Ordo Inferus – Invictus Et Aeternus


Ordo Inferus - Invictus Et AeternusEigentlich ist es verwunderlich, dass man nicht mehr über ORDO INFERUS hört! Alleine auf Grund der Musiker dahinter, sollte das mediale Interesse immens sein. Aktuelle und ehemalige Mitglieder von u.a. Dismember, Niefelheim, Necrophobic, Black Trip, Godhate/Throneaeon, Malfeitor oder Carbonized haben sich hier zusammengefunden. Und für die zuvor veröffentlichte EP „Damnati„, die der Kollege Rayk bereits ordentlich abgefeiert hat, war sogar noch Daryl Kahan von Disma, Funebrarum oder Assücks dabei. Wohoo! Imposantes Name-Dropping! Und auch musikalisch sollte „Invictus Et Aeternus“ genau den Zahn der Zeit treffen und gerade die Fans von Deserted Fear regelrecht umhauen!

Prinzipiell schlägt dieses Debüt nämlich in eine ähnliche Kerbe, wie „Kingdom Of Worms“ oder „My Empire„. Nur noch eine Nummer dreckiger und mit mehr deftigen Kanten. Dabei aber auch gleichzeitig unglaublich erhaben. Ja, fast majestätisch! Dazu enorme Kraft und richtig geile, Morbid Angel-mäßige Soli und „Invictus Et Aeternus“ läuft verdammt gut rein, hat sogar ein paar richtige Hits. Die 50 Minuten Spieldauer sind dennoch ein wenig zu lang. Etwas Straffung hätte genau so gut getan, wie ein paar mehr herausragende, eigene Ideen.

Doch funktioniert dieser Tribut an den Death Metal der 1990er eigentlich ganz gut. Deutlich im europäischem Sound zwischen England und Polen, rollen die Grooves massiv wie Bolt Thrower. Die schnelleren Passagen klingen, genau wie der Gesang, sehr nach Vader oder dem deutschen Gegenstück Purgatory. Dazu einige Riffs, die gelegentlich dezent nach Carcass, Benediction oder eben Bolt Thrower klingen. Und aufgelockert wird das Ganze durch mehr oder weniger dezent eingesetzte Keyboards. In Intro/Outro/Interlude natürlich als synthetisches Orchester im Vordergrund, in den Songs selber oft nur als getragene Klangteppiche eingesetzt. Doch das verleiht „Decimato“ eine angenehm böse Atmosphäre.

Am Ende findet sich kein schlechter Song auf „Invictus Et Aeternus„. Jede Nummer ist überdurchschnittlich gut. Der dicke Panzer, der in „Io Saturnalia“ mit 160 Sachen übers Schlachtfeld brettert, das furiose Geschnetzel in „Damnati„, das griffige „Rhea Ilia“ oder der Deserted Fear-Killler „Daemoniatus“ sind sogar richtige Hits.
Wenn das Album nun etwas gestraffter wäre, und ORDO INFERUS noch etwas mehr herausragende Eigenständigkeit hätten, wäre dieses Debütalbum ein richtiges Meisterwerk. Doch auch im aktuellen Zustand sollte „Invictus Et Aeternus“ eigentlich für mehr aufsehen in der Szene sorgen. Volle Empfehlung!

Infos:
Doomentia Records – 2014
CD – 12 Lieder / 48:22 Min.

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https://doomentiarecords.bandcamp.com/album/invictus-et-aeternus
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