Atavisma – Where Wolves Once Dwelled


Atavisma - Where Wolves Once DwelledTonnenschwer und grabestief. ATAVISMA spielen eine brachiale Interpretation des Doom/Death Metals.Vielleicht noch mit einigen Ecken und Kanten. Aber definitiv mit erkennbarem Potential! Darum wurde das erste Demo der 2013 gegründeten Band bereits zwei Mal neu aufgelegt. Zunächst erschien „Where Wolves Once Dwelled“ digital über die Band selber. Dead Center Productions folgten alsbald für eine CD-Version. Und schlussendlich hat Nihilistic Holocaust noch eine Kassetten-Edition rausgebracht.

In dem jungen Stadium gibt es natürlich noch ein paar kleine Mängel. Der Drumcomputer ist zwar durchweg ordentlich programmiert und fügt sich passend in die Songstrukturen ein. Lediglich in den schnellen Passagen und Blastbeats klingt er etwas zu synthetisch. Doch der Mix im eröffnenden „The Savage One“ ist zu übersteuert und schreckt im ersten Moment ab. Nachfolgend ist das Schlagzeug dann etwas weniger verzerrt; insgesamt klingt der Sound etwas inkonsequent. Durchaus okay für ein erstes Lebenzeichen, aber es erschafft eine hohe Einstiegshürde in „Where Wolves Once Dwelled„.

Auch ist „The Savage One“ nicht der beste Song der Demo. Durchaus gut gemacht und deutet ein paar Qualitäten an. Doch die anderen Lieder wären ein wesentlich besserer Auftakt in die 20 Minuten Spielzeit gewesen. Sicherlich klingen „Forsaken“ oder der Titeltrack gelegentlich etwas nach prototypischen Doom/Death Metals. ATAVISMA mixen dazu aber noch ein paar interessante Elemente. „Nature’s Warfare“ ist dabei der vielleicht geradlinigste und abrupteste Song, hauptsächlich Death Metal ohne Spiel mit dem Tempo. Im Wechsel mit Geschwindigkeiten und Dynamik, ist der Titeltrack die ausgereifteste Nummer.

Manche Riffs erinnern in ihrem Horror-Groove etwas an Hooded Menance, sporadisch klingt die schwedische Buzzsaw-Gitarre nach Entombed. Doch das sind alles nur Momente. Häufiger zeigen sich Parallelen zu Cryptborn – zumindest beim Death Metal Anteil. Tiefe Growls, tiefergestimmte Gitarren und finnische Atmosphäre/Harmonie. Dazu dann halt noch zäher Doom.

Das alles gibt es zum fairen Preis. Die CD kostet über die Band 4 Euro. Auf deren Bandcamp-Profil gibt es auch den Download für 2,50. Für den gleichen Preis bekommt man aber auch bei Nihilistic Holocaust die Kassette mit professionellem J-Card (Single-Flap) und Sticker.

Wer sich selber ein Urteil bilden will, kann das direkt über den Bandcamp-Player tun. Aber unbedingt auch mehrfach anhören! Ich finde, „Where Wolves Once Dwelled“ wächst. Und am Schluss geht der primitive Groove ziemlich in Mark und Bein über. Haltet ein Auge auf die Band, da kommt sicherlich noch ein sehr gutes Album!

Infos:
Nihilistic Holocaust – 2014
Demo-Tape – 4 Lieder / 19:55 Min.

https://www.facebook.com/Atavisma.Band
https://atavisma.bandcamp.com/

http://nihilisticholocaustrecs.bandcamp.com/
http://nihilistic.voila.net/