Ad Patres – Scorn Aesthetics

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Vor keinem halben Jahr erschien das Split-Tape zwischen Writhings und AD PATRES. Seinerzeit war noch der größte Kritikpunkt an den französischen Tech-Deathern, dass sie für diese Zusammenarbeit keine neuen Lieder vorweisen konnten, sondern lediglich die drei Tracks ihres 2010 erschienen Demos „The Lock wieder verwerteten. Doch bereits zu diesen Aufnahmen konnte man ein großes Potential bei der Band erkennen.

Nun gibt es endlich neues Material von AD PATRES, das über Kaotoxin Records unter dem Namen „Scorn Aesthetics“ veröffentlicht wurde. Wer bereits die Split-Kassette oder das Demo sein eigen nennt, bekommt hier drei altbekannte Lieder präsentiert. Denn „The Lock„, „To The Fathers“ und „Scorn Aesthetics“ wurden erneut verwendet. Abzüglich des Intros, bleiben also lediglich sechs richtig neue Songs. Diese führen aber den ursprünglichen Weg konsequent fort und sollten entsprechend auch Fans des älteren Materials gut gefallen.

Zugegeben, zum Ende des Albums straucheln „Emphasize Nihility“ und „Anti“ etwas und sind ein wenig die Stinker der Platte. Doch in Anbetracht der Gesamtqualität von AD PATRES, ist dies relativ zu sehen. Beide Songs sind immer noch ordentlich, hängen nun aber etwas hinter den restlichen Tracks von „Scorn Aesthetics„. Neben dem sau-starken (und vom Demo bekannten) Titeltrack gesellen sich auf der anderen Seite wieder mächtige Hits hinzu. „In Vivo“ ist ein verdammt fetter Brecher, der über einen gewissen Groove verfügt und immer noch eine coole Atmosphäre transportiert. Mit seinen coolen Melodien ist „All That Remains“ einer der besten Songs dieses Debüts.

So stimmt am Ende das Gesamtbild. Mit zeitgemäßer Interpretation des Death Metals, die keine modernen Elemente zum Selbstzweck oder zur Trendanbiederung verwendet, mit adäquatem technischen Niveau, das nie zur Selbstdarstellung verkommt und mit einer ausgewogenen Mischung aus Brutalität, Eingängigkeit und Melodie, ist „Scorn Aesthetics“ ein mehr als ordentliches Debüt-Album. Fans von Deadborn, mittleren Aborted, frühen Gorod und Kronos können also bedenkenlos zuschlagen!

Infos:
Kaotoxin Records – 03.09.2012
CD – 10 Lieder / 32:26 Min.

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