Mesrine/Sposa In Alto Mare – Split 10’“

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Mesrine  Sposa In Alto Mare - Split 10Keule von Rödel Records war so cool und schickte mir dieser Tage seine neue Veröffentlichung zu, an der sich er und acht andere namhafte Grindlabels/Distros beteiligen.

Bei MESRINE bin ich mir nie sicher, was mich von den Kaputtniks aus Kanada erwartet. Aber diese sieben wieselflinken Granaten prügeln ein heftiges Grindbrett runter, was mir doch sehr gut mundet. Die Songs lassen überhaupt keine Verschnaufpause zu, und so wütet man sich barbarisch durchs Grindgeäst, dass es eine Mordsfreude ist, dem bekloppten Fünfertrupp zuzuhören. Die zwei Gesangsgestörten Jack und Steve lassen wieder mächtig die Kuh in Sachen Schreiakrobatik fliegen, während Schlagzeugsklave Dan dazu berufen wurde, diesem wilden Sauhaufen mal ordentlich Feuer unterm Arsch zu machen, was auch sehr gut funktioniert. Denn der tritt hier sehr famos und brachial aufs Gaspedal.

Einmal gewendet geht es dann auf die Reise nach bella Italia. Und auch hier erwartet uns eine ebenso wildernde Grindhorde, die es verdammt ernst meint. Aber hallo! Hier geht es schnurstracks von der ersten Sekunde, in der die Nadel auf die Schallplatte aufsetzt, auf zehn Songs nach vorne los. Auch die Italiener gehen hier enorm angriffslustig zur Sache, und man merkt, dass die Spaghettis Spaß in den Backen haben und sich und alle anderen Genres nicht so wichtig nehmen. Das merkt man allen voran an Songs wie „Black Metal Latin Lover„, nur um mal einen zu nennen. Dennoch hat es hier zum Glück nichts mit geistig derangiertem Fun Grind zu tun. Neben ihren eigenen Songs gibt es noch zwei Coversongs und zwar einmal von Agathocles und der andere von Malignant Tumour, die, im wahrsten Sinne des Wortes, vergrindet wurden. Und ich muss zugeben, das kommt doch alles ziemlich flüssig und locker rüber. Nur mit dem letzten Song schießen sie gleich reihenweise Strommasten voller Vögel ab. Denn hier gibt es nicht nachvollziehbaren Technobeat, aua, aua. Sag mal, seid ihr behindert? Aber trotz dieser geistigen Umnachtung und akustischer Verpeiltheit gibt es hier neun Songs vor den Kürbis geknallt, die auf jeden Fall die Grindcore-Hörerschaft zum Durchdrehen animieren wird.

Verdammt coole, boshafte Split, die mit Sicherheit noch öfters meinen Schallplattenteller zu sehen bekommen wird.

Infos:
Rödel Records u.a. – 2012
10″ Vinyl –
https://www.facebook.com/mesrinegrind
http://www.mesrine.org/
http://mesrine.bandcamp.com/
https://www.facebook.com/pages/Sposa-in-alto-mare/166668583376419
http://www.sposainaltomare.com/
http://sposainaltomare.bandcamp.com/

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