Lifeless – mehr als nur gegen Religion und Kirche


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Eine ganze Zeit lang hat es die Schwemme der modernen Brutal Death Metal oder Deathcore Bands geschafft, mein Interesse an neuem Todesstoff auf ein Minimum zu reduzieren. Seit ein paar Jahren gibt’s aber zum Glück wieder eine Menge Bands, die dem traditionellen Death Metal Sound frönen, ohne dabei auch nur ansatzweise angestaubt zu klingen. Auch die deutsche Szene kann derzeit mit wirklich guten Bands auftrumpfen. Dazu gehören auch LIFELESS, die mit „Godconstruct einen richtig coolen Old School Hammer abgeliefert haben. Die Scheibe ist nicht nur musikalisch ein Brett, sondern auch die Texte werfen Fragen auf, über die es sich nachzudenken lohnt. Grund genug für eine Fragerunde mit Sänger und Gitarrist Marc.

 


Die alte Death Metal Schule ist ja aktuell wieder sehr angesagt. Was mir bei euch gefällt, ist, dass ihr nicht nur stur die alten Klassiker kopiert. Ich denke, Lifeless haben im Gegensatz zu vielen eher mittelmäßigen Bands durchaus ihren eigenen Sound mit einem gewissen Wiedererkennungswert. Wie schafft ihr es, authentisch nach alter Schule, aber nicht wie ein billiger Abklatsch zu klingen?

Nun, unser Ziel war von Anfang an, traditionellen DM zu spielen, ohne uns dabei auf einen ganz bestimmten Stil oder womöglich eine bestimmte Band als Einfluss festzulegen. Natürlich kann man – oberflächlich betrachtet – sagen, dass wir einfach nur schwedischen DM spielen, aber das stimmt nur bedingt. Wir nutzen zwar den HM2 Verzerrer von Boss, der ja verantwortlich für den typischen Schwedensound ist, aber wenn man sich die Mühe macht und unsere Songs intensiv hört, wird man feststellen, dass wir alle möglichen Einflüsse aus den 90ern verwursten. Wir limitieren uns in dieser Hinsicht nicht und vermischen amerikanische, englische und schwedische Riffs miteinander. Ich denke, das macht unseren Sound aus. Auch produktionstechnisch gehen wir unseren eigenen Weg und folgen nicht auf ausgelatschten Pfaden. Irgendwie klingt es dadurch zwar old school, aber auf gewisse Art doch authentisch.

lifeless_promo1._300Ich finde, im Vergleich zu eurem Debüt habt ihr bei „Godconstruct“ noch mal ordentlich am Songwriting gefeilt. „Beyond The Threshold Of Death“ klang zwar schon schön old schoolig, aber irgendwie fehlten noch die richtig guten Lieder. Was hat sich aus deiner Sicht verändert? Seid ihr bei „Godconstruct“ anders ans Komponieren rangegangen? Oder war das eher ein Reifeprozess, der sich quasi nebenbei ergeben hat?

Ach, ich denke, das ist ein Reifeprozess. Wir denken gar nicht sooo viel über das Songwriting nach. Es kommt, wie es kommt. Riffs fließen zusammen, jeder trägt seinen Teil zum Song bei und am Ende hast du ein Resultat, mit dem alle zufrieden sind. Wie die Leute es dann am Ende aufnehmen, kann man natürlich selber nicht abschätzen, aber wir hatten schon das Gefühl, mit „Godconstruct“ ein starkes Album in der Hand zu haben. Dass die Szene das dann genau so sah, hat uns natürlich sehr gefreut :)

 

Marc, du bist auch schon länger in der Death Metal Szene unterwegs und hast vor Lifeless wohl schon in ein paar anderen Bands gespielt. Warst du seit den 90ern durchweg aktiv, oder gab’s auch mal eine Pause?

Nun, ich höre seit Ende der 80er Metal und hatte 95 meine erste Band. Das ging damals aber eher in eine Gothic-Death-Ecke, wie Paradise Lost, My Dying Bride etc. Danach folgte eine Melodic-Death-Band im Stile von Gates Of Ishtar, In Flames, At The Gates etc. Da hat übrigens auch der Torsten von December Flower/Sulphur Aeon eine Zeit lang mitgespielt. Du siehst, man kennt sich teilweise schon lange ;)
Dann war ich frustriert, weil man u.a. wegen der fehlenden Motivation anderer Leute nie wirklich was erreichte und hab dann erstmal meine Klampfe weggelegt und vier (!) Jahre nicht mehr angefasst. Tja, und dann hatte ich plötzlich wieder Bock und hab mir gesagt, diesmal machst du das, was dich am meisten bewegt hat in deiner Jugend: Death Metal im Stile der 90er! Das war 2004 – der Grundstein für Lifeless war gelegt… :)

 

Wie kam’s dann zur Gründung von Lifeless? Warum hattet ihr wieder Bock auf traditionellen Todesstoff? War zu dem Zeitpunkt eigentlich schon abzusehen, dass auch in der Szene wieder ein gewisses Interesse am old school Sound auflebt?

Wie gesagt, ich hatte irgendwie wieder Bock zu rocken. Ich hab mich meiner alten Helden besinnt und dachte: come on, versuch es nochmal … gute Entscheidung im Rückblick ;)
Zu dem Zeitpunkt war für mich der jetzige Trend in keiner Weise absehbar. Es gab zwar vereinzelte Bands, die auch wieder old school Zeug machten, aber dass es sich in diesem Maße entwickeln würde, hätte ich damals nicht gedacht. Es hat bei uns ja auch noch bis 2006 gedauert, bis man wirklich von einer Band sprechen konnte. Deshalb datieren wir die Lifeless-Gründung auch offiziell auf 2006, obwohl es eigentlich schon 2004 losging.

 

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Texte spielen für mich im Death Metal meist eine eher untergeordnete Rolle. Viele Bands servieren ihren Hörern ohnehin nur irgendwelche Gemetzelgeschichten, so dass sich eine nähere Auseinandersetzung mit den Texten kaum lohnt. Umso mehr freut man sich über Ausnahmen: Ihr habt euch bei „Godconstruct“ durchaus eure Gedanken gemacht und schon fast so was wie ein Konzeptalbum geschrieben. Wie wichtig sind dir durchdachte Texte?

Mir persönlich sind die Texte sehr wichtig, denn ich sehe Kunst auch in einer gewissen sozialen Verantwortung. Ein Text über Zombies ist genauso sinnvoll wie ein Ballermann-Schlager. Versteh‘ mich nicht falsch – jeder, wie er meint. Geschmäcker sind ja verschieden und alles hat seine Berechtigung. Aber für Lifeless habe ich da eine andere Vision.

 

Der Gedanke, dass unsere vermeintliche Wirklichkeit eine Illusion ist, lässt erst mal an die „Matrix“-Filme denken, zumal der Begriff Matrix auch in dem ein oder anderen Interview fiel. Hast du dich beim Texten auch von den Filmen inspirieren lassen?

Der erste Matrix Film ist einer der realistischsten Filme überhaupt. Natürlich ist die Story in eine Hollywood taugliche Action-Geschichte verpackt, aber die grundsätzliche Aussage der Story ist absolut korrekt und real. Genau so funktioniert unsere Welt! Natürlich sind wir nicht durch Schläuche an Maschinen angeschlossen, aber unser Bewusstsein ist in einer Illusion versklavt. Und das ist es, worum es immer, zu jedem Zeitpunkt, an jedem Ort auf dem Globus geht: der Krieg um unsere Köpfe, um unser Bewusstsein. Geld, Ressourcen, Aufbau und Aufrechterhaltung der unterschiedlichsten Ängste usw. sind eigentlich nur Mittel zum Zweck. Wir sind alle hypnotisiert, programmiert und indoktriniert. Zeit, mal langsam aus diesem Albtraum aufzuwachen ;)

 

Neben der Matrix-Geschichte könnte man aber auch ganz einfach an unser weniger spektakuläres Alltagsleben denken: Seien es Politik, organisierte Religionen, Medien oder Großkonzerne – die Mächtigen der Welt bemühen sich erfolgreich, den Massen ihre Version der Wahrheit aufzudrängen. Bist du ein Anhänger von groß angelegten Verschwörungstheorien, oder liegt dir eher etwas daran, die kleinen Täuschungen zu entdecken und zu entlarven, denen man ständig ausgesetzt ist?

Es gibt definitiv eine globale Verschwörung, die über nationale Grenzen hinaus das Weltgeschehen zu ihrem Zweck in eine bestimmte Richtung lenkt. Daran besteht für mich – nach Jahren der Recherche auf diesem Gebiet, aus unterschiedlichsten Blickwinkeln heraus – gar kein Zweifel! Ich bin nicht der, der mit erhobenem Zeigefinger herumläuft und anderen seine eigenen Erkenntnisse als die absolute Wahrheit verkaufen will. Ich habe keine allgemein gültigen Antworten, aber ich freue mich, wenn ich Fragen in den Köpfen der Leute aufwerfe und diese dann anfangen, sich selber Antworten zu suchen. Ich möchte da jeden ermutigen, dahingehend selber Infos zu sammeln und sich darüber eine Meinung zu bilden. Der Begriff „Verschwörungstheorie“ hat nach dem 11. September in der Öffentlichkeit sehr gelitten. Was im Mittelalter der Ketzer war, ist heute der Verschwörungstheoretiker, der direkt einen mit der Antisemitismus-Keule um die Ohren bekommt, wenn er sich öffentlich in so eine Richtung äußert. Ich kann nur jedem raten, sich davon nicht abschrecken zu lassen und sich eine eigene Meinung zu bilden und dazu auch zu stehen. Diese Welt ist nicht was sie scheint zu sein und eine Version einer Geschichte ist nicht gleich die korrekte, nur weil sie die offizielle ist. Immer skeptisch und kritisch bleiben…

 

Mit dem Titel „Godconstruct“ habt ihr gerade den Aspekt des Konzepts in den Vordergrund gerückt, der doch ganz gut ins klassische Death Metal Schema passt, nämlich die Kritik an Kirche und Religion. Einem oberflächlichen Betrachter dürfte es erst mal gar nicht auffallen, dass sich hinter „Godconstruct“ mehr verbirgt. Wolltet ihr die traditionellen Death Metal Hörer nicht verprellen, oder warum habt ihr euch so entschieden? Man hätte ja z.B. auch einen weitaus sozialkritischeren Titel mit entsprechendem Cover wählen können, wie man es etwa aus dem Grindcore kennt.

Naja, es muss schon alles zusammen passen, finde ich. Man kann solche Themen auch in ein DM Gewand packen, wie man sieht. Ich persönlich finde den Gesamtrahmen wichtig. Es soll schon auch nach DM aussehen. Die Thematik in „Godconstruct“ allerdings ist ein wichtiger Teil des Puzzles und nicht dem DM Schema geschuldet. Religion ist Politik! Und sie spielt meiner Meinung nach sogar eine Schlüsselrolle innerhalb der globalen Verschwörung…

 

Worum geht es dir überhaupt beim Texten? Möchtest du in erster Linie deinen Frust über gewisse Missstände loswerden, oder hast du auch die Hoffnung, ein paar eurer Hörer zum Nachdenken anregen zu können?

Ich schreibe über die Dinge, die mich interessieren. Und wie gesagt, ich denke, Kunst hat auch eine soziale Verantwortung. Wenn sich also einer oder mehrere Leute durch meine Texte inspiriert fühlen ihr Weltbild zu überdenken und selber nachzuforschen, dann hab ich viel erreicht :)

 

Lifeless - Beyond The Threshold Of Death„Sworn To Death“ fällt mit seinem Text ein bisschen aus dem Rahmen: Der Song ist sowas wie eine Hymne an den Death Metal und der Text quasi eine Kollage aus liebevoll zusammengeklauten Zitaten und Anspielungen an die Szeneklassiker. Wie kamt ihr auf die Idee?

Nun, wir hatten auf dem ersten Album mit „Under The Sign Of The Iron Cross“ schon einen Song, der in so eine Richtung ging. Ich hatte die Idee, das auf „Godconstruct“ nochmal zu intensivieren und da „Sworn To Death“ ein echter Old School Stampfer ist, passte es wie die Faust aufs Auge, den Text hierfür zu schreiben. Und die gesangliche Beteiligung von Sven Gross (Fleshcrawl) setzt dem ganzen natürlich noch die Death Metal Krone auf.

 

Der deutsche Death Metal Underground hat derzeit eine Menge interessante Bands zu bieten. Was sind deine persönlichen Geheimtipps?

Stimmt, die deutsche Szene ist sehr stark im Moment. Anchecken sollte man auf jeden Fall Suffocated Art, Selfdevoured, Diabolical Imperium, Reckless Manslaughter… und viele mehr (sorry an alle, die mir jetzt nicht einfielen ;)

 

Ich habe den Eindruck, dass die Szene (gerade im Underground) ganz gut zusammenhält, also, dass es eher ein Miteinander ist als ein Gegeneinander. Siehst du das auch so, oder gibt’s vereinzelt auch Konkurrenzdenken?

Die Szene ist gut vernetzt, man spielt oft Gigs zusammen und tauscht sich aus. Mich erinnert die aktuelle deutsche Szene oft irgendwie an die schwedische Anfang der 90er. Konkurrenzdenken mag es beim einen oder anderen geben, aber für uns ist das kein Thema. Wir sind einfach Fans, die selber Mucke machen. Wir bestehen auch nicht auf irgendeinen Status und auf Sachen wie Headliner-Positionen, oder sowas. Wir wollen einfach Spaß haben und freuen uns Teil der Szene zu sein.

 

Wenn man an die „guten alten Zeiten“ zurückdenkt, so hat sich in punkto Kommunikation einiges geändert, was auch an der Metalszene alles andere als spurlos vorbeiging. Dass man heute als Band mit kopierten Flyern nicht mehr sehr weit kommt, dürfte klar sein, und es ist ja auch sinnvoll, die Möglichkeiten des Internets zu nutzen. Eine Sache, die ich allerdings nach wie vor skeptisch sehe, ist dieser ganze Facebook-Zirkus. Wie siehst du das: einfach ein praktisches Kommunikationsmittel oder doch eher notwendiges Übel? Spielt man hier nicht auch leichtgläubig denjenigen in die Hände, denen man persönliche Informationen freiwillig in den Rachen wirft? Wissen ist Macht…

Naja, die Dinge ändern sich eben und neue technische Entwicklungen bieten eben auch neue Möglichkeiten. Sowohl in negativer als auch in positiver Weise. In Sachen Band ist sowas wie FB einfach ein Gewinn, weil man viele Leute erreicht und sich super vernetzen kann. Allerdings sollte man gut überlegen, welche Informationen man preisgibt und welche nicht. Da fehlt es vielen, gerade jüngeren Menschen an der nötigen Weitsicht.

 

In Deutschland dürftet ihr spätestens nach der Veröffentlichung von „Godconstruct“ keine Unbekannten mehr sein. Aber wie sieht’s eigentlich international aus? Bekommt ihr auch Konzertanfragen aus den Nachbarländern? Und wie verkauft sich eure Scheibe im Ausland?

Über die Verkäufe kann ich nix sagen, aber auf dem Livesektor ist noch einiges an Raum nach oben. Bis jetzt haben wir außerhalb Deutschlands nur in den Niederlanden gespielt. Demnächst steht Österreich an. Hoffentlich kommen da noch einige Länder in naher Zukunft dazu…

 

Ich habe euch bisher zweimal live gesehen und war ziemlich beeindruckt von der Energie, die ihr auf der Bühne rüberbringt. Wie wichtig sind euch Konzerte, und wie regelmäßig seid ihr in der letzten Zeit live aufgetreten? Hattet ihr eigentlich auch schon die Möglichkeit, eine kleine Tour zu machen, oder waren es eher Einzelgigs?

SLifeless - Chapel Of Disease - Chapel Of A Lifeless Cultchön, dass dir unsere Shows gefallen haben. Wir spielen sehr gerne live und sehen uns eher selber als Fans, die für Fans spielen. Wir stehen halt auf die „klassische“ Show. Vier Metalheads entern die Bühne und rocken einfach zusammen mit dem Publikum ab. Wir stehen nicht auf einstudierte Abläufe, Kleidungsabstimmungen und Choreografien, wie es ja einige modernere Bands machen. Und noch schlimmer sind Bands, die wie starr auf der Bühne stehen und sich keinen Zentimeter vom Fleck bewegen, damit sie bloß alles perfekt spielen. Also, wir nehmen Unsauberkeiten und Verspieler gerne in Kauf zu Gunsten einer rockenden Show. Live muss es abgehen…
Bisher haben wir eine Minitour (drei Tage) mit Chapel Of Disease und Deserted Fear gespielt. Ansonsten Einzelgigs, wobei wir oft das Glück hatten, dass einige Dates so zusammen passten, dass es eine Art Wochenendtour mit zwei Gigs wurde. Wir spielen aber sehr regelmäßig und haben im Schnitt so einen Gig im Monat.

 

Marc, du bist auch für das gesamte Artwork von „Godconstruct“ verantwortlich. Das Covermotiv finde ich ganz cool, allerdings sieht die Umsetzung für meinen Geschmack doch ein bisschen zu sehr nach Computergrafik aus, um perfekt zu eurem old school Sound zu passen. Hätte da nicht was klassisch Handgemachtes besser harmoniert?

Nun, ich arbeite zwar digital, aber das Cover ist durchaus komplett handgemalt. Viele Künstler arbeiten heute digital, weil es einfach den Arbeitsprozess vereinfacht und einige Vorteile bietet.

 

Du hast nicht nur euer eigenes Coverartwork gestaltet, sondern bietest deine Dienste mit ArtWars Mediadesign auch anderen Bands an. Für wen hast du bisher schon gearbeitet, und gibt es ein Cover, auf das du besonders stolz bist?

Stimmt, ich mache das jetzt seit ein paar Jahren freiberuflich. Wobei sich das nicht auf Coverdesigns beschränkt. Ich biete da sämtliche grafischen Dienstleistungen an. Layout, Merchdesign, Logodesign, Cover-Artwork, Webgrafiken etc.
Ich hab schon für Bands wie Master, Kreator, Mystic Prophecy, Protector, Fates Warning, Running Wild, Exumer etc. gearbeitet. Um mal ein paar bekanntere zu nennen. Natürlich auch diverse Underground Bands. Und so ziemlich jedes Layout von Veröffentlichungen auf FDA Rekotz ist von mir…

Ich bin nicht unbedingt auf ein bestimmtes Cover stolz, aber es freut mich wirklich sehr, dass sich Paul Speckmann für das aktuelle Master Album „The Witch Hunt“ für eines meiner Werke entschieden hat. Master habe ich schon als Kiddy gehört. Somit eine besondere Ehre.

 

Wenn ich richtig informiert bin, machst du ArtWars hauptberuflich, oder? Könnte man sagen, dass du sozusagen deine Brötchen tatsächlich in der Metalszene verdienen kannst? Für viele dürfte das ein unerreichbares Ideal sein. Konntest du dir damit einen Traum verwirklichen, oder bringt es auch Nachteile mit sich, wenn sich Hobby und Beruf so vermischen?

Ja, ich mache das hauptberuflich und überwiegend in der Metalszene. Wobei das große Geld in dieser leider nicht fließt. Es sind also kleine Brötchen, die man da backt ;) Aber es macht natürlich Spaß, klar. Und man kann gut die Kontakte, die man mit der Band knüpft, grafisch nutzen. Und umgekehrt…

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Inzwischen arbeitet ihr wieder an neuem Material. Für „Godconstruct“ hattet ihr euch ja sehr viel Zeit genommen. Ist schon absehbar, wie lang es dauern wird, bis das nächste Album fertig wird?

Natürlich soll es diesmal nicht wieder so lange dauern. Allerdings sind wir nicht gerade die schnellsten Songwriter und es soll am Ende ja auch alles super sein und kein Schnellschuss. Das dritte Album ist für Herbst 2015 geplant. Vorher wird es aber auch noch ein paar neue Töne zu hören geben. Lasst euch überraschen :)

 

Kannst du etwas mehr über das neue Material verraten? Gibt es schon fertige Lieder und spielt ihr die vielleicht auch schon live?

Es gibt schon einige Stücke, die vom Grundgerüst her weitestgehend stehen und gerade ausgearbeitet werden. Bis davon was im Liveset auftaucht wird aber noch etwas dauern. Auf jeden Fall bleibt es schön old school und alle, die „Godconstruct“ mögen, werden auch vom neuen Material nicht enttäuscht sein.

 

Genug gefragt – die letzten Worte gehören dir! Vielen Dank an dieser Stelle für das Interview…

Wir danken dir für dieses Interview und deinen Support! Und natürlich allen Sickos da draußen, die wie wir auf Death Metal stehen und uns in den letzten Jahren unterstützt haben… Prost!!! :)

 


(Das Interview gibt’s auch in gedruckter Form in der 25. Ausgabe des Streetcleaner Fanzines zu lesen. Infos dazu auf www.adnoctum.de)

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