Necroccultus – Solemnelohim, Bringer of Death

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Necroccultus - Solemnelohim, Bringer Of Death
Achtung! Falls ihr diese 12″ LP noch nicht euer eigen nennt, ist dieses Review der Startschuss für eure Jagd! Denn beim Plattenlabel Blood Harvest Records ist das Schätzchen bereits ausverkauft. Kein Wunder, bei der limitierten Auflage von gerade mal 300 Stück – und der dargebotenen Qualität von NECROCCULTUS. Vielleicht findet sich aber noch das ein oder andere Exemplar bei einem Distro? Angeblich soll noch eine CD-Version mit einem Bonus-Track folgen, aber dazu fehlt es mir leider an jedweder Information. Sollten alle Stricke reißen, kann man die vier Lieder auf der Bandcamp-Seite des Labels für lässige ~6,30€ digital erwerben – und ja, an manchen Stellen ist der Kauf von MP3-Dateien eine Option geworden, selbst für mich. Immerhin will man Künstler und Label unterstützen, selbst wenn der Vertrieb ausschließlich digital läuft.

Ursprünglich war „Solemnelohim, Bringer Of Death“ anders geplant. Es sollten zwei unterschiedliche 7″ Singles werden. Nachdem Detest Records aber das Zeitliche segnete, nahm sich Rodrigo von Blood Harvest in die Verantwortung und brachte die vier Songs als 12″ LP raus. Eine kluge Entscheidung, denn das geballte Klangerlebnis ist schlichtweg mächtig. 20 Minuten Spielzeit, vier großartige Songs. Genau die perfekte Maßeinheit, um den Hörer richtig zu bespaßen und gleichzeitig mit Appetit auf mehr zu hinterlassen. (Wer kein Platte von „Solemnelohim, Bringer of Death“ mehr bekommt, sollte unbedingt das zweite Full-Length von NECROCCULTUS abpassen!). All Killer, No Filler – das hätte gleichsam ein passender Name für diese EP sein können!

Zwischen Immolation und Demigod hauen die Mexikaner locker geilste Riffs aus der Hüfte raus und schießen sie mit packendstem Groove locker in die Menge. Ja, ich weiß nicht ob ich den fetten Flow der Songs oder die mitreißenden Riffs geiler finden soll. Oder vielleicht ist es das Gesamtbild, dass NECROCCULTUS stellenweise abseits von gängigen Schablonen und Konventionen arbeiten und dennoch so griffig sind? Ja, definitiv!

Die Gitarren in „Aeons Of Spectral Morbidity“ klingen voll obskur, teilweise etwas verschroben. Dennoch geht die Nummer voll auf die 12, voll Immolation-mäßig. Das Riffing aus „Dimensions Of Ancient Necromancy“ klingt hingegen fast ein wenig melancholisch – aber ist dabei nicht kitschig oder nervig.
The Equinox Of Unburied Ones“ ist mit seiner punkigen Attitüde fast schon ein Gegenpol. Natürlich gibt es aber auch hier bösen Death Metal mit mächtigen Gitarren, Harmonien zum Abfeiern!

Ach, warum bin ich so kleinlich und sage was zu einzelnen Liedern? Ich bin verliebt, und zwar in die komplette EP. Einfach ein kleines, kurzweiliges Highlight für 2013. Das kommende Album von NECROCCULTUS ist für mich bereits jetzt eine Pflichtveranstaltung. Wer es überhaupt wagen sollte Zweifel zu haben, der hört nun den Stream der EP auf Bandcamp. 666 Mal in Folge! Los!

Infos:
Blood Harvest Records – 2013
12″-LP – 4 Lieder / 19:44 Min.

https://www.facebook.com/pages/Necroccultus/116080975129390
http://bloodharvestrecords.bandcamp.com/
http://www.bloodharvest.se/
https://www.facebook.com/pages/Blood-Harvest-Records/300012152033