Fatal Underground # 43

 

Fatal Underground - Issue 43Leo holt ein weiteres Mal zum metallischen Rundumschlag aus und haut mittlerweile seine 43. Ausgabe heraus, Respekt! In der momentan aktuellen Ausgabe gibt’s ne ganze Menge an gutem und unterhaltsamem Lesestoff.

Los geht’s mit einem sehr ausführlichen Gespräch mit Mr. Deichkot (Eastfrisean Terror, u.a.), der scheinbar auch nachts im Schlaf arbeitet, denn die Liste, wo er überall seine Finger mit im Spiel hat, ist wirklich verdammt lang und wahrlich beeindruckend. Das Interview besticht durch interessant gestellte Fragen und einen sehr umgänglichen und aussagekräftigen, netten Ostfriesen, der im Metal regelrecht aufgeht. So soll’s sein.

Weiter geht es dann mit der Rostocker Grindcore-Institution von Entrails Massacre, coole Typen, geile Musik und dementsprechend fällt auch das Interview gut aus, da es eine ganze Menge zu erzählen gab. Zwischendurch gibt’s auch mal ein Interview, was nicht so der Knaller ist, wie zum Beispiel mit den Schwachmaten von Libido Airbag. Okay, die Band hat mich bisher nie gereizt, und diese ganze Pornomucke meets Techno-/Elektrogeblubber ist eh nur was für Typen, die sich nicht trauen, einen Porno auszuleihen.

Des Weiteren finden sich noch Befragungen mit Bloody Invasion, Acromatopsy, December Noir, dann ein sehr geiles Frage-Antwort-Spiel mit den Norddeutschen Devastator, Obsidian Gate und den Österreichern Brewed & Canned. Den absoluten Fehltritt gibt es dann mit Madre Coca, nach langem (leider) wieder mal ein totaler Ausfall in allen Belangen: extrem nervige, vollkommen dämliche, beknackte Fragen, von so ner (Gastschreiber-)Type, der sich besonders „true“ findet, und die Band macht es ihm nach, bzw. übertrumpft das Ganze noch. Mann, der Schlachter hat ja in der Vergangenheit schon viel Bockmist gebaut, aber das, was diese Hohldübel von Madre Coca an geistigem Dünnschiss labern, ist echt übel. Die Jungs scheinen aufgrund ihrer geistreichen Antworten eine recht lange Dürreperiode im Hirn zu haben. Leo, du kennst meine Meinung dazu, so ein Müll sollte durchs Raster fallen und definitiv draußen bleiben.

Bis auf diesen blöden Patzer gefällt mir diese Ausgabe dennoch wieder echt gut. Neben zahlreichen Fanzine-Reviews gibt’s natürlich noch zwei Festivalberichte vom Grind The Nazi Scum und Raging Death Date. Auch dieses Mal gibt wieder ein separates Reviewheft, aber ich finde, von dieser Idee sollte Leo dann doch wieder weg, da es im Nachhinein gesehen echt nervt, wenn man zum Reviewlesen jedes Mal zum anderen Heft greifen muss. Hat natürlich wieder den Vorteil, dass das eigentliche Heft mit den Interviews besser zu durchblättern ist. Und hey, es gibt endlich(!!) Seitenzahlen, Zeit wurde es ja bei diesem Seitenumfang.

Also, wer sich im Underground zu Hause fühlt und DIY nicht nur für drei beliebige Buchstaben hält, der sollte sich schleunigst an Leo wenden und sich diese Ausgabe zulegen. Also, bestellt den heißen Shit via: fatalunderground_leo@freenet.de oder geht auf seine Homepage (www.fatal-underground.de), wo es nebenbei auch eine ganze Menge an Infos und Neuigkeiten aus der Szene zu lesen gibt. Knacken lassen.

Infos:
– 74 A5 pages written in german and s./w. copy layout.
– ~100 Reviews
– 2,20 Euro(Germany),4,50 Euro (Europe) , 6 Euro (World)
Mario Klein (Leo), Zerbster Str.23 Dessau 06844, Germany
fatalunderground_leo@freenet.de
http://www.fatal-underground.de/

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