geht es um die Erderwärmung. Die Folgen der Verschmutzung durch Industrie und Konsum bekommen wir in jeder Jahreszeit zu spüren. Die teils heftigen Wetterschwankungen und unüblichen Temperaturen zeigen uns, dass es die Menschheit definitiv schon übertrieben hat.

Ihr habt vor kurzem einen Wechsel beim Schlagzeug gehabt. Jonas ist nicht mehr dabei, dafür ist jetzt Cubi von der Death Metal Horde Morbid Butcher am Fellvergerben. Inwiefern wird sich dies jetzt auf die neuen Pest Hole Songs auswirken, denn immerhin unterscheidet sich der Death Metal Sound ein wenig von Pest Holes Sound. Jonas Drumstil fand ich persönlich echt gut, hat mich teilweise in die Crustcore/Thrashcore Richtung denken lassen. Wie macht sich Cubi, hat er die Songs inzwischen gut drauf?

Im Großen und Ganzen wird sich am Grundsound wenig ändern. Aber mit neuen Liedern entwickelt man sich immer weiter. Die neuen Songs werden ein bisschen heftiger werden.

Cubi ist jetzt drei Monate bei uns dabei. Er hat hinter seinem Schlagzeug alles unter Kontrolle. Mittlerweile haben wir fast alle Lieder wieder drauf und auch schon einiges an neuem Material.

Mit „Dig your graves“ gibt’s aufs YouTube ein Video von euch, haha. Sehe ich es richtig, dass dies bereits ein neuer Song ist?
Obwohl das Video definitiv seinen Unterhaltungswert hat, habe ich mich anfangs etwas schwer mit dem Teil getan, da ich euch zunächst in die Fun-Ecke des Thrashs steckte. Da unsere „tolle“ Gesellschaft und vor allem die junge Generation ohnehin alles und jeden Mist via Internet, Fuckbook, WhatsApp teilt, wie kam das Video bisher an?

Der Song ist mittlerweile gar nicht mehr so neu. Wir hatten ihn nur für das Video aufgenommen. Wenn sich die Gelegenheit bietet, kommt der Song vielleicht nochmal auf eine Split EP. Ja, das Video ist eher mal zum Abfeiern gemacht, bzw. unser Hauptdarsteller hat es den Abend davor ordentlich krachen lassen. Also bisher kam das Video wirklich gut an.

War die Geschichte, ein Video zu drehen, eine einmalige Sache, oder könnt ihr euch vorstellen, den ein oder anderen geeigneten (neuen) Song ebenfalls visuell umzusetzen? Wie viele Leute habt ihr im Endeffekt für „Dig your graves“ zusammengetrommelt?

Wir denken schon, dass wir zu einem neuen Lied wieder ein Video machen werden. Konkrete Pläne dafür gibt es aber noch nicht.
Beim Dreh der eigentlichen Story von „Dig your graves“ waren wir nur eine Hand voll Leute. Bei den Live-Bildern war die Hütte voll. Es lag mit Sicherheit auch an dem Freibier, was wir für den Abend gesponsert hatten.

In Finsterwalde und Umgebung scheint es in Sachen Bands gar nicht schlecht auszusehen, sprich, da geht was, aber wie sehen die Auftrittsmöglichkeiten aus?

Bands gibt es in Finsterwalde und Umgebung schon ein paar. Musikalisch gibt es hier eine recht breite Vielfalt. Wer hier Konzerte spielen möchte, hat in Finsterwalde schon die Möglichkeiten dazu. DIY Shows können hier gut aufgezogen werden. Aber über die Stadtgrenzen hinaus, muss man schon ein paar Kilometer reisen, um auf neues Publikum zu stoßen.

Mit „666“ habt ihr in der Tat einen sehr coolen Song von Toxic Holocaust gecovert. Ihr habt den Song zudem mit ordentlichem Tempo aufgepimpt und obendrein was Eigenes draus gemacht, was ich bei Coversongs ohnehin am interessantesten finde. Ich denke, live kommt das Teil sicher gut an, oder? Gibt es auch Ideen, mal etwas zu covern, was nichts mit Metal im Allgemeinen zu tun hat, oder geht euch dies zu weit?

Live ist der Song eine schöne Prügelnummer, die Stimmung in die Hütte bringt. Ideen gibt es hin und wieder schon, etwas zu covern. Momentan wollen wir uns aber auf die eigenen, neuen Sachen konzentrieren.

Pest Hole - Band 3

Na, das nenn ich mal einen Joker in der Hand: Jocke von Wolfbrigade war für die Aufnahmen zuständig. Womit habt ihr ihn bestochen? War Jocke von Anfang an euer Favorit oder gab es noch andere?

Jocke war von Anfang an gleich dabei und auch unser einziger Favorit. Wir fühlten uns bei ihm gut aufgehoben. Der Sound, den er mit Wolfbrigade spielt, ist schon eine Wucht. Und wenn er nicht weiß, wie so etwas klingen muss, wer dann?
Er betreibt sein „Wolf Den Studio“ im DIY-Stil und da wir auch alles in Eigenregie aufgenommen hatten, passte das definitiv zusammen.

Gerade der kratzige, kauzige und verdammt dreckige Gesang von Rupi ist genau mein Ding, erinnert mich teilweise an alte Instinct of Survival, womit man schon mal nix falsch machen kann. Was den Gesangsstil angeht: Ist es Rupis Naturell oder hattet ihr von vornherein klare Vorstellungen, wie der Gesang zu Pest Hole klingen sollte, denn der Gesang ist bei Pest Hole ein gewisses Markenzeichen, woran man euch unter Hunderten von Bands locker erkennt.

Rupi: Der Gesang musste von Anfang an räudig und rotzig klingen, anders kann ich mir die Musik, die wir machen, einfach nicht vorstellen. Gesangstechnisch war allerdings ein bisschen Übung nötig, um die Wörter so rauszukotzen.

Ich gehe mal stark von aus, dass ihr mit Sicherheit nicht so perfektionistisch veranlagt seid, dass ihr jeden noch so kleinen Fehler ausmerzt, denn gerade das macht ja die DIY Denkweise, aber auch den Underground-Sound erst aus, oder? Was ist in Sachen (Aufnahme-)Technik bei Pest Hole ein absolutes NO GO Kriterium?

Wir sind ja immerhin noch Musiker und keine perfekten Maschinen und das soll auch so bleiben. Wir müssen auch niemandem etwas beweisen, wie schnell und toll wir spielen können. So ein Gespinne ist einfach nicht unser Ding! Was überhaupt nicht geht, sind irgendwelche digitalen PC Instrumente oder Amp-Simulationen. Bei uns muss alles von Hand eingespielt und durch ein Mikrofon aufgenommen werden. Nur das ist echte Musik. Eine Drumspur kann jeder programmieren.

Was fällt dir/euch zu folgenden Stichpunkten ein und gib eine kurze Erklärung dazu ab:

Municipal Waste – ständiger Begleiter im Ohr und das Intro von „Sadistic magician“ war unser erstes Riff damals in der WG

D-Beat – Anti Cimex, das ist Kult!

Darkthrone –früher/heute (vom Black Metal zum Black/Punk) – zu wenig Kenntnis über diese Band, um darüber was zu sagen

Szenepolizei – Wir achten selber darauf, mit wem und wo wir spielen.

Metal – früher/heute – Früher ging’s ums Wesentliche, heute ist es in einigen Bereichen eher Leistungssport, in dem jeder schneller und besser sein muss.

Demo/Killeralbum/Alben 2014 – Night Fever – „Vendetta“, die Platte kracht ordentlich rein!

Ohne ..gäbe es kein Pest Hole – (…unsere damalige WG…) der Ursprung unserer Band.

Live seid ihr schon ordentlich rumgekommen, wie sieht es allerdings im benachbarten Ausland aus? Schwieriges Terrain, oder wollt ihr euch zunächst im eigenen Land einen Namen machen?

Wir haben vor, in Polen und Tschechien ein paar Konzerte zu spielen. Wir würden sehr gerne auch in anderen Ländern unsere Musik zum Besten geben, aber bis jetzt hatten wir leider noch nicht so viele Chancen dazu.

Und wo wir gerade beim Thema Live sind, ihr musstet leider schon ein paar Konzerte in der Vergangenheit absagen, an wem lag es? Die klassische Sehnenscheidenentzündung beim Schlagzeuger?

Oft gab es interne Probleme. Das war auch ein großer Grund dafür, dass wir jetzt Cubi haben. Mit Cubi wird in dieser Beziehung alles besser werden!

Wie sieht euer Alltag neben der Band/Musik aus? Ist Underground nur in euer Musik und eurem Sound zu finden oder ist es für euch auch Lebensgefühl bzw. Einstellungssache????? Denn gerade diese ganzen Wochenend-Metaller, die angeblichen und ach sooo coolen Szeneunterstützer gehen mir eigentlich so richtig auf den Zeiger. Wie seht ihr das?

Underground und DIY sind zwei Sachen, die unser Leben definitiv gestalten. Wir probieren soweit es möglich ist, alles selbst zu machen. Lokale Sachen wie Konzerte unterstützen wir natürlich auch, das ist auch ein Muss! Rupi hat zum Beispiel ein Projekt, wo er komplett seine eigenen Gitarren baut. Die Sache läuft unter dem Namen „Vertical Guitars“. Könnt ihr gerne mal bei Facebook auschecken! Wir haben hier in Finsterwalde auch das Glück, dass es den Angry Voice Plattenladen gibt. Ein guter Ort, um neue Bands und Platten zu entdecken und gut Zeit zu verbringen. Aber irgendwie dreht sich im Großen und Ganzen doch immer alles um Musik, wir können einfach nicht anders.

Eure Scheibe habe ich eher durch reinen Zufall bei Ralf von Kink Records entdeckt, wo kann man eure Scheibe außer bei Angry Voice Rec. noch her beziehen? Und wird die nächste Veröffentlichung auch wieder über Angry Voice rauskommen?

Hauptsächlich gibt es die Scheibe nur bei Angry Voice oder direkt bei uns. Die Platten gehen aber auch an befreundete Labels von Angry Voice. Man könnte also noch im Plattenladen des Vertrauens das Glück haben, ein Exemplar in die Finger zu bekommen. Wer auch mit digitaler Musik leben kann, kann sich die Platte bei Bandcamp ziehen (für 1 Euro), und wir haben auch DIY CD’s im Angebot. Es gab schon kleine Absprachen mit Angry Voice, und mit großer Wahrscheinlichkeit kommt wieder was bei ihm raus!

„Perdition“ ist nun knapp ein Jahr draußen, Zeit also, um neue Songs zu schreiben, oder? Wie sieht’s momentan in dieser Richtung aus? Werden Pest Hole auch weiterhin ihr eigenes dreckiges Ding durchziehen, oder seid ihr der Schlag Leute, die auch neues ausprobieren und der Hörer somit nicht von vorn herein davon ausgehen kann, dass alles beim Alten bleibt? Wird auch die nächste Lärmorgie wieder rein über Vinyl erscheinen?

Der Prozess, neue Songs zu schreiben, läuft momentan auf Hochtouren. Gegen Herbst wollen wir wieder ins „Studio“ und unser Geprügel einfangen. Dreckig bleibt es auf alle Fälle. Es wird neues, aber auch vertrautes geben. Auf jeden Fall bleiben wir unserem Sound treu, der gehört schließlich zu uns. Die Scheibe kommt definitiv wieder auf Vinyl raus. Wieso, gibt es auch was anderes? Hahaha…

Okay Porsche, das war’s, jetzt ist Schluss mit der Gesprächstherapie. Ich bedanke mich für deine Antworten und für deine Zeit und hoffe, dass ihr mit Pest Hole noch so einige Killer Auftrittsmöglichkeiten haben werdet. Haltet auch in Zukunft an eurem rohen Undergroundsound fest. Beers and Cheers, und Prooost nach Finsterwalde.

Jo, genug erzählt! Wir danken auch für unser erstes Interview! Hat definitiv Spaß gemacht, und ich hoffe, wir hören uns mal wieder! So… wir machen jetzt wieder das, was wir am besten können, Verstärker auf max. und los geht’s!

Pest Hole - Band 4


Rayk (NecroSlaughter) / Rupi / Porsche (PEST HOLE) – 2015
© Bilder: Pest Hole

http://pesthole.bandcamp.com/
https://www.facebook.com/PestHole666