Crucifyre – Black Magic Fire

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Crucifyre - Black Magic FireCRUCIFYRE sind nicht sonderlich originell. Ihre Musik irgendwo zwischen 70s Okkult-Rock und 80s Extrem Metal, in einer Schnittmenge aus Thrash, Death und Black Metal der ersten Generation. Ihr Debüt „Infernal Earthly Divine eine furztrockene Ehrerbietung an Venom, Possessed, Black Sabbath, vielleicht noch frühe Death und Slayer. Alles andere als neu, innovativ oder fancy. Im Gegenteil, vielleicht sogar ein wenig altbacken. Aber dennoch hat das Album tierischen Spaß gemacht und war in den letzten vier Jahren sehr häufig auf meinem Plattenteller. Nun kommt endlich der Nachfolger und entsprechend groß war die Vorfreude!

Black Magic Fire“ knüpft größtenteils nahtlos an „Infernal Earthly Divine“ an. Wer bereits zuvor von der schnörkellosen Nostalgie gelangweilt war, wird also auch heuer kein Fan von CRUCIFYRE. Fans des ersten Albums müssen aber leider auch ein paar Abstriche machen…

Zum Großteil knallen die Songs wie gehabt. Schöner Skank-Beat im gehobenen Uptempo, griffige Riffs, die teilweise nur so vor Klischees triefen, ranzige Okkult-Atmosphäre, dass man sich mehr als einmal an schmuddelige Horrorstreifen der 70er erinnert fühlt. „Faces Of Death„, „Anneliese“ oder „Apocalyptic Whore“ sind fetziger Boogie-Woogie, genau in der Machart von „Infernal Earthly Divine„. Gerade der Opener hat sicherlich gleiches Hit-Potential wie „Kiss The Goat„. Mit „Through The Darkness“ kommt sogar noch ein wenig mehr Punkrock ins Spiel, wie Dead Kennedys auf dem Death Metal-Trip. Größter Knaller ist allerdings „Wolf’s Hour„, schnörkelloses Geballer, volle Suppe auf die Fresse!!!

Den Rauswerfer „One And One Is One“ sehe ich persönlich eher als Gimmick. Wo zur Eröffnung bereits mit Frauengesang gespielt wurde, darf nun ein infernalischer Kinderchor den Song einleiten und zum Schluss im Outro schön böse begleiten. Ein Soundtrack-artiger Okkult-Rock/Metal-Song. „We Are Legion“! Wunderschön, wenngleich etwas außerhalb vom Albenkontext.

Soweit alles schön und gut, soweit macht „Black Magic Fire“ viel Spaß. Doch dann kommen leichte Ermüdungserscheinungen. „Funeral Pyre“ hat dicken Black Sabbath-Vibe und kommt als richtige Granate daher. Leider verliert sich der Song in der Länge etwas. Auch „Pentagram Psalms“ ist etwas träge. Sowohl in den Spielzeiten der einzelnen Songs, wie auch der gesamten Platte, hätten CRUCIFYRE etwas straffen können. 42 Minuten, schön und gut. Aber in 32 wäre die Scheibe mehr auf den Punkt gekommen und hätte keinen Grund zum Möppern gegeben.

Infos:
Pulverised Records – 18.08.2014
CD – 10 Lieder / 42:49 Min.

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