Kalopsia – Sanguine Epitaph


Kalopsia - Sanguine EpitaphZwei Jahre nach ihrem letzten Album „Amongst The Ruins„, melden sich KALOPSIA mit einem kurzen Leckerbissen zurück! „Sanguine Epitaph“ ist dabei eine konsequente Fortsetzung des bisherigen Stils. Vielleicht mit weniger Thrash-Passagen. Dafür immer noch richtig gut gemachter Death Metal abseits von aktuellen Trends. Mit guten Riffs und geschickten Momenten, die die Songs immer wieder um interessante Fassetten bereichern.

Wenn man denn irgendwelche Totschlagvergleiche anstreben will, kann man sicherlich wieder mittlere Cannibal Corpse, etwas Broken Hope und Suffocation und auch Deicide nennen. Letztere nicht nur von der Gitarrenarbeit in „Deepen The Wound„, sondern auch besonders durch den Doppel- und Wechselgesang zwischen hoch und tief.
Dazu kommen aber immer wieder überraschende Einflüsse aus anderen (Sub-)Stilistiken. Beispielsweise dicke Hardcore-Hose in „Cemetary Wreath„, Skinless nicht ganz unähnlich, oder der moderate Slam aus „Toolshed Therapy„. Auch im Opener „Deepen The Wound“ deutet die Gitarre eine Devourment/Suffocation-Huldigung an, doch die Drums fahren einen gänzlich anderen Vibe. Fein gemacht und ein erfrischender Moment in dem Song. Bei „Cemetary Wreath“ kommt dazu noch ein furioses Blastbeat-Gewitter, das mit den Schreien schon sehr nahe am Black Metal ist, und damit einen gänzlich neuen Aspekt in die Musik von KALOSPIA bringt.

Nach wie vor sind die Riffs richtig gut. Oft extrem catchy, so dass sie direkt im Ohr bleiben. Doch ab und an auch schon mal etwas abstrakter wie beim wilden „Invoke The Curse“ oder dem Rausschmeißer „Toolshed Therapy„. Dazu dann noch ein dickes, melodisches Solo in „Cemetary Wreath„, das schöne zweistimmige Akzente setzt. Schon bleibt „Sanguine Epitaph“ bereits nach dem ersten Durchlauf nachhaltig im Ohr. Eine Qualität, die nicht viele Death Metal Bands heute beherrschen.

Wer bereits den kompletten Back-Katalog der Band hat, dürfte zwei Songs kennen: „Invoke The Curse“ stammt vom 2011er-Demo und „Toolshed Therapy“ vom ersten Album. Dazu gibt es das kurze, aber knackige Lividity Cover „Feasting On Mankind„, das sich in unter einer Minute sehr homogen zwischen die eigenen Tracks einfügt.

Garniert wird die EP wieder mit einem richtig coolen Artwork, das auch im typischen mitte 90er-Style ist. Immolation, Vital Remains, Vader, Bla und Blupp lassen grüßen. Diesmal umgesetzt vom Maggot Meister (allthingsrotten.com). Das rundet das Gesamtbild sehr stimmig ab.

Fans von direktem und abwechslungsreichen Death Metal amerikanischer Schule dürfen gerne in den Bandcamp-Stream reinhören. Bei Gefallen gibt es die CD über GodEater Records.

Infos:
GodEater Records – 2015
CD-EP – 5 Lieder / 18:19 Min.

https://www.facebook.com/KalopsiaMetal
https://kalopsia.bandcamp.com/

https://www.facebook.com/GodEaterRec