Gravehill – When All Roads Lead To Hell

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Mike Abominator meldet sich mit dem zweiten Full-Length von GRAVEHILL zurück! Mancher kennt die Band vielleicht noch von ihrem Debütalbum „Rites Of The Pentragram„. Und vielleicht kennt der ein oder andere Mike von seinem Webzine Metalmaniacs.com, das sehr enthusiastisch und wirklich gut geschrieben ist. Ein Blick lohnt sich definitiv!

GRAVEHILL haben zwischenzeitlich ihre Reihen um Matt „Hellfiend“ Harvey (Exhumed) an der Gitarre erweitert und sind von Ibex Moon Records zu Dark Descent Records gewechselt. Tendenziell war es das aber auch schon mit großartiger Veränderung bei der Retro-Truppe aus Anaheim. „When All Roads Lead To Hell“ stinkt immer noch nach ranzigem Blut, verschwitztem Leder und rostigen Nieten. Immer noch huldigt der Abominator mit seinen Mannen der alten Schule des Heavy Metals, als die Genregrenzen zwischen Black, Thrash und Death Metal nicht ganz eindeutig waren. Ist es nun thrashing Black-Death Metal? Oder blackened Death Thrash? Es ist egal, denn kein Aspekt kommt in dieser Ehrerbietung zu kurz, weder Mayhem Frostigkeit, noch Venom Groove, Grave Leads oder Slayer Soli. Ja, gerade die Soli scheinen durch Matt Harvey einen weiteren Sprung in die richtige Richtung getan zu haben. Es sind zwar eigentlich nur stereotypische, schnelle Quitschereien auf dem hohen Saiten, doch gerade die exzessiven Frickeleien in „Pray For War“ oder „Consvmed By Rats“ lassen Herz und Seele hinter den Tönen erkennen.

Im Vergleich zum Vorgänger „Rites Of The Pentagram“ haben sich GRAVEHILL wieder auf ihre älteren Tage besonnen. Ein guter Schritt, denn das räudigere, forschere Herangehen steht den Kaliforniern besser zu Gesicht. Zwar läuft die Hihat hier und dort schon mal dem gesamten Zusammenspiel etwas davon, aber gerade dieser chaotische, scheppernde Charme macht „When All Roads Lead To Hell“ sehr authentisch. Und GRAVEHILL wissen auch ganz genau, wann sie aus dem schnellen Gepolter mal einen Gang zurückschalten müssen, um den Hörer bei der Stange zu halten. So im eher schwarzmetallichen Titeltrack und der Metal-Hymne „Hell Metal Holocaust„. Oder im stampfenden „Consvmed By Rats„, das wirklich einen sehr geschickten Klimax entwickelt. Und so grimmig und böse die Musik von GRAVEHILL auch ist, in erster Linie machen die Jungs diesen Worship aus dem Spaß an der Musik. Nicht zuletzt beweist dies der „Hiddentrack“ nach 7:06 vom gleichnamigen Lied „7:06„. Dort versteckt sich das AC/DC-Cover „If You Want Blood„. Zugegeben, die australischen Rocker waren noch nie meine Baustelle und persönlich finde ich dieses Cover mords langweilig, aber ich kann mir vorstellen, dass es live gut funktioniert.

When All Roads Lead To Hell“ ist eine simple, geradlinige Huldigung an den Metal der späten 80er. Nicht mehr und auch nicht weniger. Dabei haben GRAVEHILL sowohl richtig Hits auf Lager, wie aber gleichzeitig einige Nummern eher im soliden Mittelfeld beheimatet sind. Richtige Ausfälle gibt es auf diesem Album aber nicht zu verzeichnen.

Infos:
20.05.2011 – Dark Descent Records
CD – 10 Lieder / 49:34 Min.

http://www.myspace.com/gravehill666
https://www.facebook.com/gravehill
http://www.darkdescentrecords.com/