Tribulation -Die Karte der Pfade, die wir wandern…


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The Formulas Of Death“ sind schlicht das Album des Jahres. Vergesst Immolation, Altars und Gorguts, die hatten ihre Chancen. TRIBULATION haben sie einfach ergriffen und hauen überraschenderweise ihre Transzendenz vom ordinären Death/Thrash Metal zu einer gewaltigen Neu-Interpretation des extremen Metals heraus. Scheiß auf die Genre-Schubladen Death, Black, Thrash Metal, scheiß auf Psychedelic Rock, scheiß auf Crust-Punk, „The Formulas Of Death“ ist alles gleichzeitig und doch nichts. Es ist seit „The Destroyers Of All“ einfach die bedeutendste Metal-Scheibe. Punkt.

Da ist es fast beschämend, dass ich für die Übersetzung des Interviews zwei Monate gebraucht habe…. Nun bin ich aber endlich fertig und ihr könnt den etwas reservierten Jonathan mit seinen trockenen Antworten genießen!


Tribulation - Band 01

1. Hey Jonathan! Erinnerst Du Dich an mich? Wir hatten bereits 2010 ein gemeinsames Interview für Deine andere Band STENCH. Wie geht es Dir?

Danke, mir geht es bestens. Ja, ich erinnere mich.

2. In der letzten Frage unseres letzten Gesprächs ging es um die Zukunft von TRIBULATION. Du sagtest, dass ihr bereits an neuem Material arbeiten würdet und bereits ein Titel für das nächste Album stünde. In der Zwischenzeit sind nun zwei Jahre ins Land gezogen, in denen ich weder was von STENCH noch TRIBULATION gehört habe. Was ist da passiert?

Sowohl Stench als auch Tribulation unterliefen einer kreativen Periode, in der wir uns sammelten, darauf fokussierten, was wir künstlerisch ausdrücken wollten. In dieser Zeit entstanden „Formulas Of Death“ und die Substanz dessen, was wohl das neue Stench Album wird.

3. Im gleichen Gespräch erzähltest Du mir, dass Du STENCH gründetest, um Deine musikalischen Bedürfnisse zu befriedigen, die von TRIBULATION nicht beantwortet werden konnten. Wenn ich „Reborn In Morbidity“ oder „In Putrescence“ mit „The Horror“ vergleiche, macht das auch total Sinn. STENCH klangen furioser, verspielter, wesentlich düsterer. Aber „The Formulas Of Death“ ist eine unglaubliche Entwicklung weg von „The Horror“. Nun sind TRIBULATION diejenigen, die verspielt klingen und eine dichte Atmosphäre erzeugen. Erzähl mir was passierte, und wieso TRIBULATION aus dem geradlinigen Death/Thrash Metal entwuchsen, um so ein großartiges Stück musikalischer Kunst zu erschaffen!

tribulation-the-horrorZeit ist vergangen, das ist passiert. Wir sind nicht mehr die gleichen Leute, die „Crypt Of Tanatophilia“ und „Curse Of Resurrection“ geschrieben haben, auch nicht diejenigen hinter „In Putrescence“. Wir leben in einer anderen Welt, unter anderen Bedingungen, an einem anderen Ort und mit anderen Leuten. Ich bin nicht überrascht, dass das, was nun aus unseren Geiste entspringt anders klingt als das Material, was wir in unserer späten Teenager-Phase schrieben.

4. „The Formulas Of Death“ sind gerade mal kurze Zeit draußen. Aber ihr habt sicherlich schon einiges an Feedback von den Medien wie Presse, Webzines und Blogs bekommen. Wie war die Resonanz bisher? Ich bin mir sicher, dass einige Leute von eurem neuen Style überrascht waren….

Die Leute, die ich bisher traf, waren in der Tat überrascht. Aber sie scheinen das Album dennoch zu schätzen. Was die Medien angeht habe ich den Eindruck, dass es dort ähnlich aussieht.

5. Ich mag den Sound von „The Formulas Of Death“ wirklich gerne. Verglichen zu vielen anderen, modernen Produktionen verwendet ihr einen weiten Dynamikspielraum um eure Atmosphäre zu transportieren. Es gibt sogar einige ruhige Passagen, die einen fast schon stillen Kontrast zu den schweren und lauten Blastbeats darstellen. Andere Bands scheinen hingegen immer auf voller Lautstärke zu ballern, alle Regler auf 11 gedreht. Was denkst Du über solch dynamiklose Produktionen und warum nutzen TRIBULATION die Lautstärke um einige Stellen hervorzuheben?

Tribulation - Band 02In meinen Augen gibt es einige Scheiben die immer noch hervorstechen, auch wenn es ihnen jedweder Variation in Lautstärke und Intensität mangelt, aber in diesen Fällen sind der Ausdruck und die Lieder selber sehr stark.
Im Allgemeinen tendiere ich dazu das Interesse zu verlieren, wenn mich die „Idee“ hinter der Musik nicht ergreift, auch wenn ich ihr mehrere Chancen gab. Aber wenn es funkt, dann ist es egal, ob dort Dynamik existiert oder nicht, laut oder leise, Metal oder was auch immer. Dann genieße ich was immer es auch ist und akzeptiere glücklich, was mir durch das Hören geschenkt wird.
Das Zwischenspiel zwischen niedriger und hoher Intensität auf „The Formulas Of Death“ ist ein natürlicher Teil dessen, was wir ausdrücken, der Atmosphäre, die wir vermitteln wollen.

6. Da ihr aus Schweden kommt, ist es umso erfrischender, dass eure Musik und euer Sound nicht typische Swedeath ist. Keine übersteuerten Kettensägen Gitarren mit HM2 Effekt, sondern eine Produktion, die allen Instrumenten einen sehr eigenen Charakter verleiht. Irgendwie erinnert mich der Klang an die frühen 90er, als Bands und Produzenten noch versuchten, einen eigenen Sound zu kreieren… Ich mag wirklich, wie alle Instrumente warm und organisch sind. Erzähl mir etwas über die Produktion und wer für dieses feine Resultat verantwortlich war!

Wir begannen im Necromorbus und haben dort das Fundament gelegt indem wir die Drums mit Tore Stjerna aufnahmen. Dann folgte der Rest der Aufnahmen mit Jonas Wikstrand. Wir konnten Jonas unsere Ambitionen erfolgreich vermitteln und er hat seinen Teil erfolgreich umgesetzt, was sicher auch daran lag, ungeachtet der Tatsache, dass er ein sehr begabter und professioneller Produzent und Studio-Techniker ist, dass er ein alter Freund von uns ist und uns auf persönlichem Level sehr gut kennt. Dann gingen wir zurück ins Necromorbus für das Mixing und Mastering, wo Tore den finalen Schliff an das Album legte, indem er unsere eigentliche Vorstellung durch Hinzufügen und Entfernen aus seiner eigenen Perspektive anreicherte. Das Ergebnis ist sehr befriedigend.

7. Verglichen zu eurem letzten Album sind eure Einflüsse innerhalb des Metals weiter geworden. Zum Beispiel enthält „Through The Velvet Black“ sowohl einen Death-Part, wie auch einige Dissection-Einflüsse. Oder dieser tief-dunkle Black Metal Part nach diesem ruhigen, melodischen Moment in „Spectres“, der viel finsterer ist, als viele andere Bands aus dem Genre sich überhaupt vorstellen können, geschweige denn spielen. Und einige eurer D-Beats und punkigen Riffs erinnern mich auch etwas an Crustcore. Wo siehst Du die Inspirationen für „The Formulas Of Death“? Siehst Du auch eine große Entwicklung und einen Zuwachs an Einflüssen?

Eine Entwicklung, ja, aber nicht notwendigerweise eine Zunahme an neuen Einflüssen – zumindest was mich angeht. Da sind einige Quellen, die uns über die Jahre immer inspiriert haben. Aber ich kann zusammenfassen, dass wir angefangen haben, diese in anderem Wege zu nutzen als zuvor. Anstatt in einem steifen, engen Rahmen zu arbeiten, bewegen wir uns nun freier, steuern in die Richtung, die unsere Nasen uns weisen.

Tribulation - Band 04

8. Wo wir schon mal über den großartigen Song „Spectres“ sprechen, ich liebe das Teil wirklich. Da sind leichtfüßige Parts, rockige Momente und plötzliche Ausbrüche in nihilistischsten Black Metal, die mit einem Crescendo immer weiter in den Fatalismus gipfeln. Die dunklen Momente werden immer und immer schwärzer, das ist einfach phantastisch! Aber wenn ich meinen Lieblingssong von „The Formulas Of Flesh“ benennen müsste, dann könnte ich kaum einen bestimmten wählen. Jeder einzelne hat seine einmaligen Momente. Wie sieht es bei Dir aus? Welches ist Dein liebstes Kind? Oder siehst Du das Album eher als Gesamtwerk?

Ich stimme Dir zu, jeder Teil dieser Reise hat seinen eigenen Platz und seine Integrität. Wie auch immer, ich denke dass das Ende der Reise, „Ultra Silvam“ in Verbindung mit „Apparitions“ wohl der Teil mit der meisten Kraft ist. Für mich sind sie die Antwort auf die Frage, die zu Beginn des Albums und in seinem Verlauf immer wieder gestellt wurde, die Schlussfolgerung aus vergangener Erfahrung, die Karte der Pfade, die wir wandern.

9. Ich kann nicht wirklich sagen warum, aber ich höre irgendwie 70s/Psychedelic Einflüsse auf eurem letzten Album. Es scheint fast so, als ob ihr eure musikalischen Wurzeln noch weiter in der Vergangenheit erkundet, als ihr es bereits mit „The Horror“ tatet. Der Song mit dem hebräischen Titel zum Beispiel, klingt wie Baroness die den Soundtrack eines 70er Okkult-Horrorfilms spielen. Aber über das gesamte Album finden sich immer wieder psychedelische Passagen, im Anfang von „Ultra Silvam“ oder dem ruhigen Moment von „Suspiria“. Sind diese Bezüge beabsichtigt, oder liegt es nur an mir, einem Schreiber, der mal wieder etwas interpretiert, was eigentlich gar nicht da ist? Haha! Aber augenscheinlich war ich nicht der einzige, der diese Einflüsse von den Doors und dem Psychedelic Rock aus eurem Album hört, da gab es wohl noch andere….

Einige Dinge, die man Einfluss nennen könnte, könnten auch „70s/psychedelic“ genannt werden, aber es war nicht unser Ziel eine bestimmte Ära oder ein bestimmtes Genre zu referenzieren. Diese Passagen, die Du ansprichst, klingen einfach so, weil sie dem entsprechen, was wir erreichen und/oder ausdrücken wollten.

Tribulation - The Formulas Of Death

10. Weiter erinnert mich das Cover von „The Formulas Of Death“ an diesen 70s-Style. Es ist komplett anders als die Artworks, die ihr für „Reborn In Morbidity“, „In Putrescence“ oder „The Horror“ verwendet habt. Oder allgemein gesprochen, das meiste typische Metal-Artwork. War wieder Necromantic Art für die Idee und Umsetzung verantwortlich? Ist die Frau auf dem Bild Ophelia aus Hamlet oder könnte es Rånda sein, der ihr auch einen Song auf dem Album gewidmet habt?

Das Motiv entspringt eigentlich einem Bild von Hugo von Habermann, genannt „Die Sirene“. Adam hat dieses Bild gefunden und wir fanden, dass es wunderbar ein gewisses Gefühl einfängt, das zu unserem Cover passen könnte. Während der Aufnahmen mit Jonas, habe ich dann eine Interpretation mit trockenem Pastel auf schwarzem, mattem Papier gemacht, hauptsächlich das Farbthema und den Details im Gesicht geändert.
Die Frau auf dem Cover ist in erster Linie das Bild einer Emotion oder einer Reihe von Emotionen, die – wie wir finden – visuell den Kern unserer Gedanken und den Impulsen hinter der Idee von „The Formulas Of Death“ widerspiegelt. Sie ist ein undefinierbares Wesen, eine Kraft, ein Gefühl. Und auch ist sie nichts, sie ist entsprechend alles, was man in sie hineininterpretieren kann. Rånda oder Ophelia zum Beispiel.

11. Verzeihung, mein Hebräisch ist nicht gerade das Beste. Was bedeutet der Titel des vierten Liedes? Warum habt ihr einen hebräischen Titel gewählt?

Es bedeutet „Nacht“. Der hebräische Titel erzeugt eine andere Stimmung, als wenn wir ihn einfach nur in englisch benannt hätten, eine Stimmung, die mehr zum Anlass passt.

12. Ich kann mir vorstellen, dass euer Song „Suspiria“ vom gleichnamigen Dario Argento Film beeinflusst wurde, richtig? Warum war dieser Film ein Einfluss für euch? Kennst Du „Coughing In A Coffin“ von Morbus Chron, die das Thema des Soundtracks aufgreifen und sehr geil in einem Zwischenspiel verwerten?

Eigentlich heißt der Song „Suspiria De Profundis“ (Nicht auf meiner digitalen Promo. – C.) und er ist nur zu einem kleinen Teil von dem Film „Suspiria“ beeinflusst. Ich habe komplett andere Referenzen und Erinnerungen, wenn es um diesen Song geht. Und nein, ich habe den erwähnten Song von Morbus Chron nicht gehört.

Tribulation - Band 0313. Ich weiß nicht, ob Du es wusstest, aber NecroSlaughter.de ist ein berühmter deutscher Modeblog. Ich bespreche nur die neusten Trenss und Tratschereien um Klamotten! Leider gibt es immer wieder ignorante Leute in meinen Unterhaltungen, die denken, dass es nicht cool ist, über Kleidung zu sprechen. Morbus Chron zum Beispiel, haha! Da war ich schon ziemlich enttäuscht. Aber nun wollte ich Dich über eure Outfits fragen. Ich hatte leider bisher noch nicht die Chance euch live zu sehen, aber ich kenne die Aufnahmen eures Gigs beim Party San Open Air und natürlich die Fotos eurer Auftritte, die man im Internet findet. Wie wichtig sind die Lumpen, die ihr auf der Bühne tragt für das Gesamtkonzept TRIBULATION und/oder STENCH? Soweit ich recht erkennen kann, tragt ihr auch dezentes Corpsepaint um die Augen. Ist diese Kriegsbemalung ein wichtiger Bestandteil für den Death oder Black Metal?

Der primäre Nutzen von Make-Up und meiner Kleidung auf der Bühne ist die Funktion als Hilfsmittel, um mich in die richtige geistige Grundstimmung zu versetzen, wenn ich spiele. Es hat seine Funktion als eine Vorbereitung und eine Erwartungshaltung, sobald ich es vor der Performance anziehe. Diese Werkzeuge machen es einfacher alle Hemmungen fallen zu lassen und ein Teil der Stimmung zu werden, die unsere Musik offeriert und es einen Teil unseres Körpers werden zu lassen. Es verstärkt das Gefühl, das eigentlich der Dreh- und Angelpunkt von Musik ist. Zu fühlen.

14. In einem Interview mit Mystical Music sagtest Du, dass Du nicht Deine Kunden für Necromantic Arts verraten würdest; dies könnte sich aber in Zukunft ändern. Seither sind zwei Jahre vergangen, also magst Du mir vielleicht nun mitteilen, wer Kunde Deiner feinen Kunst war? Was müsste ich machen, damit ich ein Artwork von Dir bekomme?

Die beiden letzten, größeren Arbeiten waren die Album-Layouts für Venenums MLP und Necrovations LP. Bei diesen Alben war ich für jeden kleinen visuellen Aspekt verantwortlich. Es sind ganzheitliche Arbeiten in der gleichen Art wie „The Horror“ oder „In Putrescence“, dabei kommt es auf jedes kleine Detail an.
Damit wir zwei zusammenarbeiten, musst Du einen Auftrag haben, der mich reizt. Und natürlich muss ich Zeit für diese Arbeit haben.

Stench - Reborn In Morbidity15. Dieses Mal die gleiche Frage nur umgekehrt: Wie ist der aktuelle Status von STENCH? Ich warte verzweifelt auf neues Material von dieser großartigen Band. Auch wenn „The Formulas Of Death“ mein unbändigbares Verlangen befriedigen. Dennoch will ich gerne wissen, ob es bei Deiner anderen Band irgendwelche Neuigkeiten gibt. Ein Bekannter hatte die Annahme, dass das neuste TRIBULATION-Album die logische Fortsetzung von „In Putrescence“ ist und es möglicherweise keinen Bedarf mehr für zwei unterschiedliche Bands gibt. Auf der anderen Seite las ich vor einiger Zeit ein Update auf Facebook, wo STENCH von neuem Material im Stile von „Reborn In Morbidity“ schrieben. Nun bin ich wirklich, wirklich interessiert! Wann gibt es endlich neues Zeug? SAG SCHON!!!

Ich weiß nicht, wie sich die Dinge in Zukunft entwickeln. Alles was ich weiß ist, dass wir dieses Jahr eine 7″ oder 10″ Vinyl veröffentlichen werden. Und nächstes Jahr kommt ein neues Album. Eine Welt aus neuem Material wurde über die letzten zwei Jahre geschrieben, aber alles ist bereits in seine finale Form eingekocht. Das Artwork wird diesen Sommer gefertigt.

16. TRIBULATION sind von Pulverized Records zu Invictus Records gewechselt, um „The Formulas Of Death“ zu veröffentlichen. War euer alter Deal mit eurem letzten Album einfach erfüllt, oder wart ihr mit dem Label aus Singapur nicht ganz zufrieden? Bleiben STENCH bei Agonia Records? Oder geht es vielleicht zurück zu Soulseller? Sind TRIBULATION soweit zufrieden mit Invictus?

Ja, unsere Zusammenarbeit mit Darragh von Invictus ist sehr befriedigend. Der Umstand, dass wir über die Zeit ein persönliches Verhältnis entwickelt haben und uns bereits einige Male trafen, ist wohl der größte Unterschied zu unseren vorigen Zusammenarbeiten. Zum Beispiel kam er mit uns auf Tour.
Ja, Stench werden die EP und das neue Album über Agonia veröffentlichen.

17. Wenn ich ehrlich bin, bin ich ja schon so ein kleiner Trendficker. Ich bevorzuge die hipstermäßige Schallplatte vor CDs und dem schäbbigen MP3-Zeug. Besteht da irgend eine Chance, dass „The Formulas Of Death“ auf so einem altmodischen Medium wie Vinyl erscheint oder muss ich mit dem modernen Zeug vorlieb nehmen?

Die Vinyl soll im Juni erscheinen, bis dahin musst du dich wohl mit den Modernitäten herumschlagen.

18. Ihr seit gerade zurück von der „Europe In Ashes“-Tour mit Venenum, Alchemyst und Ketzer. Wie war der Trip? Magst Du mir ein paar famose Episoden von dieser Reise berichten? Was waren die besten Locations? Welche Fanmeute war die wildeste? Wo gab es das schrecklichste Essen? Wie waren eure Tour-Kollegen? Kanntet ihr sie bereits vorher? Wie seid ihr miteinander ausgekommen?

Es war eine großartige, obgleich kurze Tour, in der Tat große Zeiten. Ich kannte Venenum bereits von unserer Zusammenarbeit in 2011. Unser Tour-Bus ist in Deutschland liegen geblieben, als wir die Alpen überqueren wollten, also mussten wir die Show in Wien absagen. Aber wir haben es geschafft weiterzuziehen und haben die letzten vier Gigs gespielt.
Die Show in Tannheim Egelsee in Deutschland war von meiner Perspektive aus die intensivste und chaotischste Show, der Sound war so laut, dass ich dachte, ich werde gleich taub – aber es war einer erinnerungswürdige Erfahrung.
Aber mein persönlichstes Highlight sollte in Paris sein. Ich wollte schon immer dahin, habe es aber noch nie geschafft. Alleine das wandeln durch die Straßen und die Brücken von Notre Dame zum Luvre machten die Reise wert.

19. Vielleicht ist es etwas zu früh für diese Frage, aber kannst Du schon die Zukunft von TRIBULATION voraussagen? Wird es bald einen neuen Release geben? Oderr müssen wir weitere vier Jahre warten, wie zwischen „The Horror“ und „The Formulas Of Death“? Denkst Du, dass ihr nun euren Style gefunden habt? Oder wird es in Zukunft weitere Experimente geben um eure Idee von Musik weiter zu entwickeln?

Nun, das weiß ich nicht. Ich kann nicht mal annähernd spekulieren. Ich weiß nur, dass ich einen Felsen ins Rollen gebracht habe, der nicht so einfach oder bald gestoppt werden kann.

20. Jonathan, wieder mal vielen Dank für Deine Zeit und Antworten. Und natürlich für „The Formulas Of Dearh“. Es ist einfach die Platte des Jahres, ich brauche nicht mehr, um Glücklich zu sein. Okay, vielleicht die neue Immolation oder das Debüt von Altars (Da vergas ich glatt das neue Gorguts-Album! – C.). Aber wie auch immer, es wird auf jeden Fall ein harter Kampf, euch vom Thron zu schubsen. Da ist nun eine Menge Platz am Ende dieses Interviews, also nutze ihn für Deine letzten Worte an mich, meine Leser und eure deutschen Fans!

Danke fürs Lesen!



Chris (Kultist @ NecroSlaughter.de) / Jonathan (Gitatarre @ Tribulation) – 25.03.2013/22.04.2013
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