Ordo Inferus – Damnati


Ordo Inferus - DamnatiAngestachelt von einem wirklich lobenden Review in einem Mailorder kaufte ich mir dieses Digipack auf dem Raging Death Date Festival, und seitdem läuft diese Death Metal Granate in Dauerrotation. Und das, obwohl die Spielzeit gerade mal knappe 13 Minuten geht.

Mit ORDO INFERUS hat sich das tschechische Label einen wahren Goldbarren geangelt. ORDO INFERUS sind eine internationale Band, denn zum Zeitpunkt, wo diese drei genialen Songs eingezimmert wurden, waren hier drei Schweden und ein Ami am Zuge, die ein Wahnsinns intensives, aber auch qualitatives Geschoss ins Rennen werfen. Wenn man sich die drei Stücke zu Gemüte führt, hört man von der ersten Sekunde an, dass hier Leute am Werk sind, die alle schon Jahre im Geschäft bzw. in der Szene involviert sind, denn die Intensität, die hier entfacht wird, ist einfach der Hammer. Genauso stelle ich mir den alten Schule Death Metal vor.

Mit Tony Freed, der ja bekanntlich bei Godhate das Ruder in der Hand hält, hat man einen sehr ausdruckstarken, markanten Sänger in den Reihen, der mich manchmal etwas an Vader erinnert, nur dass dieser Kollege hier aggressiver, aber auch weitaus abwechslungsreicher unterwegs ist. Der Gesang kommt einfach nur killermäßig rüber, denn hier röhrt jemand, der einfach die perfekte Stimmlage hat, um Death Metal neues Leben einzuhauchen.

Dieses Debüt, was leider nur drei Songs vorzuweisen hat, geht mit zwei eigenen und einem Coversong an den Start, und da Hempa Brynolfsson von Excruciate ebenfalls mit von der Partie ist, gibt man den Song „Sickness Hate“ zum Besten (den einige sicher noch von der Split mit Epitaph kennen werden), und der tötet gleich reihenweise alles weg.

Neben einem starken und kraftvollen Sound ist auch die Produktion echt gelungen, denn hier wurde der Spagat zwischen Undergroundfeeling und enormer Power sehr gut gemeistert. Die Saitenfraktion zeigt einem, was alles für mörderische Riffs machbar sind, die sich regelrecht in deine Gehörgänge hinein fräsen und dort auch mit gutem Grund nicht mehr heraus gehen. Ich will mal behaupten, hier ist nichts dem Zufall überlassen worden, und dennoch sind die Songs zum Glück nicht der einhundertprozentigen Perfektion zum Opfer gefallen, denn das macht ja bekanntermaßen oft mehr kaputt, als dass es was bringt.

Damnati“ ist ein wahrer Juwel im Death Metal Sektor und ich hoffe, dass hier noch mehr kommt als diese drei lumpigen Songs. Wer auf alten Death Metal mit technischem Know-how steht, die ein oder andere morbide Melodie dazu addiert und die Schnauze voll hat von Bands, die immer und immer wieder die schwedischen Szenegrößen nachäffen, der sollte unbedingt nach diesem Teil Ausschau halten, denn hier hörst du auf dem Punkt genau, wie rotziger Death Metal gespielt wird. Sollte in keiner Sammlung fehlen. Wer „Damnati“ noch nicht sein Eigen nennt, dem entgeht hier was. Das Teil gibt’s übrigens auch als 10“ LP.

Infos:
Doomentia Records – 2013
CD / 10″-EP – 3 Lieder / 12:12 min.

https://www.facebook.com/pages/Ordo-Inferus/373896722727651
http://doomentiarecords.bandcamp.com/
http://www.doomentia.com/