Legio Occulta – The Cross Turned Upside Down


Legio Occulta - The Cross Turned Upside DownMorbid Angelo war 2011 absolut nicht ausgelastet. Neben seiner Tätigkeit bei den ambitionierten Entrails und den aktuell eher faulen Birdflesh, hat er locker noch mal ein eigenes Solo Projekt gegründet: LEGIO OCCULTA. Das erste Demo „Slime Crawler kam umgehend via Weed Hunter Records heraus. Doch noch im gleichen Jahr folgte das zweite Demo „The Cross Turned Upside Down“. Ursprünglich selber auf Kassetten überspielt, war das Teil schnell ausverkauft. Im September 2014 hat Hannes von Weed Hunter Records sich dann abermals in die Pflicht genommen, und das Teil noch mal neu rausgebracht. Wieder als Tape, aber professionell. Gelbe, rot bedruckte MC mit „pro-done“ J-Card mit einem Flap. Und als Zugabe, gibt es noch den Bonus-Song „The Head That Wasn’t There„. Insgesamt knapp 20 Minuten Musik für mehr als faire 4 Euro. Nun muss der geneigte Fan aber schnell zuschlagen, denn das Gerät macht richtig Spaß und ist noch besser als „Slime Crawler„!

The Cross Turned Upside Down“ klingt einfach etwas durchdachter und abwechslungsreicher. Alleine der Titeltrack und Opener knallt voll rein: Fetziges Riff, dicker D-Beat, fies verhallte Vokills und dann plötzlich ein schön schleimiger Autopsy-Doom-Part. Bämm! Mit etwas mehr Thrash von alten Destruction/Kreator geht „Purgatory Overdose“ dann tanzbar weiter.
Born Rotten, Dead At Last“ ist die logische Fortsetzung von „Dead“ aus dem vorigen Demo. Schwer, langsam, schleppend ist es eine hypnotische Doom-Nummer. Dafür ist der Gesang hier auch richtig abartig. Neben dem Interlude „Witchhunt“ wohl der Track, der etwas außerhalb steht. Denn „Deny The Christ“ oder „Evil Night Of An Evil Death“ poltern und scheppern wieder richtig drauf los. Ranzig, roh. D-Beat und Neanderthal-Rock.

Der Bonus „The Head That Wasn’t There“ hat einen merklich anderen Sound und klingt mehr nach Proberaum.Wieder etwas mehr Autopsy und ein klein wenig Psychedelik im eröffnenden Lead. Alleine durch das Klangbild definitiv Low-Fi Audio-Terror, aber nicht minder Groovy als das andere Material. Naja, vielleicht ein klein wenig schleppender und mit mehr Elementen, die bereits „Born Rotten, Dead At Last“ angedeutet hat. Aber dadurch natürlich keineswegs schlechter als der Rest!

Infos:
Weed Hunter Records – 2014
Tape – 8 Lieder / 19:13 Min.

https://myspace.com/legioocculta
http://weed-hunter-records.blogspot.de/