Lvcifyre – The Calling Depths

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The Calling Depths“ erschien als LP über das mighty Blood Harvest Records (SWE, Mai 2011) und später als CD bei Pulverised Records (SG, 02.01.2012). Letzteres Label verglich LVCIFYRE mit Morbid Angel und Immolation. Zwei Aspekte, die Appetit auf dieses Debüt-Album machen. Und im Endeffekt wird man auch nicht sonderlich enttäuscht.

LVCYFYRE stehen irgendwo zwischen alten Morbid Angel und Immolation. Mal inspiriert die eine Band mehr die Riffs, mal die andere mehr die Leads. Als Ergebnis gibt es auf jeden Fall blasphemischen, düsteren Death Metal mit leicht schwarzen Tendenzen. Das britische Trio – zur Einspielung des Albums wohl noch Duo – fügt zu ihren offensichtlichen Einflüssen noch einen eigenen Aspekt hinzu. Das Drumming ist fast durchgängig am oberen Anschlag der Möglichkeiten und brettert im derbsten Krisiun-Style durch die 43 Minuten von „The Calling Depths„. Die Gitarren stehen diesem Hochgeschwindigkeits-Inferno in nichts nach und schrammeln auch an der Grenze zur Sehnenscheidenentzündung. Dabei entstehen sehr dichte, manchmal schon etwas zu überladene Klangwände zwischen schrubbelnden, teilweise zweistimmigen Riffs, sinistren Leads, quitischigen Soli, die bei Slayer in der Schule waren – und derben Presslufthammer-Beats.

An und für sich erschaffen LVCIFYRE gute Songs. Die Atmosphäre stimmt und der Härtegrad ist mehr als ordentlich. Leider bleibt der coole Groove auf der Strecke, der Morbid Angel und Immolation so herausragend macht. Bis auf wenige Ausnahmen brettern fast alle Songs von „The Calling Depths“ ohne signifikante Unterschiede aus den Boxen. Vielleicht das eher rollende „The Faceless One“ sticht in seiner Machart aus dem Gesamtbild heraus. Oder die reinrassige Immolation-Huldigung in „Death’s Magnetic Sleep„.
Wer sich eine Mischung aus Methamphetamin, Immolation und Krisiun vorstellen kann, wird definitiv seine Freude an „The Calling Depths“ haben. Dank dem leicht überladenen Sound ist es aber kein einfaches Album, das mit einmaligem Hören all seine Geheimnisse offenbart. Doch wer will es schon auf die einfache Tour?

Infos:
Blood Harvest Records (LP) / Pulverised Records (CD) – 2011
CD/LP – 8 Lieder / 43:12 Min.

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