Massive Assault – Death Strike

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Ein Todes-Schlag mit Panzern und Flammenwerfern gegen Seelen-saugende, rote Drachen auf einem Friedhof? Nun, so ganz verstehe ich das Konzept des Artworks von „Death Strike“ nicht. Doch die zusammengewürfelten Themen sind auf jeden Fall so sehr Heavy Metal, wie es auf die Musik von MASSIVE ASSAULT ist! Seit knapp elf Jahren toben sich die Niederländer nun im Underground aus und bringen just diese Woche ihr zweites Full-Length über FDA Rekotz raus.

Das Rezept von „Death Strike“ ist überzeugend: Energie = Simplizität + Prägnanz + geschicktes Melodie-Verständnis. Und Kaboom!!!, zündet das martialische Teil wie eine Bombe. Und auch wenn das nun sehr schlicht und stumpf klingt, fahren MASSIVE ASSAULT schon einen breit gefächerten ABC-Angriff auf ihre Gegner. Schwedische Death Metal-Riffs von Dismember und Entombed treffen auf Hooks von Grave und dicken Crustcore-Schlag der Marke Wolfpack. Dabei ist das Ergebnis nicht immer so nihilistisch und düster, wie man nun auch wieder denken mag. Gerade „Driven Towards Death„, „Operation Antrhopoid“ oder „Plead Not Guilty“ haben vergleichsweise sogar einen recht positiven Vibe.

Die düstere und morbide Seite kommt aber auch nicht zu kurz, gerade das schleppende „Turning Tides“ ist schon ziemlich destruktiv und pessimistisch. Gleichzeitig aber auch der schwächste Song der Scheibe. Glücklicherweise ist diese zähe Nummer die Ausnahme auf „Death Strike„, eher preschen MASSIVE ASSAULT im Uptempo hervor, wie eine Kompanie im Angriff, oder rollen schwer wie der Panzer vom Cover-Artwork. Wie in „Dismal Life„, das auch finster ist und für einen kurzen Moment an Bolt Thrower erinnert. „Finished Sympathy“ klingt wiederum mit seinem schweren Gestampfe ein wenig nach „Soulless“ von Grave. Gelegentlich hört man sicher auch andere Anspielungen auf andere große Bands. Doch dies erfolgt meist dezent und homogen im Gesamtbild. Hervorstechender sind da eher die rockigen und atypischen Soli und stellenweise geschickt platzierte Breaks und Wendungen. In homöopatischen Portionen verteilt, wird der Langzeitunterhaltungsfaktor des Albums schön hoch gehalten. Der reduzierten Interpretation des Death Metal-Crust-Gemischs fast schon zum Trotz.

Doch egal, in welche Richtung die Lieder von „Death Strike“ nun ausgeprägt sind. Ob nun eher im Crustcore und D-Beat oder im schnörkellosesten Swea-Death. Gemein haben die geradlinigen Tracks auf jeden Fall, dass sie kraftvoll und energiegeladen sind. Halt ein richtiger „MASSIVE ASSAULT„.

Infos:
FDA Rekotz – 02.03.2012
10 Lieder – 37:27 Min.

http://www.myspace.com/massiveassault
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http://www.fda-rekotz.com/