Repuked – Up from the Sewers


Repuked - Up From The SewersIch kann mich noch gut erinnern, als 2011 das REPUKED-Album „Pervertopia“ als Promo bekam, und während die großen Fachblätter schon von den schwedischen Autopsy schwafelten, konnte ich nur müde lachen und mit den Schultern zucken. „Pervertopia“ hatte zu diesem Zeitpunkt einfach noch zu viele Kinderkrankheiten, als dass man sie gleich mit Chris Reifert und Co. vergleichen konnte. Nur bratziger Sound, von Pisse und Blut getränkte Texte und ekelhafter Gesang machen eben noch lange keine kranke, aber gut gemachte Death Metal Scheibe aus. Als ich vor kurzem von Mr. Hauber ein sehr cooles und vielversprechendes Review über diesen Kotzbrocken namens „Up from the Sewers“ las, blieb mir nichts anderes übrig, als mir die LP zu kaufen, die vor mir in der Plattenkiste am Cudgel Stand darauf wartete, gekauft zu werden.

Der Preis der Platte war schweinehoch, und ich hoffte nur, dass ich auf Haubers Worte zählen kann. Und ob! Hauber sei Dank, dass ich es mit den Schweden noch mal probierte, und was soll ich sagen, REPUKED sind dermaßen stark und unglaublich brutal zurück, dass man von einer enormen Weiterentwicklungen sprechen kann, nein, sogar muss! Vom ersten Takt an denkst du wirklich permanent an Autopsy.

Der Sound ist passend undergroundig und tiefer getunt, aber definitiv nicht schlecht, die Gitarren sind schwer wie Blei und schleifen demnach auch auf dem blutgetränkten Boden. Die Mischung aus wilder, chaotischer Raserei, dann wiederum abrupter Halt, um kriechend alles niederzumähen, ist echt gelungen. Der dreistimmige Gesang aus Kreischen, Brüllen, Fauchen und Wut-Auskotzen wird Chris Reifert Freudentränen bescheren, denn besser kann man es eigentlich nicht machen. Und dennoch sind die vier Stockholmer keine dreisten Abkopierer. Okay, REPUKED mopsen zwar wie die Raben von Impetigo, Autopsy, Abscess und Co. die besten Sachen heraus, finden aber stets ihren eigenen dreckigen Weg, dies mit dem REPUKED Sound zu vermischen, was am Ende einfach nur nach triefendem, stinkendem Death Metal klingt.

Insgesamt gibt es elf Hiebe und Schläge auf die Ohren, die sich sehr angenehm anfühlen, vorausgesetzt, man steht auf brutalen, stumpfen Death Metal. Aber stumpfe Mucke, berstender, ranziger Gesang ist nicht alles, was es hier zu entdecken gibt, denn damit lockt man heute keine Hörer mehr aus der Bude. REPUKED haben gehörig an ihren Songs gefeilt, kommen mit dem ein oder anderen Killer-Riff um die Ecke, was sich echt hören lassen kann.

Und da REPUKED mittlerweile echt cool und verdammt gut in ihrer Sache sind, war es wohl auch nicht schwer, Dopi von Machetazo zu einen Gastauftritt zu bekommen, denn der leiht bei „Porcelain Deathgod“ seine Stimme und rüpelt sich in bester Autopsy-Manier durch den Song. Fettes Teil. Genauso sollte sich Autopsy-beeinflusster Metal anhören. Zu dieser Art von verrottendem Metal gehören natürlich ein paar Intros und wilde Schreie dazu, denn der Klischeeeimer muss ja befüllt werden.

Wer ein Faible für uralte Pungent Stench hat, der hat mit dieser Scheibe einen neuen Sparringspartner gefunden. Jedem, der was auf alten, pissigen Death Metal hält, sei diese schleimige Scheibe ans Herz gelegt. Vergesst diesen ganzen schnarchnasigen Schwachmaten Butal Death Rotz, denn das ist Kinderkacke. REPUKED sind zurück, um euch auf den richtigen Pfad zu bringen. Fazit: Einfach nur Kaufen!! Klar?!

PS: Das Review vom Chris gibt es auch nocht (;

Infos:
Soulseller Records – 02.09.2013
CD/LP – 11 Lieder – 39:06 Min.

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