Roskopp – Mutation, Voodoo, Deformity or Disease


Roskopp - Mutation, Voodoo, Deformity or Disease

Lange genug hat es gedauert, bis endlich das müffelnde Debütalbum dieser Chaoten Australier erschien. (Achtung, nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Band aus Colorado/USA!)

ROSKOPP ist ein wirklich wahnsinniger Bastard, der mich schon seit Jahren begeistert, denn die Australier spielen wirklich ruppig chaotischen Grindcore mit Metal-Schlagseite, was verdammt gut ins Ohr geht. Auf 22 mutierten Frankenstein-Songs wird gewütet und gebellt, dass die Heide nicht nur wackelt, sondern regelrecht brennt. Denn ROSKOPP lassen dem Hörer keine einzige Verschnaufpause. „Mutation, Voodoo…“ ist eine durch und durch dreckige, durchtriebene und abgefuckte Scheibe, die das gewisse Etwas mitbringt, was vielen Bands heutzutage fehlt. Im Herzen schlägt der Grindcore, der wiederum jahrelang mit Autopsy und Impetigo-Sound infiziert wurde.

Sowohl der metallische Gitarrensound als auch die teils gorigen, giftigen Auswüchse à la Impetigo und die schier unbändige Wucht an Schnelligkeit lassen jedes Grinderherz im Dreieck springen. Wer sich Chris Reifert auf Grindcore vorstellen kann, der wird mit ROSKOPP mehr als gut bedient. Wer allerdings ernsthaft denkt, er bekommt hier eventuell Gurgel-Frognoise-Gesang vorgesetzt, wie er des Öfteren von irgendwelchen behinderten Death Slam Bands serviert wird, irrt gewaltig und ist hier definitiv falsch. Nebenher gibt es mit „Keeper Of Decay“ noch ein oberamtliches Autopsy-Cover, was den vier Wahnsinnigen bestens gelungen ist, denn sie haben etwas ganz eigenes daraus gemacht.

Wer auf rauen Underground-Sound steht und nichts einzuwenden hat, wenn sich der Grindcore hin und wieder mit alten, abartigen Death Metal paart, der ist bei ROSKOPP richtig.

Infos:
Blastasfuck – 2012
CD – 22 Lieder / ?? Min.

https://myspace.com/roskopp
http://blastasfuk.blogspot.de/
https://www.facebook.com/blastasfuk.grindcore/about