Dehuman Reign – Destructive Intent


Dehuman Reign - Destructive Intent

Oldschool Swedish Retro Death Metal Übersättigung? Nicht mit FDA Rekotz! Wo einem die ganzen Entombed– und Dismember-Kopien langsam zum Hals rauskommen, pfeffert das Qualitätslabel erfrischende Abwechslung heraus; angefangen von traditionellem Gothic Metal mit Graveyard Of Souls oder Crust Death Metal von Wound. Nun gibt es mit DEHUMAN REIGN auch den Beweis, dass die alte amerikanische Schule nicht gänzlich vergessen wurde, und dass abseits von Morbid Angel und Suffocation auch andere Bands ihren Einfluss auf das heutige Musikbild hatten.

Zugegeben, gelegentlich hört man auch den ein oder anderen Einfluss der New Yorker Urväter des Brutal Death Metals auf „Destructive Intent“ heraus. Darüber hinaus finden sich aber auch Elemente von Monstrosity oder Malevolent Creation. Ja, gegen Ende von „Masks Of Sorrow“ sogar dezente Anleihen von frühen Immolation.
Ganz in der Vergangenheit leben DEHUMAN REIGN aber nicht, besonders das Intro und der erste Song „Extinction Machine“ zeigen deutliche Spuren von Cattle Decapitation, wenngleich auf übertriebene Gravity-Blasts verzichtet wird und der Death-Grind nicht wirklich durchkommt. Und eine Passage aus „Veil Of Ignorance“ klingt etwas nach Hate Eternal. Aber egal, allen Vergleichen zum Trotz, sind DEHUMAN REIGN eben DEHUMAN REIGN.

Dass hier keine Neulinge am Werk sind, hört man den fünf Liedern zuzüglich Intro und Interludes deutlich an! Unter anderem aus (ehemals) Necromorph, Anacephalus und Harmony Dies, haben die Musiker ordentlich fachliches Verständnis und technisches Können an ihren Instrumenten. Und setzen beides sehr songdienlich ein.
Der Bass kommt immer wieder schön aus dem Gesamtbild raus, wird aber pointiert herausgestellt, mit dezentem Slapping in „Irreversible Soul Consumption“ oder einem coolen Solo in „Staring Beyong The Edge Of Time„. Die Breaks und Tempo-Wechsel sind punktgenau und wohl platziert. Die Gitarrenfraktion muss sich nie profilieren, sondern kann auch schon mal reduzierte Akkordteppiche spielen, derweil an vielen Stellen sehr coole Riffs locker und unverkrampft rausgehauen werden.

Als Ergebnis ist „Destructive Intent“ ein Einstand ohne Füllmaterial, sondern mit ausschließlich guten Songs. Griffige Riffs, drückender Groove, technischer Anspruch und brutales Geballer. DEHUMAN REIGN packen kompakt alles, was man von einer amerikanisch geprägten Death Metal Scheibe erwartet. Verpackt wird die EP in ein verdammt cooles Cover, das ordentlich Razorback Records Charme hat. Jungens, alles richtig gemacht, ich bin mal auf das erste Full-Length gespannt!

Infos:
FDA Rekotz – 2013
CD-EP – 8 Lieder / 21:26 Min.

http://dehumanreign.bandcamp.com/
https://www.facebook.com/DehumanReign
http://fda-rekotz.com/
https://www.facebook.com/FDAREKOTZ