Beyond Mortal Dreams – Dreaming Death


Beyond Mortal Dreams - Dreaming Death

Lasst euch vom CGI-Cover nicht abschrecken! BEYOND MORTAL DREAMS machen kein modernes Cyber-Tech-Gewichse. Fast ist es das Gegenteil, roher, finsterer Death Metal ohne Schnörkel, Haken und Ösen. Aber nur fast. Denn es wäre ein fataler Fehler, wenn man „Dreaming Death“ als stumpfes Haudrauf-Monster abstempeln würde!

Zugegeben, der Anfang von „Feast Of Carrion“ mag falsche Schlüsse erlauben. Aber im weiteren Verlauf des gut sechs Minuten langen Brechers, entwickeln sich epische Ausmaße. Alleine die emotionalen, richtig mitreißenden Soli sind der Hammer. Gestützt durch mächtige Atmosphäre durch die schrammelnden Hintergrund-Riffs und wohl platzierte Keyboards, erinnert gerade der Schluss des Liedes sehr an die getragenen Nummern von Niles „Black Seeds Of Vengeance„. BEYOND MORTAL DREAMS gelingt hier eine spannende Wendung, die „Feast Of Carrion“ zu einem echt guten Song macht!

The Filth Of Their God“ kann sich dann auch locker die Freiheit nehmen, und einfach derbe auf die Schnauze hauen. Zwei Minuten und fünfzig Sekunden. Düsteres Riffing, schnelles Drumming, eine brutale Nummer, die mich ein wenig an Mortician ohne Groove-Momente erinnert. Aber die bösartige Grundhaltung haben beide gemein. Es ist ein kurzweiliges Massaker auf dieser EP.

Der Titeltrack „Dreaming Death“ funktioniert nicht wirklich als Song. Gesang und Text sind reduziert bis auf ein Minimum. Aber gerade die Atmosphäre macht den Track richtig spannend. Das Lied lässt sich Zeit, baut sich immer weiter und weiter auf und entwickelt eine ähnliche Stimmung, wie „Feast Of Carrion“ zum Ende hat. Doch dann kommen die Blastbeats und die Apreggios und steigern alles. Mächtig, wenn auch etwas ungewöhnlich für den gemeinen Death Metal Fan. Vielleicht mag ich den Track gerade deswegen?

Am Ende steht noch das Beherit-Cover „Beast Of Damnation„. Es ist halt ein Beherit-Cover. Mindestens genauso stumpf wie „The Filth Of Their God„, wenn nicht sogar stumpfer. Aber in seinem rohen Geballer, mit dem furiosen Solo und den füllenden Keyboards nicht minder interessant, als der Rest der EP. Ein nettes Gimmick, was „Dreaming Death“ angenehm abrundet.

Veröffentlicht wird „Dreaming Death“ einmal digital über Bandcamp. Physisch gibt es 350 Kopien als 12″ EP über Lavadome Productions aus Tschechien. Einseitig bespielt mit einem Pentagram-Etching auf der B-Seite. €18,50 sind für die 18:04 Min. vielleicht nicht ganz günstig. Doch scheint die Aufmachung zu lohnen. Hört in den Stream auf Bandcamp und unterstützt den Underground!

Infos:
Lavadome Productions – 2013
12″-EP – 4 Lieder / 18:04 Min.

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