Barbarian – Faith Extinguisher


Barbarian - Faith ExtinguisherSubgenre? Wo wir hingehen, braucht man keine Subgenre! Black, Thrash, Death, alles neumodischer Mumpitz! Es gibt nur Heavy Metal. Und das ist auch nicht etwa „old school“, sondern „ageless“. Zumindest verstehen BARBARIAN ihren Style so. Ob und wie klassischer Frühachtziger Metal heute noch Salonfähig ist, muss wohl jeder für sich selber entscheiden. Unfraglich ist hingegen die gelungene Mischung aus donnerndem Speed Metal, rockiger Motorhead-Attitüde, räudigem Black Metal der ersten Welle und einem Touch Ruhrpott-Thrash der frühen Tage. Oder einfach Heavy Metal!

Dass diese Rückbesinnung auf die Anfangsphase des extremen Metals immer wieder Bands beschäftigt, sieht man an der momentanen Phase von Darkthrone, bei Midnight, Joel Grind und so weiter. Da passen BARBARIAN locker in die Reihe und servieren mit ihrem zweiten Album „Faith Extinguisher“ den richtigen Soundtrack zur Piloten-Sonnenbrille, spack sitzenden Jeans und kaltem Büchsenbier am warmen Frühlingstag. Heavy Metal eben.

Durch die rauhen Vocals, die Cronos nicht unähnlich sind, bekommt die Musik noch etwas mehr härte, einige Maiden-eske Soli sorgend für prägnante und eingängige Momente. Dann mal ein doomiger Song mit „Crux Et Circenses„, dann den klassischen Meta-Song „Total Metal“ im Venom-Style. Hier stampfende Beats mit viel Groove, reitende Riffs und knatternde Doublebass. Alles kein Hexwerk, alles nichts Neues. Aber alles gut umgesetzt.

Vielleicht hätten die Songs noch etwas gestrafft werden können. Durchschnittliche Spieldauern von knapp fünf Minuten können schon mal etwas langatmig werden. Und so ist am Ende, bei „We Are The Profane“ dann doch etwas die Luft raus, auch wenn der Song an sich immer noch Spaß macht. Die richtigen Knaller sind aber „Fools Of Golgotha„, „Godless, Amoral And Proud“ und eben „Total Metal„. Unterm Strich läuft „Faith Extinguisher“ einfach gut durch, macht Spaß und dürfte sich als Festival-Soundtrack gut in der Auto-Anlage machen. Wer noch Name-Dropping braucht: Bei dem italenischen Trio ist auch Borys Crossburn, der gleichsam die Klampfe bei Children Of Technology bedient.

Ob „Faith Extinguisher“ vielleicht altbacken und angestaubt ist, oder ob BARBARIAN doch zeitlosen Heavy Metal zocken, das kann man selber herausfinden. Auf dem Bandcamp-Profil von Doomentia Records, wo man zwei Song anhören kann.

Infos:
Doomentia Records – Januar 2014
CD – 7 Lieder / 33:56 Min.
https://www.facebook.com/barbarianmetal
https://www.facebook.com/DoomentiaRecords
http://www.doomentia.com/
https://doomentiarecords.bandcamp.com/album/faith-extinguisher