Deserted Fear – My Empire

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Es war gerade mal Anfang des Jahres, als ich mit der 2010er Demo-CDr von DESERTED FEAR beglückt wurde. Zu dem Zeitpunkt waren die Aufnahmen zum Debütalbum bereits abgeschlossen und befanden sich zum Mastering bei niemand geringerem als Dan Swanö. Mittlerweile ist die junge Death Metal Band aus Eisenberg bei FDA Rekotz unter Vertrag gekommen. Seit dem 29.09. ist auch das Full-Length „My Empire“ offiziell erhältlich.

Verpackt ist das Album in ein wunderbar ranziges Artwork von Necromaniac Thomas W., der schon seit seinem letzten Heft und dem entsprechenden Interview ein Supporter von DESERTED FEAR ist. Neben dem Cover hat er auch das Logo und Shirt-Design für die Kapelle gemacht. Dabei mag das Bild ausnahmsweise etwas irreführend sein, denn die Musik ist nicht halb so räudig, wie es die Verpackung andeutet. Vielmehr zeigen sich DESERTED FEAR wahrlich majestätisch und können über ihr kleines, akustisches Reich thronen. Neben den vier Songs des Demos, die im fetteren Tonkleid noch eine Nummer mächtiger klingen, gibt es fünf neue Lieder zuzüglich Intro, in denen sämtliche Stärken der Band weiter ausgebaut wurden.

Die Gitarren sind vergleichsweise simpel gehalten, drücken aber mächtig nach vorne. Irgendwo zwischen Asphyx und Bolt Thrower liegt der Grundtenor. Dazu kommt aber ein sehr geschicktes Verständnis für Melodien und Harmonien, sodass „My Empire“ ausschließlich aus griffigen Songs besteht. Obwohl diese Kombination ihren Höhepunkt im bereits bekannten „Bury Your Dead“ findet, wenn die Leads zweistimmig und in epischen Dimensionen den Song immer weiter und weiter tragen, findet man an jeder Ecke des Albums prägnante Momente. Und trotz des recht pointierten (und dadurch immens wirkungsvollen) Riffings können DESERTED FEAR immer noch überraschen, wie im stringenten „The Battalion Of Insanities„, das wunderschön das Hauptthema des Songs aufrecht hält und dennoch durch Tempowechsel und dezente Variation wahrlich besticht.

In den kleinen, fast schon versteckten Details zaubert Drummer Simon wunderschönes Beiwerk. Die Tom-Rolls und Fills sind wohl platziert und verleihen beispielsweise „Nocturnal Frags“ eine besondere Note. Etwas offensichtlicher ist der Gesang von Mahne, der häufig an Tardy und Van Drunen erinnert.

Im Gesamtbild klingen DESERTED FEAR so angenehme anders. Jenseits der üblichen Dismember/Entombed-Klone oder den bösen Incantation-Rip-Offs, spielen sie eine etwas andere Ausprägung des oldschool Death Metals und sind irgendwie besonders. „Field Of Death„, „Scene Of Crime„, „Bury Your Dead“ oder „Nocturnal Flag“ machen mit jedem Hören immer mehr und mehr Spaß. „My Empire“ ist ein verdammt starkes Debütalbum.

Infos:
FDA Rekotz / 29.09.2012
CD – 10 Lieder / 41:59 Min.

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