Sucking Void – Scavengers

 , ,

Was soll man dazu sagen? Eine neue Death Metal Band aus Ulm veröffentlicht ihr erstes Demo, und wo liest man die ersten Worte darüber? Bei Mike Abominator auf MetalManiacs.com! Der einheimischen Metalpresse scheint dieses Schmuckstück entgangen zu sein. Zumindest fast, denn den Hinweis auf SUCKING VOID hat Mike von Ralf Hauber bekommen, der wohl jedem durch seine herausragenden Arbeiten beim Mystical Music Fanzine und seiner Band Revel In Flesh bekannt sein sollte. Dennoch ist die mediale Unterpräsenz von SUCKING VOID eigentlich ein Wunder! Mit Olli von Fleshcrawl und Debauchery an den Gitarren und Tommi von Havok und Chaosreign an den Vocals sind zumindest die Hälfte der Band keine Unbekannten in der Szene. Und selbst für das Coverartwork der Demo „Scavenger“ hat man sich Matt Putrid geleistet, der einen wunderschön zerfließenden Schädel aus dem Stift gedrückt hat. Dass die restliche Aufmachung des Demos dafür eher spartanisch gehalten ist, und der beklebte Rohling wohl in fünf Jahren, wenn sich das Etikett löst, nicht mehr abspielbar sein wird, darüber sprechen wir an dieser Stelle nicht weiter. Vielleicht entdeckt der Rico von FDA Rekotz SUCKING VOID für sich und veröffentlicht „Scavengers“ als Tape neu, wie jüngst erst mit dem Skeletal Remains Demo passiert?

Doch solange darf sich der interessierte Fan gerne an die Band wenden und nach der Demo-CDr fragen. Einen genauen Preis für das Teil weiß ich nun nicht, aber die Band ist sehr erfreut über jedwedes Interesse und somit dürfte die Aufwandsentschädigung recht moderat ausfallen. Wie dem auch sei, eine Kontaktaufnahme lohnt sich alle Male! Hinter SUCKING VOID stecken kompetente Musiker, die mit richtig gute Songs schreiben. Dabei bedienen sie sich aus einem breiten Pool an Einflüssen und stechen deutlich von vielen monolitisch orientierten Ripp-Offs ab.
Das Eröffnungslead von „Conserved To Be Consumed“ erinnert an frühe Carcass. An mehreren Stellen hört man Obituary-Riffs, die aber schnell ins schwedische wechseln (sowohl im Sound, wie auch im Riffing). Und gelegentlich finden sich doomige Momente von Asphyx oder Hooded Menace in den Liedern wieder.
Passend zu der vielschichtiten Musik präsentiert sich Tommi auch extrem abwechslungsreich. Bereits für seine Arbeit bei Havoks „Rebuilding Sodom“ habe ich ihn lobend erwähnt und kann auch hier nur seine breite Palette preisen. Von derben Growls Richtung Dan Swanø über fieses Schreien hin zu Chris Barnes zu seinen besten Zeiten, Tommi hat alles drauf und präsentiert es auch auf „Scavengers„. Gerade in „Pleasant Nausea“ zeigt er wunderbar sein breites Spektrum, wie auch seine Mitmusiker von Groove, Uptempo, Atmosphäre über Geballer all ihr Können darbieten.

„What’s Blood for if not for shedding?“ fragt das Sample nach dem coolen Klimper-Intro. „What’s ‚Scavengers‘ for if not for buying?“ kann ich nur fragen. SUCKING VOID mischen erfrischend aus vielen Töpfen Farbe. Hoffentlich folgt dem Demo auch ein Album und das ganze verläuft sich nicht als kurzlebiges Projekt im Sande. Zumindest von Olli und Tommi weiß man, dass sie vielleicht zu beschäftigt sein könnten…

Infos:
Eigenproduktion – 2012
Demo-CDr – 5 Lieder / 17:44 Min.

https://facebook.com/suckingvoid
sucking-void@gmx.de