Goreaphobia – Apocalyptic Necromancy

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Nachdem GOREAPHOBIA für ihr Debütalbum gut 21 Jahre Zeit brauchten, gibt es nun das Zweitwerk nach gerade mal zwei Sonnenumrundungen. Wie auch Gravehill ist man mittlerweile von Ibex Moon Records zu Dark Descent gewechselt. Und gleichermaßen bleibt auch im Hause GOREAPHOBIA alles beim alten! Death Metal der ältesten Schule ist Programm. So alt, dass die Grenzen zwischen Black, Thrash und Death verschwimmen, in unterschiedlicher Ausprägung „Apocalyptic Necromancy“ zieren.

Die angeschwärzten Bezüge zum frühen Black Metal prägen deutlich den eröffnenden Titeltrack oder „Void Of The Larva Queen„. Gegen die blanke Raserei aus „Apocalyptic Necromancy“ steht das eher langsame „Shroud Of Hyena„, das etwas an Sabbath (JP) auf Sedativa erinnert. „Dark Star Dementia“ klingt etwas nach den rockigeren Momenten später Carcass, auch wenn GOREAPHOBIA freilich wesentlich reduzierter agieren. Das richtig geniale „Xurroth Rreeth N’ves“ ist gleichsam eher im stampfenden Midtempo angesiedelt, doch hier tropfen die Klischees so schön aus den Boxen, dass es schon wieder richtig cool ist. Kutte und Dosenbier sind obligatorisch, anderenfalls kann man diesen Track getrost überspringen!
Bezüge zu gaaaanz alten Morbid Angel werden in „Footpaths Of The Vortex Of Doom“ ebenso geschlagen, wie „Totem Of The Vulture“ deutlich Thrash Metal und dreckige Punk-Einflüsse erkennen lässt. Der wohl auffälligste Song von „Apocalyptic Necromancy„, das abschließende und epische „White Wind Spectre„, geht sogar noch einen Schritt weiter und deutet mit seinen eher klaren und verhallten Gitarren in Richtung Post-Punk und Death Rock. Ein eigenwilliges Experiment, was mir aber eigentlich sehr gut gefällt.

Außer diesem Experiment zeigen sich GOREAPHOBIC trotz vieler Einflüsse und Bezüge eher geradlinig. „Apocalyptic Necromancy“ ist schlicht roher thrashing blackened Death Metal. Einfach, direkt und mit Rock’n Roll, wie ihn Sabbat (JP) oder Hellhammer spielten. Wer bereits an Gravehill seine Freude hatte, wird auch an diesem Album Gefallen finden. Doch insgesamt fehlt es leider an herausragenden Momenten neben „Xurroth Rreeth N’ves“ und „White Wind Spectre„, als dass „Apocalyptic Necromancy“ für eine breitere Masse interessant sein könnte.

Infos:
Dark Descent Records – 2011
CD – 11 Lieder / 43:37 Min.

https://www.facebook.com/Goreaphobiaofficial
http://www.myspace.com/goreaphobia
http://www.darkdescentrecords.com/