Ominous Crucifix – The Spell Of Damnation

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The Spell Of Damnation“ ist das erste Full-Length von OMINOUS CRUCIFIX und gleichzeitig ihr Labeleinstand bei FDA Rekotz. Auch wenn die mexikanische Band erst 2007 gegründet wurde, konnten ihre beiden EPs und ihre Split mit Soul Eater dafür sorgen, dass der Bandname im Underground das ein oder andere Mal genannt wurde. Zuletzt erst auf der Facebook-Seite Extreme Band Of The Day, die damit mehr oder minder zeitgleich zum Release von „The Spell Of Damnation“ noch mal Werbung für die Band gefahren haben.

Zugegeben, ich hatte den Namen habe ich zuvor sicher schon mal gesehen. Weitergehend hatte ich mich mit der Band aber nicht beschäftigt. Dennoch war ich auf das Album gespannt – und habe damit vielleicht schon zu große Erwartungen in OMINOUS CRUCIFIX gesetzt. Zusammenfassend würde es reichen, wenn man den Titeltrack „The Spell Of Damnation“ anhört, um ein umfassendes Bild der Ereignisse dieses Debüts zu bekommen. Vergleichsweise ist der Spannungsbogen dieses Songs am ausgeprägtesten, die Leads erinnern in ihrer Atmosphäre an alte Immolation und die Gesamtstruktur spiegelt die komplette Farbpalette der Band wider.

OMINOUS CRUCIFIX sind reduziert. Die Riffs sind einfach gehalten, erinnern gelegentlich mal an Asphyx oder Bolt Thrower. Öfter sind sie aber schlicht eindimensional. Gleiches gilt für die Songstrukturen, die oft stoisch daherplätschern und weder Variation noch Spannungsaufbauten mit sich bringen. „Third Day Resurrection“ und „Church Of Death“ sind typische Kandidaten für die monotone Herangehensweise auf „The Spell Of Damnation„. Dabei wirkt diese destillierte Archaik nicht annähernd so roh und bedrohlich wie beispielsweise bei Desecrecy. Eher erscheinen OMINOUS CRUCIFIX schlicht langweilig.
Die Drum-Pattern sind immer die gleichen, das Tempo ist fast durchgängig zäh und schleppend, ohne dadurch deutlich zur Atmosphäre beizutragen. Variation in den Riffs oder hervorstechende Gitarrenarbeit sucht man gleichsam eher vergebens.
Die wohl prägnantesten Wechsel von Songteilen vernimmt man wohl in „Repulsive Sanctification Of The Absurd„, das auch mit einem komisch-verfrickelten Solo gänzlich aus der Reihe tanzt. Ein wahrhaft wagemutiges Experiment in Anbetracht der Gleichförmigkeit der vorangegangenen 35 Minuten.

Auch die Verpackung von „The Spell Of Damnation“ überzeugt nicht so ganz. Die CD liegt in einem dreigliedrigem Digipak. Doch fehlt ein Booklet, weswegen die Texte auf die beiden Flügelseiten der Verpackung gedruckt wurden. Beim Logo auf dem Cover, wie auch beim Bandbild wirkt der Aufdruck etwas verwaschen und grobkörnig. Und zuletzt ist das Papier der Verpackung nicht schwer genug, weswegen die Verarbeitung etwas „flapsig“ wirkt, und das Digipak im liegenden Zustand immer den oberen Flügel/Cover abstehen hat.

Infos:
FDA Rekotz – 13.01.2012
Digipak-CD – 8 Lieder / 38:35 Min.

http://www.myspace.com/ominouscrucifix
http://www.fda-rekotz.com/gx/