Entrapment – Crawling Morbidity

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Eigentlich sind ENTRAPMENT nur ein Mann. Michel spielt alle Instrumente selber ein, singt und hat im Falle der „Crawling Morbidity“ 7″ sogar das Cover-Artwork selber gestaltet. Angefangen hat er unter dem Namen ENTRAPMENT im Jahre 2009 und bis heute schon drei Demos draußen. Doch diese Demos haben im Underground für so viel Aufmerksamkeit gesorgt, dass Jerry von Detest Records nun das letzte Demo „Crawling Morbidity“ (2011) als 7″ Vinyl noch mal aufgelegt hat. Und soweit ich mitbekommen habe, war die Nachfrage nicht gerade gering.

Die Platte kommt im regulären 7″-Cover, einfarbig, nur von außen bedruckt. Für das Artwork ist – wie bereits geschrieben – Michel selber verantwortlich. Es passt mit dem morbide dilettantischen Style wunderbar zu seiner rohen Musik und der Label-Ästhetik von Detest. Soweit ich das erkennen kann, ist das Cover der regulären Variante mit schwarzer Farbe auf weißes Papier gedruckt. Die limitierte Pressung auf weißem Vinyl verbirgt sich hinter einem gelben Cover.

Die A-Seite beherbergt den Titeltrack der EP, eine verdammt brutale Nummer mit angefressenen Vocals, dicker Punk-Attitüde und rockendem Solo. Alleine dieser Track rechtfertigt den Kauf von „Crawling Morbidity„! Doch auf der B-Seite geht es nicht minder cool zur Sache. „Carnal Fears“ klingt als ob Sabbat (JP) auf Koks mit Miasmal und Necrowretch auf der Kegelbahn waren, also ein ziemliches Brett. Doch „Mass Obliteration“ legt noch einen drauf und drückt den Hörer nur noch an die Wand. Die obskuren Gitarren, der pushende Beat und die gesteigerte Atmosphäre sind einfach Sahne und stellen den Song auf der EP noch mal in ein gesondertes Licht.

Es stellt sich eigentlich gar nicht die Frage, ob man „Crawling Morbidity“ braucht. Wer rotzigen oldschool Death Metal mit dickem Crust-Schlag mag, hat hier eine Pflichtveranstaltung! Interessanter wird hingegen die Wahl der Veröffentlichung. Bei Detest kostet die reguläre, schwarze Scheibe €5,57. Doch für nur 50 cent mehr bekommt man – noch – die weiße Pressung. Ob einem um die sechs Euro für drei Lieder in unter 10 Minuten wert sind, muss man nun selber entscheiden. Ich persönlich bereue keinen Cent für die Platte! Wer aber knausriger ist, kann auf Bandcamp erst mal selber eine Meinung bilden und bei Bedarf und knappem Geldbeutel auch die Lieder kostenlos runterladen. Doch mp3s sind nur mobil rock’n roll. Daheim sollte es schon was physisches sein….

Infos:
Detest Records – Feb. 2012
7″ EP, 3 Lieder / ~9 Min.

http://entrapment2.bandcamp.com/
http://www.myspace.com/entrapmentdeathmetal
https://www.facebook.com/pages/entrapment/171603089577707
http://www.detestrecords.com/