Muknal – Muknal

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MUKNAL sind noch ganz frisch in der Szene unterwegs. Gerade mal dieses Jahr gegründet, waren die Musiker nach meinem aktuellen Wissensstand in keiner anderen Band bisher aktiv. Dafür hat man dieses Jahr bereits ein Demo mit drei Songs und eine Split mit The Haunting Presence rausgehauen, die mir bis dahin auch noch kein Begriff waren. Ursprünglich erschien das Demo als Tape mit 100 Einheiten. Doch dies gefiel den Jungs bei Hells Headbangers so gut, dass diese, kein halbes Jahr nach dem ersten Release, die drei Lieder noch mal als 12″ Single rausgebracht haben.

Für ihre Musik lassen sich MUKNAL Zeit, die drei Tracks auf „Muknal“ erstrecken sich über knapp 18 Minuten. Dabei sind die ersten beiden Songs „Cruciation“ und „Rotten Genesis“ mit jeweils deutlich über sechs Minuten die epischsten Nummern. Ein wenig wird die Länge aber den beiden Liedern auch zum Nachteil. Gerade „Rotten Genesis“ strauchelt etwas unter seiner Eintönigkeit. „Cruiciation“ hat im Endeffekt das gleiche Problem, setzt aber durch den repetitiven Einsatz der Leitmotive immer wieder gewisse Anker für das Hörvergnügen.

Die minimalistische Mischung aus Black und Death Metal bekommt in ihrer Reduktion eine angenehm sinistre Atmosphäre. Großer Einfluss auf MUKNAL sind, im krassen Wechsel zwischen langsamen, schleppenden Passagen und wüster Raserei, wohl Incantation gewesen. Auch hört man Parallelen zu Beyond und Necrowretch, wenn man etwas die Filigranität beiseite lässt, ebenfalls zu Venenum. Ergänzend legen die jungen Amerikaner aber noch stellenweise dichte Keyboard-Teppiche über Musik und erzeugen damit stimmungsvolle Akzente.

Dass die rituellen und simpel gehaltenen Ideen Potential besitzen, zeigt das knackige „Eidolon„. Mit derben Geballer und hypnotischem, aber dennoch packendem Riffing, fetzt der Song ohne Ende! Wenn MUKNAL weiter in diese Richtung brettern, könnten Fans von Decrepitaph oder Deteriorot richtig Gefallen an der Band finden. Solange ist „Muknal“ noch ein etwas ausarbeitungswürdiges erstes Lebenszeichen.

Infos:
Hells Headbangers Records – 2012
Demo-Tape/12″ EP – 3 Lieder / 17:46 Min.

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