Roadkill XIII – Triskaidekaphobia


Roadkill XIII - Triskaidekaphobia

Triskaidekaphobia“ – ein kleiner Zungenbrecher, der die abergläubische Angst vor der Zahl 13 beschreibt. Ein schicker und passender Titel für das zweite Album von ROADKILL XIII. Das Konzept wird wunderschön durch das Artwork der Scheibe abgerundet; auch hier findet sich die römische 13 prominent in Szene gesetzt. Auf den ersten Blick wirkt das Gesamtbild stimmig und sehr durchdacht.

Auch die 8 Lieder auf „Triskaidekaphobia“ sind an sich stimmig. Geradliniger Death/Thrash, der allerdings mehr Betonung auf dem Thrash denn Death pflegt. Gerade die geradlinigen Gitarren und das Uptempo-Drumming tragen maßgeblich zu diesem Eindruck bei; das Tempo ist meist leicht angehoben, spielt aber auch schon mal im stampfenden Midtempo. Richtige Ausbrüche in Hochgeschwindigkeit gibt es nicht. Gleichsam sind es nur kurze Momente, wo ROADKILL XIII mal schleppend langsam wird.

Dadurch ermüdet das Album allerdings auch sehr schnell. Zusätzlich zu dem recht gleichförmigen Songs, fehlt es auch an richtig hervorstechenden Ideen. Im Gegenteil, ohne die paar Rhythmuswechsel gegen Ende, wäre „Quintessence Of Fire“ sogar richtig monoton! Da helfen auch der Mitsing-Refrain aus “ Swarm Of Rats“ oder der Rock-Appeal im doch recht fassettenreichen „Exitus Letalis Yersinia Pestis“ nicht viel. Ja, ich muss dem Song schon zugestehen, dass hier viele Ideen rausgehauen werden: Samples mit Chorgesängen über schwerem Riffing, drückendes Downtempo, knatternde Doublebass-Walzen und besagter Rock’n Roll, Death’n Roll, was auch immer. Dennoch sind die fast 10 Minuten genau so langweilig, wie das gesichtslose „Downfall“ zuvor. Es klingt als Gesamtpaket zu sehr nach diesem Proto-Death/Thrash. Lediglich „Inferno“ zeigt sich etwas verspielter, melodischer und kompositorisch aufgeschlossener als die restlichen 34 Minuten zuvor.

Wer Solicitude und Scornage mag, darf gerne mal „Triskaidekaphobia“ antesten. Am schnellsten geht das über den Bandcamp-Player von Satanath Records. Allerdings steht da nur „Inferno“ zum Anhören bereit. Sicherlich der beste Track der Scheibe, wenngleich aber auch nicht der repräsentativste. Bei Gefallen gibt es dann die CD hierzulande über Rebirth The Metal Productions.

Infos:
Rebirth The Metal Productions / Sathanath Records – 2014
CD – 8 Lieder / 37:20 Min.

https://www.facebook.com/Roadkill13

https://www.facebook.com/rebirththemetalproductions
http://www.rebirththemetal.de.vu/

https://satanath.bandcamp.com
https://www.facebook.com/satanath666