Four Formidable Forms – 4way Split


Four Formidable Forms - 4way SplitSlam Death Metal ist ein Mikrokosmos für sich. Von Traditionalisten verhasst, erfreut sich die Stilistik dennoch international einer aktiven Szene. So vereint Rebirth The Metal nun zwei Bands aus den USA mit zwei Bands aus Asien; eine davon mit Unterstützung aus dem Ural.

Den Anfang machen PARASITIC EJACULATION aus Santa Cruz. Zwei Songs mit typischem analfixiertem Sexismus, in prototypischer Devourment-Art wiedergegeben. Derweil „Anal Incest“ teilweise etwas zerstückelt ist, und dadurch auch an Groove verliert, ruft „Hematogenic Masturbation“ brav zum Circlepit auf. Eine solide Eröffnung.

TRAUMATOMY, mit Menschen aus Japan und dem Ural, hinterlassen hingegen keine Gefangenen! Menschenskinder, lange habe ich nicht mehr eine so brachiale Mischung aus Devourment, Infected Malignity, Cytotoxin und frühen Despondency gehört. Stumpf, aber unglaublich druckvoll, voller Energie! In den beiden Songs gibt es immer wieder überraschende Breaks und wirklich tonnenschwere Slowdowns! Diese zwei Lieder alleine machen „Four Formidable Forms“ lohnenswert!

An diese geballte Gewalt können INTESTINAL ALIEN REFLUX nicht anknüpfen. Ja, die knapp gehaltenen Lieder der Band aus Michigan wirken insgesamt zwar nett, aber irgendwie fehlt es an konsequenter Durchschlagskraft. Da retten auch Slap-Bass in „Aliengod“ und Hyperblasts in „Eminent Junkies“ nichts. Zumal der Schlagzeuger programmiert ist. Genrefreunde könnten dennoch mit diesem Fastfood kurzweilige Freude haben….

Anders sieht es mit den Taiwanesen von GOREPOT aus. Völlig kaputt werden hier Frognoises, Inhales und sonstige vokalakrobatischen Extrema mit hyperschnellen Blastbeats, Slam-Grooves und sinnlosen Riffs durcheinander gewürfel. Das Ergebnis hat null Groove, reißt null mit und ist als konfuses Songmaterial null interessant. Spätestens mit dem „We Wish You A Merry Christmas„-Cover kommt der Zeitpunkt, wo man GOREPOT entweder für ihren Dadaismus liebt oder eben total in die Tonne kloppt. Ich entscheide mich für letzteres, was ein Schwachsinn….

So könnte „Four Formidable Forms“ ein netter Umblick durch das internationale Treiben im Slam Death sein. Am Ende lohnt aber eher die erste Hälfte der 4-Way Split. Das Teil gibt es auf jeden Fall für den fairen Kurs von €9,99 bei Rebirth The Metal. Szene-Freaks dürfen gerne zuschlagen. Wer mal in den perversen Sumpf reinschnuppern will, durchaus auch. Nur eben mit kleinen Abstrichen.

Infos:
Rebirth The Metal Productions – 2014
14 Lieder / 28:49 Min.

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