HorseBastard – Giraffetermath

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HorseBastard - GiraffetermathZugegeben, der Bandname ist alles andere als originell, aber ich garantiere, die Mucke macht es definitiv wieder wett. HORSEBASTARD ist neben The Drip ein weiterer Geheimtipp in Sachen Grindcore der alten und sehr extremen Schule. Ich muss zugeben, ich hatte bis vor ein paar Wochen selbst noch nie etwas von dieser Truppe aus England gehört. Als ich letztens mal wieder bei Power It Up bestellte, war eben auch diese LP dabei, und ich bin von diesem Grindcore regelrecht besessen, und das, obwohl die Mucke an sich gar nicht sooooo spektakulär anmutet, denn im Grunde genommen gibt’s auch diesen gewissen Stumpffaktor auf der Scheibe. Aber die Typen wissen eben, wie man es macht.

Neben einem extrem schnellen Schlagzeugspiel gibt’s noch wütenden, bellenden Gesang, fieses Gitarrengewichse, reichlich viel ungezügeltes Chaos und einen gewissen Drive in den Songs, was die Scheibe nie nervend werden lässt. HORSEBASTARD halten sich nicht groß mit Unwichtigkeiten auf (wenn man mal die paar blöden Intros außen vor lässt!), sondern spielen genau das, was man eben im hyperaktiven Lärmsektor namens Grindcore hören will, nämlich auf den Punkt genau präzisen Grindcore wie er im Buche steht und vor über 30 Jahren eben genau in England seinen Anfang fand. Wer die Mucke der Jungs hört, wird schnell erkennen, dass sie von alten Hasen wie alten Napalm Death, aber auch von Truppen wie Discordance Axis beeinflusst wurden. Man könnte die Jungs am ehesten beschreiben als eine Mischung aus alten Napalm Death und Rotten Sound, als sie noch cool waren.

Wer auf Blast Beat steht und nichts einzuwenden hat, wenn hier und da ein paar Metal-Riffs um die Ecke kommen, der ist bei den Liverpoolern an der richtigen Adresse. Der Sound ist dem Genre entsprechend, herrlich altbacken, undergroundig, sprich, leicht ranzig noisig, aber immer mit genügend Power. Wie man sieht, der alte Krach namens Grindcore wird Jahr für Jahr von neuen Bands weiter gespielt, und die Tradition dieses Genres wird bestens gepflegt. Was will man mehr? Denn Grindcore ist mehr als nur Lärm und wildes Herumschreien, es braucht auch die richtige Einstellung und dazu die Klasse an extremer Rotzigkeit, DIY und Undergroundfeeling. Beide Daumen nach oben für diesen Bastard. Killer Teil, was Hunger auf mehr macht!

Infos:
Dead Heroes – 2013
10″ LP – 14 Lieder / solangedasteilhaltdauert Minuten.

https://www.facebook.com/HORSEBASTARD
http://horsebastards.bandcamp.com/

http://deadheroeslabel.blogspot.de/