Slaughterday – Cosmic Horror

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Slaughterday - Cosmic Horror
Nun bin ich aber schon ein wenig verwundert! FDA Rekotz offeriert ein feines Demo-Tape, und es ist noch nicht ausverkauft? Trotz strenger limitierung auf 166 Exemplare? Vielleicht ist es ja Dein Glück, dass Du für €6,66 noch ein Exemplar direkt beim Label bestellen kannst. Denn auch wenn „Cosmic Horror“ vielleicht nicht ganz so hervorragend wie das Skeletal Remains oder Chapel Of Disease-Demo ist, ist es dennoch unterhaltsamer Spaß!

Originalität bieten die vier Songs mit Sicherheit nicht. Ob das Band oder Hörer überhaupt wollen, ist an dieser Stelle zweitrangig. Denn SLAUGHTERDAY spielen einfach eingängigen und packenden Death Metal. Ohne große Spielereien, dafür mit ordentlich HM2 Buzzsaw-Assault und immer locker aus der Hüfte geschossen.
Höre ich da in „Cult Of The Dreaming Dead“ ein Autopsy-Zitat aus „Dead„? Zumindest ist es sehr nahe dran. Klingt aus „Abyss Of Nameless Fear“ mehr als ordentlich Dismember durch? Auf jeden Fall!

Doch sind die vier bis sechs Minuten langen Lieder immer recht kurzweilig, weil sich morbide Atmosphäre, drückendes Midtempo und forscher Polkabeat immer schön die Klinge in die Hand geben und den Songs zu netten Entwicklungen verhelfen. Besonders in „Crawling In Secrecy“ ist von allem etwas dabei. Den größten Tanzhit haben SLAUGHTERDAY aber mit dem Titeltrack des Demos im Gepäck! Extrem catchy und verdammt gut zum Mitsingen geeignet, sollte dies wohl die Bandhymne für die kommenden Live-Konzerte werden.

Für die €6,66 bekommt man die professionell überspielte Kassette. Auf dem Inlay mit Doubleflap finden sich alle Texte und ein paar Meta-Informationen auf mattem Karton, der schöne Haptik und Optik aufweist. Dass Jörk Unken aus dem Soundlodge Studio für den Sound verantwortlich war, kann man selbst auf diesem analogen Trägermedium erkennen. Etwas schwieriger wird es da bei dem Coverartwork. Wo das restliche Layout sehr stimmig ist, ist das Frontbild vom Necromaniac sehr dunkel geworden. Aber vielleicht ist dies auch besser so. Die schwarz-weiße Zeichnung sah noch sehr geil aus. Zum Endresultat zitiere ich den Künstler selber: „seine Farbbilder sind grauenvoll, der Typ ist echt farbenblind und Photoshop sollte man ihm auch wegnehmen!“ – Naja, beim Thomas sind es wohl die Filzstifte, haha! Und so schlimm ist es nun auch nicht. Aber es fehlt einfach etwas an Kontrast bei all dem Blau und die Kolorierung ist halt etwas streifig… Egal, underground madness!!!

Wer nicht blind knapp sieben Euro für vier Lieder in 20 Minuten hinlegen will, kann sich auf dem Bandcamp-Profil des Duos um die ex-Obscenity und ex-BK 49-Mitglieder selber ein Bild machen. Und wem ein Tape zu altbacken ist, der kann sich für dreifufzisch auch die Songs dort runterladen.

Infos:
FDA-Rekotz – 2013
Demo-Tape – 4 Lieder / 19:34 Min.

https://www.facebook.com/slaughterdayofficial
http://slaughterday666.bandcamp.com/
http://fda-rekotz.com/
https://www.facebook.com/FDAREKOTZ