Axt – Bluthuf – The Invention Of Ruin

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AXT, BLUTHUF, „The Invention Of Ruin“ – Ob es da eine Korelation gibt? Zumindest auf dieser gemeinsamen Split-EP passen diese drei Begriffe zusammen wie Arsch auf Eimer. Beide Bands stammen aus dem Osten der Bundesrepublik, AXT aus Neubrandenburg und BLUTHUF aus Berlin/Prenzlau. Und trotz unterschiedlicher Stilistiken, passen die Attitüde und der Sound wunderbar zusammen.

Für AXT ist es bereits die dritte Split im Programm. Nach Arbeiten mit F.U.B.A.R. und What If God Lies, gibt es nun sechs Songs in sechs Minuten. Mit deutlichem Einfluss vom Hardcore der alten Schule pendelt das Material zwischen Thrashcore und Grindcore. Fans früher, ganz früher Napalm Death und Extreme Noise Terror werden an diesem furiosen, kompromisslosen Spektakel ihre helle Freude haben. Besonders der abgrundtiefe Nihilismus von „An Ancient Ritual“ und dem destruktiven „I’m Corrupt“ stellen Höhepunkte dieser Plattenhälfte dar.

BLUTHUF veröffentlichen mit dieser Split scheinbar ihr erstes Lebenszeichen. Auch wenn sie nicht minder pessimistisch wie AXT sind, ist die Musik nicht so zerstörerisch. Mit drei Liedern in gut acht Minuten ist auch schnell klar: Oldschool Grindcore gibt es hier nicht. Auch wenn die Gitarren aus „Programm 23“ oder „Lahm Gelegt“ etwas an den Fatalismus von Napalm Death erinnern, spielen BLUTHUF eher Hardcore bis Crustcore. Drei Akkorde Galore in „Glück gehabt“ inklusive. An dieser Stelle gefällt mir jedoch das scheppernde, sich beinahe überschlagende „Lahm Gelegt“ am besten.

Trotz unterschiedlicher Musikrichtungen ergänzen sich AXT und BLUTHUF. Wäre der Sound von BLUTHUF nicht etwas druckvoller, hätte man im ersten Moment gar nicht den Seitenwechsel bemerkt. Erst im weiteren Songverlauf und durch das Ausbleiben von krachenden Blastbeats fällt die unterschiedliche Ausprägung an dieser Stelle auf. Wer die alten Earache-Peel-Sessions liebt und Dauerleser beim Campaign For Musical Destruction ist, wer im Gerber 3, AKW Bitterfeld oder der Dresdener Chemiefabrik regelmäßig gastiert, wird diesen Release mögen. Bei Power-It-Up gibt es diese 7″ aktuell sogar im Bundle mit einem BLUTHUF-Shirt für lässige 10 Euro. Die Platte selber kostet da 4 Euro. Doch da ich diese Scheibe von Simon/7 Degrees Records mit der Bitte um Hilfe für die Bands bekommen habe, verweise ich natürlich bei Interesse an ihn unter 7degreesrecords@gmx.net (;

Infos:
Eigenrelease (?) – 2011 (?)
7″EP – Axt 6 Lieder unter 6 Minuten / Bluthuf 3 Lieder in unter 8 Minuten

http://bluthuf.de
https://www.facebook.com/pages/Bluthuf/
http://axtsucks.net