Assumption – Mosaic Of The Distant Dominion

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Bereits beim Bandlogo weiß der geneigte Fan Bescheid: ASSUMPTION haben sich mächtig von den australischen disEMBOWLMENT, respektive später d.USK und nun Inverloch beeinflussen lassen. Entsprechend gibt es auf dem ersten Demo der Band, „Mosaic Of The Distant Dominion„, auch nur den zähesten und düstersten Doom/Death Metal. Für vier Lieder lässt sich das italienische Duo gut 20 Minuten Zeit. Zugegeben, „Choir #4“ (gerade 1:00 Min.) ist eher so ein unnützer Lückenfüller mit Chorgesang voller Schwebungen, aber irgendwie passt selbst dieses Intermezzo in das atmosphärische Konzept von ASSUMPTION.

Den stärksten Eindruck hinterlassen die ersten zwei Songs von „Mosaic Of The Distant Dominion„, die man beide auch auf der Bandcamp-Seite der Band anhören kann. Nach einem epischen Intro von zwei Minuten, setzt „A Suspended Commemoration“ wirklich verdammt schleppend ein. Doch schnell steigert sich die Nummer und hat später einen coolen Groove mit tonnenschweren Riffs und klassischem Death Metal Vocals. „Deity“ nimmt hingegen nicht so viele Umwege, sondern kriecht wirklich sehr düster und mit tiefen Growls aus den Boxen. Der absolut unheilvolle Sound mit den finsteren Melodien erinnert stellenweise an die atmosphärischen Experimente Niles.
Nach der kurzen Zäsur durch „Choir #4„, schlägt der Titelsong noch tiefer in diese Kerbe und überrascht mit fast schon rituellem Vibe. Leider zerläuft sich der Song ein wenig, wenn plötzlich das Tempo gänzlich rausgenommen wird, und derbe Drones etwas den Lied-Charakter amputieren, eine rohe Soundkulisse hinterlassen. Insgesamt klingt der Track noch sehr unausgegoren. Weniger auffällig ist diese Eigenschaft im eröffnenden „A Suspended Commemoration“ oder gar in dem fetten „Deity„. Darum ist dieses erste Lebenszeichen von ASSUMPTION doch ein guter Hinweis auf das schlummernde Potential der Band. Lediglich die gelegentlichen Blast-Eruptionen, die man von den Vorbildern disEMBOWLMENT/d.USK/Inverloch kennt, vermisse ich ein wenig.

Trotz der CDr-Version von „Mosaic Of The Distant Dominion“ rate ich an dieser Stelle zur Kassette. Professionell kopiert auf weißem oder schwarzem Tape mit Aufdruck, finden sich im Einleger, mit einfachem Flap, auch die fragmentarischen Texte zum mitgrunzen. Und für lockere vier Euro über das Label Unholy Domain, ist es auch nur fünfzig Cent teurer als die gebrannte CD.

Noch als Schlussbemerkung: Wer etwas genau hinschaut, merkt, dass hinter der Doom-Formation David und Giorgo stecken, die viele vielleicht von ihren Zusammenarbeiten bei Haemophagus und Undead Creep kennen.

Infos:
Unholy Domain Records – 2012
Tape – 4 Lieder – 20:17 Min.

https://www.facebook.com/pages/Assumption/333049736739362
http://assumption.bandcamp.com/
https://www.facebook.com/UnholyDomainRecs